Geschrieben von Andreas Humbert

Zuletzt aktualisiert: 17.02.2024

Kann man Antriebslosigkeit mit Medikamenten beheben, und falls ja: welches Medikament eignet sich am besten?

Fühlst du dich antriebslos und hast die Hoffnung, dass Medikamente dir gegen deine Antriebslosigkeit helfen könnten?

In diesem Artikel stellen wir die besten Medikamente gegen Antriebslosigkeit vor. Diese Medikamente sind allerdings rezeptpflichtig und du bekommst sie nur verschrieben, wenn bei dir eine psychische Erkrankung wie Depressionen oder ADHS diagnostiziert wurde.

Aber der Reihe nach.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Müdigkeit vs. Antriebslosigkeit

Zunächst ist es einmal wichtig zu unterscheiden, ob du überhaupt antriebslos bist. Denn es gibt einen großen wichtigen Unterschied zwischen Antriebslosigkeit auf der einen Seite und Erschöpfung bzw. Müdigkeit und Schlappheit auf der anderen Seite.

Für echte Müdigkeit kommen nämlich bestimmte Erkrankungen als Ursache in Frage. Deswegen ist es für dich wichtig, herauszufinden, ob nicht eine organische Krankheit hinter deiner vermuteten Antriebslosigkeit steckt. Weitere Infos über mögliche Ursachen von Müdigkeit und Erschöpfung und deren Behandlung findest du in meinem Artikel über Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit.

Depressionen

Antriebslosigkeit bedeutet im Vergleich zu Müdigkeit, dass man sich nicht aufraffen kann, bestimmte Dinge zu tun. Man ist lustlos und der Antrieb fehlt einfach. Antriebslosigkeit kommt sehr oft im Rahmen einer Depression vor und oft ist es so, dass sich diese Antriebslosigkeit im Laufe des Tages bessert. Morgens ist sie am schlimmsten und gegen Abend hin wird sie weniger und die Lust und Motivation kommt - zumindest ein bisschen, aber auch nicht immer.

ADHS

Bei ADHS ist zwar in der Regel keine Antriebslosigkeit vorhanden, aber einige Medikamente gegen ADHS wie z.B. Ritalin (Methylphenidat) oder Adderall wirken ab einer bestimmten Dosierung auch sehr antriebssteigernd und erhöhen die Leistungsfähigkeit - ein Grund, warum diese Arzneimittel unter anderem von Studenten zum besseren Lernen missbraucht werden.

Welche Medikamente wirken gegen Antriebslosigkeit?

Bereits erwähnt hatte ich ja schon die ADHS-Medikamente Ritalin und Adderall. Sie sind jedoch nicht die erste Wahl bei der Therapie einer Antriebslosigkeit, da in den allermeisten Fällen die Depressionen die Ursache sind.

Neben pflanzlichen Mitteln wie Johanniskraut gibt es unterschiedliche Arten von Antidepressiva, die man grob in antriebssteigernd und beruhigend einstuft.

Folgende Antidepressiva zählt man zu den antriebssteigernden:

  1. SSRIs: Alle Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

  2. SNRIs: Einige Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer wie z.B. Venlafaxin

  3. Einige Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer wie z.B. Reboxetin

  4. Nortriptylin

  5. Einige MAO-Hemmer

Was ist das beste Medikament gegen Antriebslosigkeit?

Es ist jedoch zu beachten, dass die Wirkung von Antidepressiva auch immer recht individuell ist. Das bedeutet, dass ein Antidepressivum bei dir nicht so wirken muss, wie es bei den meisten anderen Menschen wirkt. Deswegen kann man auch nicht das eine beste Medikament gegen Antriebslosigkeit angeben.

SSRI: einige Beispiele

Aller Voraussicht nach wird dir dein Arzt aber zu einem SSRI-Antidepressivum raten, da hier der Aussicht auf Erfolg sowie die Verträglichkeit bezüglich der Nebenwirkungen am höchsten ist.

Folgende SSRI werden am häufigsten verschrieben:

SSRI wirken, indem sie die Aufnahme von Serotonin, ein wichtiger Neurotransmitter deines Körpers, hemmen, so dass sich die Verfügbarkeit von Serotonin erhöht. Hierzu werden bestimmte Rezeptoren in deinem Gehirn blockiert, die normalerweise das Serotonin wieder aufnehmen würden.

Hierdurch bessern sich die depressiven Symptome, zumindest wenn diese Behandlungsmethode anschlägt:

Das Medikament Ritalin

Ritalin ist der Name eines Arzneimittels mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Es wird zur Behandlung des Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndroms (ADHS) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt. Von ADHS Betroffene haben das Problem, das sie sehr hippelig und zappelig (hyperaktiv) sind und sich zu gleich schlecht konzentrieren können (Aufmerksamkeitsdefizit, Mangel an Konzentrationsfähigkeit).

Das Medikament Ritalin hilft einigen Betroffenen, sich ruhiger und fokussierter zu fühlen. Im Gegensatz zu Antidepressiva wirkt es nicht auf den Botenstoff Serotonin, sondern eher auf den Neurotransmitter Dopamin ein. Bei Menschen, die kein ADHS haben, wirkt Ritalin eher aufputschend und stimulierend, man könnte auch sagen: antriebssteigernd. Zur Behandlung eine Antriebslosigkeit, wie sie bei Depressionen vorkommen, ist Ritalin eher nicht geeignet.

Einige ADHS-Betroffene werden leider fälschlicherweise als depressiv eingestuft, in diesen Fällen kann Ritalin dann tatsächlich wirksam sein.

Was du sonst noch tun kannst

Medikamente sind immer nur eine mögliche Option, eine depressive Störung in den Griff zu bekommen. Es sollte auch kein Dauerzustand sein, Antidepressiva einzunehmen. Daher solltest du immer auch schauen, worin mögliche Ursachen liegen:

  • Hast du viel Stress? Was sind deine Stressoren, die dich triggern? Hast du Strategien zur Entspannung?

  • Wie gesund ist dein Lebensstil? Hast du genügend Bewegung an der frischen Luft? Achtest du auf deine Ernährung?

  • Können deine Lebensumstände eine Ursache dafür sein, dass es dir momentan nicht gut geht?

  • Seit wann hast du Probleme mit dem Antrieb? Kamen diese wie aus dem Nichts oder gab es einen bestimmten Anlass?

Psychotherapie

Eine Psychotherapie kann eine gute Ergänzung zur Einnahme von Medikamenten sein. Doch auch eine Psychotherapie hilft nicht bei jedem. Da sie von den Krankenkassen bezahlt wird, ist sie meiner Meinung nach aber auf jeden Fall einen Versuch wert. Leider ist es nicht immer einfach, einen Termin zu bekommen, daher ist bei der Suche nach einem Therapeuten etwas Geduld, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen erforderlich.

Pflanzliche Mittel

Manchmal hilft auch ein pflanzliches Mittel wie Johanniskraut, Safran-Extrakt oder - mein persönlicher Favorit - CBD-Öl, um deine Depressionen samt Antriebslosigkeit zu lindern.

Ob Vitamin D bei Depressionen helfen kann, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht einig; hier gibt es Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Die üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind meist Antidepressiva und/oder Benzodiazepine.Diese wirken jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle und haben zudem oft unerwünschte Nebenwirkungen.Ich möchte Dir darüber berichten, wie mir CBD – meiner Meinung nach das beste pflanzliche Mittel gegen Angst, sehr gut gegen meine Angststörung, Panikattacken und Depression geholfen hat. Weiterer Vorteil: CBD-Öl ist nicht nur pflanzlich, sondern natürlich und rezeptfrei.

Weiterlesen

Fazit

Hinter Antriebslosigkeit kann auch Müdigkeit stecken, die durch eine organische Erkrankung zustande kommt. Deswegen ist es wichtig, dies abzuklären. Ansonsten steckt hinter einer ernsthaften Antriebslosigkeit oft eine Depression, für die es unterschiedliche Arten von Antidepressiva gibt. Ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer ist oft erste Wahl und kann innerhalb von Wochen schon deutliche Besserung bei depressiven Störungen bewirken. Dennoch sollte sich die Therapie nicht nur auf Medikamente stützen, genauso wichtig ist es auch, andere Hilfe z.B. in Form von Psychotherapie anzunehmen.

Quellen


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Angelika Happ
Angelika Happ
10/02/2024
Andreas antwortet sehr schnell auf meine Fragen zurück😊👍
Sabine Hunziker
Sabine Hunziker
03/02/2024
Ich habe mir das E-Book bestellt, da ich mit Ängsten in einer depressiven Krise konfrontiert war. Viele Informationen waren hilfreich. Vor allem auch der Abschnitt mit "Antidepressiva langsam und sicher reduzieren",da ich selber mit starken Reduktionssymptomen zu kämpfen hatte.
Veronika Draheim
Veronika Draheim
25/01/2024
Hallo, ich fand die Seite sehr gut geschrieben. Wollte eine Email schreiben, aber die angegebene Adresse wurde nicht gefunden. Bitte um die richtige E-Mail Adresse. Danke im voraus
Giuseppe Serra
Giuseppe Serra
24/01/2024
Zum Glück gibt es Menschen wie Andreas. Ich konnte mit ihm über meine Ängste schreiben (er meldet sich schnell zurück auch bei Fragen zu CBD :-) ). Andreas kann (zumindest bei mir) jemanden beruhigen in gewissen akuten Phasen, wenn alles so aussichtslos aussieht. Vielen Dank Andreas! Viele Erfolg euch allen :)
Heinz Horst
Heinz Horst
12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
diese Seite hat mir sehr sehr viel geholfen!
Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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