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Juni 17, 2022

Das Antidepressivum Brintellix mit dem Wirkstoff Vortioxetin hat einigen Patienten gut geholfen. Doch warum ist es nicht mehr auf Rezept erhältlich?

Brintellix gehört zur Arzneimittelklasse der sogenannten Antidepressiva, ist also ein Antidepressivum. Es wird Patienten verschrieben, die an Depressionen (engl. Major Depression) leiden. Erfahre hier alles über den Wirkstoff, der leider seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland auf Rezept erhältlich ist.

Denn 2016 wurde der Vertrieb von Brintellix wohl eingestellt, da sich der dänische Hersteller Lundbeck Gmbh mit dem GKV Spitzenverband (der Gesetzlichen Krankenversicherungen) nicht auf einen Erstattungsbetrag einigen konnten.

Indikationen: Major Depression

Das Antidepressivum Brintellix enthält den Wirkstoff Vortioxetin und wird zur Behandlung einer Major Depression bei Erwachsenen eingesetzt, also zur Therapie einer klinischen Depression. Es trägt dazu bei, das Gleichgewicht des Neurotransmitters Serotonin in unserem Gehirn wiederherzustellen. Dies soll dabei helfen, die Symptome von Episoden einer Major Depression zu lindern. So lautet zumindest der angebliche Wirkmechanismus dieses Arzneimittels.

Vortioxetin ist ein sogenannter Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (kurz SSRI) und Serotonin-Rezeptor-Modulator. Genauer gesagt u.a. den 5-HT-7-Rezeptor und noch einige weitere, um diesen Effekt zu erzielen.

Brintellix soll

  • deine Stimmung,
  • deinen Schlaf,
  • deinen Appetit
  • und dein Energieniveau verbessern
  • und dazu beitragen, dein Interesse am täglichen Leben wiederherzustellen.

Wie verwende ich Brintellix 20 Mg Tablette?

Lies dir die Packungsbeilage durch, die dir dein Apotheker gibt, bevor du mit der Einnahme von Vortioxetin beginnst - und auch jedes Mal, wenn du eine neue Packung bekommst. Wenn du irgendwelche Fragen hast, frag deinen Arzt oder Apotheker.

Dosierung

Nimm dieses Medikament nach Anweisung deines Arztes mit oder ohne Nahrung ein, die Standarddosis liegt bei 10 mg Vortioxetin einmal täglich. Diese Dosis kann bis auch 20 mg täglich erhöht werden.

Die genauer Dosierung richtet sich nach deinem Gesundheitszustand, dem Ansprechen auf die Behandlung und anderen Medikamenten, die du möglicherweise einnimmst. Informiere deinen Arzt oder Apotheker daher über alle Arzneimittel, die du einnimmst. Damit sind sowohl verschreibungspflichtige als auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente sowie pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel gemeint.

Einschleichen

Um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern, kann dein Arzt dich anweisen, das Medikament mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese dann schrittweise zu erhöhen. Befolge die Anweisungen deines Arztes sorgfältig. Erhöhe deine Dosis nicht und nimm das Medikament nicht öfter oder länger ein als vorgeschrieben. Dein Zustand wird sich dadurch nicht schneller verbessern und das Risiko von Nebenwirkungen steigt. Nimm dieses Medikament regelmäßig ein, um den größten Nutzen daraus zu ziehen. Damit du es nicht vergisst, solltest du es jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen.

Absetzen

Nimm das Medikament weiter ein, auch wenn du dich gut fühlst. Beende die Einnahme des Medikaments nicht ohne Rücksprache mit deinem Arzt. Manche Krankheiten können sich verschlimmern, wenn das Medikament plötzlich abgesetzt wird. Außerdem kannst du Entzugs-Symptome wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Muskelsteifheit und eine laufende Nase bekommen.

Um diese Symptome zu vermeiden, während du die Behandlung mit diesem Medikament beendest, kann dein Arzt deine Dosis schrittweise reduzieren. Erkundige dich bei deinem Arzt oder Apotheker nach weiteren Einzelheiten. Melde alle neuen oder sich verschlimmernden Symptome sofort.

Nebenwirkungen

Siehe hierzu auch im Abschnitt Warnhinweise.

Übelkeit, Verstopfung, Erbrechen und Schwindelgefühl können auftreten. Wenn eine dieser Wirkungen anhält oder sich verschlimmert, informiere umgehend deinen Arzt oder Apotheker.

Denke daran, dass dieses Medikament verschrieben wurde, weil dein Arzt oder deine Ärztin der Meinung ist, dass der Nutzen für dich größer ist als das Risiko von Nebenwirkungen. Viele Menschen, die dieses Medikament einnehmen, haben keine ernsthaften Nebenwirkungen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Informiere deinen Arzt oder deine Ärztin sofort, wenn du schwerwiegende Nebenwirkungen hast, wie z. B.:

  • Zittern (Tremor),
  • Unruhe,
  • Unfähigkeit, still zu halten,
  • veränderte sexuelle Fähigkeiten,
  • vermindertes Interesse am Sex,
  • Taubheit/Kribbeln,
  • leichte Blutergüsse/Blutungen,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Gedächtnisstörungen,
  • Verwirrung,
  • Schwäche.

Ernsthafte Nebenwirkungen

Suche sofort ärztliche Hilfe auf, wenn du sehr ernste Nebenwirkungen hast, z. B.:

  • Krampfanfälle,
  • schwarzer Stuhl,
  • Erbrechen, das wie Kaffeesatz aussieht,
  • Augenschmerzen/-schwellungen/-rRötungen,
  • erweiterte Pupillen,
  • Sehveränderungen (z. B. Regenbogen um Lichter in der Nacht, verschwommenes Sehen).

Serotonin syndrom

Dieses Medikament kann den Serotoninspiegel erhöhen und in seltenen Fällen eine sehr ernste Erkrankung namens Serotonin-Syndrom verursachen. Das Risiko steigt, wenn du auch andere Medikamente einnimmst, die das Serotonin erhöhen, allen voran Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-A-Hemmer oder MAO-B-Hemmer).

Informiere deinen Arzt oder Apotheker über alle Medikamente, die du einnimmst (siehe Abschnitt "Wechselwirkungen"). Suche sofort ärztliche Hilfe auf, wenn du eines der folgenden Symptome entwickelst:

  • schneller Herzschlag,
  • Halluzinationen,
  • Koordinationsverlust,
  • starker Schwindel,
  • starke Übelkeit/Erbrechen/Durchfall,
  • Muskelzuckungen,
  • unerklärliches Fieber,
  • ungewöhnliche Unruhe/Ruhelosigkeit.

Allergische Reaktion

Eine sehr ernste allergische Reaktion auf dieses Medikament ist selten. Du solltest jedoch sofort einen Arzt aufsuchen, wenn du Symptome einer schwerwiegenden allergischen Reaktion bemerkst, z. B.:

  • Hautausschlag,
  • Juckreiz/Schwellungen (vor allem im Gesicht/Zunge/Rachen),
  • starker Schwindel,
  • Atembeschwerden.

Dies ist keine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen. Wenn du andere Wirkungen bemerkst, die oben nicht aufgeführt sind, wende dich an deinen Arzt oder Apotheker.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Informiere deinen Arzt oder Apotheker, bevor du Vortioxetin einnimmst, wenn du allergisch darauf reagierst oder wenn du andere Allergien hast. Dieses Produkt kann inaktive Bestandteile enthalten, die allergische Reaktionen oder andere Probleme verursachen können. Sprich mit deinem Apotheker oder deiner Apothekerin, um mehr darüber zu erfahren.

Mögliche Kontraindikationen

Bevor du dieses Medikament einnimmst, informiere deinen Arzt oder Apotheker über deine Krankengeschichte, insbesondere über:

  • persönliche oder familiäre Vorgeschichte von bipolaren/manisch-depressiven Störungen,
  • persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Selbstmordversuchen,
  • Krampfanfällen,
  • niedrigem Natriumgehalt im Blut,
  • Darmgeschwüren/Blutungen (Magengeschwüren)
  • oder Blutungsproblemen,
  • persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Glaukom (Glaukom vom Typ Winkelverschluss).

Dieses Medikament kann dich schwindelig machen. Alkohol oder Marihuana (Cannabis) können dich noch schwindliger machen. Fahre nicht Auto, bediene keine Maschinen oder tue nichts, was deine Aufmerksamkeit erfordert, bis du es sicher tun kannst. Vermeide alkoholische Getränke. Sprich mit deinem Arzt, wenn du Marihuana (Cannabis) konsumierst.

Blutungsrisiko

Informiere deinen Arzt bzw. deine Ärztin oder deinen Zahnarzt bzw. deine Zahnärztin vor der Operation über alle Produkte, die du einnimmst (einschließlich verschreibungspflichtiger und nicht verschreibungspflichtiger Medikamente sowie pflanzlicher Produkte).

Ältere Erwachsene reagieren möglicherweise empfindlicher auf die Nebenwirkungen dieses Medikaments, insbesondere auf Blutungen. Ältere Erwachsene können auch eher ein Salzungleichgewicht (Hyponatriämie) entwickeln, vor allem, wenn sie gleichzeitig "Wasserpillen" (Diuretika) mit diesem Medikament einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft sollte dieses Medikament nur eingenommen werden, wenn es wirklich notwendig ist. Es kann dem ungeborenen Kind schaden. Außerdem können Babys von Müttern, die dieses Medikament in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben, in seltenen Fällen Entzugserscheinungen wie Fütterungs-/Atmungsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Muskelsteifheit oder ständiges Weinen entwickeln. Wenn du eines dieser Symptome bei deinem Neugeborenen bemerkst, informiere umgehend deinen Arzt.

Da unbehandelte psychische Probleme (wie z. B. Depressionen) eine ernste Erkrankung sein können, solltest du die Einnahme des Medikaments nur auf Anweisung deines Arztes beenden. Wenn du eine Schwangerschaft planst, schwanger wirst oder denkst, dass du schwanger sein könntest, besprich sofort mit deinem Arzt die Vorteile und Risiken der Einnahme dieses Medikaments während der Schwangerschaft.

Es ist nicht bekannt, ob dieses Medikament in die Muttermilch übergeht. Sprich mit deinem Arzt, bevor du stillst.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können die Wirkung deines Medikaments verändern oder dein Risiko für schwere Nebenwirkungen erhöhen. Dieses Dokument enthält nicht alle möglichen Wechselwirkungen von Medikamenten. Führe eine Liste aller Produkte, die du einnimmst (einschließlich verschreibungspflichtiger und nicht verschreibungspflichtiger Medikamente sowie pflanzlicher Produkte) und teile sie deinem Arzt oder deiner Ärztin und deinem Apotheker oder deiner Apothekerin mit. Beginne, stoppe oder ändere die Dosierung von Medikamenten nicht ohne die Zustimmung deines Arztes.

Zu den Produkten, die Wechselwirkungen mit diesem Medikament haben können, gehören: andere Medikamente, die Blutungen verursachen können (einschließlich Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel, NSAIDs wie Ibuprofen, "Blutverdünner" wie Warfarin/Dabigatran).

Aspirin kann das Risiko von Blutungen erhöhen, wenn es zusammen mit diesem Medikament eingenommen wird. Wenn dein Arzt dir jedoch zur Vorbeugung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen niedrig dosiertes Aspirin verschrieben hat (in der Regel 81-162 Milligramm pro Tag), solltest du es weiterhin einnehmen, es sei denn, dein Arzt weist dich anders an. Frag deinen Arzt oder Apotheker nach weiteren Einzelheiten.

MAO-Hemmer

Die gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern mit diesem Medikament kann zu einer ernsten (möglicherweise tödlichen) Wechselwirkung führen. Nimm keine der folgenden MAO-Hemmer während der Behandlung mit diesem Medikament ein:

  • Isocarboxazid,
  • Linezolid,
  • Metaxalon,
  • Methylenblau,
  • Moclobemid,
  • Phenelzin,
  • Procarbazin,
  • Rasagilin,
  • Safinamid,
  • Selegilin,
  • Tranylcypromin .

Die meisten MAO-Hemmer sollten außerdem 2 Wochen vor und 21 Tage nach der Behandlung mit diesem Medikament nicht eingenommen werden. Frag deinen Arzt oder deine Ärztin, wann du mit der Einnahme dieses Medikaments beginnen oder aufhören sollst.

Serotonin-Syndrom

Das Risiko eines Serotonin-Syndroms/einer Serotonin-Toxizität erhöht sich, wenn du auch andere Drogen einnimmst, die das Serotonin erhöhen. Beispiele hierfür sind Straßendrogen wie

  • MDMA/"Ecstasy",
  • Johanniskraut,
  • bestimmte Antidepressiva (einschließlich anderer SSRIs wie Fluoxetin/Paroxetin, SNRIs wie Duloxetin/Venlafaxin) und andere.

Das Risiko eines Serotonin-Syndroms/einer Serotonin-Toxizität kann größer sein, wenn du mit der Einnahme dieser Medikamente beginnst oder ihre Dosis erhöhst.

Überdosierung

Wenn jemand eine Überdosis genommen hat und ernsthafte Symptome wie Ohnmacht oder Atemprobleme hat, rufe den Notruf. Andernfalls rufe sofort ein Giftnotrufzentrum an.

Hinweise

Teile dieses Medikament nicht mit anderen.

Nimm alle regelmäßigen medizinischen und psychiatrischen Termine wahr. Medizinische/psychiatrische Untersuchungen sollten in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um deinen Fortschritt zu überwachen oder Nebenwirkungen festzustellen.

Verpasste Dosis

Wenn du eine Dosis vergessen hast, nimm sie ein, sobald du dich daran erinnerst. Wenn der Zeitpunkt der nächsten Einnahme nahe ist, lass die vergessene Dosis aus. Nimm deine nächste Dosis zur regulären Zeit ein. Verdopple die Dosis nicht, um sie nachzuholen.

Lagerung

Lagere das Medikament bei Raumtemperatur, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. Nicht im Badezimmer aufbewahren. Bewahre alle Medikamente außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.

Spüle die Medikamente nicht die Toilette hinunter oder schütte sie in den Abfluss, wenn du nicht dazu aufgefordert wirst. Entsorge dieses Produkt ordnungsgemäß, wenn es abgelaufen ist oder nicht mehr benötigt wird. Wende dich an deinen Apotheker oder ein örtliches Entsorgungsunternehmen.

Erfahrungsberichte

Quelle: https://www.webmd.com/drugs/drugreview-165188-brintellix-oral

Erfahrungsbericht 1: schwere Depressionen

Ich habe in den letzten 8 Jahren viele Antidepressiva eingenommen, zusätzlich zu anderen Behandlungen wie Therapien, Lebensstiländerungen und war sogar kurz davor, eine EKT (Elektrokrampftherapie) für meine Depression zu bekommen. Alle Behandlungen, die ich ausprobiert habe, hatten nur begrenzten Erfolg, was meine Depression angeht.

Vor etwa einem Monat habe ich mit Brintellix angefangen und es war bei weitem die beste Behandlung, die ich je gegen Depressionen eingesetzt habe. Die Nebenwirkungen waren minimal (auf jeden Fall nicht so schlimm wie bei einigen anderen Antidepressiva, die ich im Laufe der Jahre ausprobiert habe). Ich habe noch nie eine Bewertung für ein Medikament geschrieben, aber dieses Mittel hat mir so gut geholfen, dass ich meine Erfahrungen mit anderen Menschen teilen wollte, die sich vielleicht in einer ähnlichen Situation befinden.

Erfahrungsbericht 2: Depression

Ich habe schon einmal Brintellix genommen und es wirkt wirklich gut. Meine Ängste lösten sich in Luft auf. Dann habe ich den Arzt gewechselt (ich bin wegen der Arbeit umgezogen) und der neue Arzt hat mir Escitalopram verschrieben, das für mich das schlechteste Medikament ist.

Unter Escitalopram hatte ich Gedächtnisprobleme, war aggressiv und fühlte mich noch deprimierter. Ich wurde auf Fluoxetin umgestellt, das im ersten Monat gut wirkte. Dann erhöhte der Arzt die Dosis auf 40 mg und ich hatte fast täglich Panikattacken und Probleme, nachts zu schlafen (Schlaflosigkeit). Schließlich wurde ich wieder auf Brintellix umgestellt und innerhalb einer Woche fühlte ich mich "normal", was ich in den letzten Jahren nicht geschafft hatte. Mir war ein paar Tage lang etwas übel, aber das ging schnell vorbei.

Das Beste an Brintellix ist auf jeden Fall der Stimmungsaufheller; ich bin viel produktiver bei der Arbeit, unterhalte mich enthusiastischer mit Menschen und bin morgens beim Aufwachen super klar im Kopf. Durch Escitalopram habe ich meine Gedächtnisfähigkeit verloren, aber Brintellix scheint mir hier und da ein paar Dinge in Erinnerung zu rufen. Auch meine Libido hat sich unter Brintellix im Vergleich zu Escitalopram und Fluoxetin gesteigert. Weniger lesen

Erfahrungsbericht 3: Depressive Störung

Es wirkt bei Angstzuständen und Depressionen! Ich nehme dieses Brintellix jetzt schon seit 2 Jahren. Es hilft wirklich dabei, sich zu beruhigen, entspannt zu sein und hilft bei Angstzuständen, denn ich hatte nie Panikattacken damit. Ohne sie tut mir die Brust weh. Es hilft bei der Stimmung und dem Gefühl, dass alles in Ordnung ist.

Der einzige Nachteil, den ich habe, ist, dass ich nicht mehr so gut schlafen kann, wenn ich sie nehme. Seit ich die Tabletten nehme, schlafe ich viel mehr, sodass ich jeden Tag um 10 Uhr aufwache, und wenn ich früher aufwache, fühle ich mich so müde. Außerdem habe ich viel zugenommen, seit ich die Tabletten nehme, insgesamt etwa 20 Kilo. Ich weiß nicht, ob das an den Medikamenten liegt oder an meinen schlechten Essgewohnheiten, weil ich draußen esse. Ansonsten ist es ein tolles Medikament, da es keine anderen Nebenwirkungen hat, was ich sehr schätze. Oh, es ist auch ein bisschen teuer: 82 Dollar pro Monat.

Erfahrungsbericht 4: Panikstörung

Eingesetzt gegen Panikstörung. Nachdem ich im Laufe der Jahre viele Antidepressiva eingenommen habe, habe ich immer nur mit Clomipramin (Trizyklikum) eine fantastische Wirkung erzielt. Vortioxetin ist bei mir ziemlich effektiv, aber ich merke nur langsam einen echten Nutzen - über zwei Monate bei 20 mg. Die Paniksymptome treten seltener auf und sind weniger stark, aber sie sind (noch) nicht vollständig verschwunden, wie es bei Clomipramin der Fall war.

Der Hauptvorteil und der Grund, warum ich das Medikament weiter nehmen werde, ist die gute Verträglichkeit, also die geringen Nebenwirkungen. Anfangs hatte ich ein wenig Übelkeit, aber das ging relativ schnell vorbei, kein Schwitzen, kein schneller Herzschlag, kein Zittern und vor allem sehr wenige sexuelle Nebenwirkungen. Ich werde dem Ganzen 6 Monate Zeit geben, bevor ich entscheide, ob es langfristig etwas für mich ist, aber ich bin sehr zuversichtlich.

Erfahrungsbericht 5: Depressive Störung

Ich nehme seit 26 Jahren Medikamente gegen schwere Depressionen und Angstzustände. Ich habe viele Medikamente ausprobiert, von trizyklischen Antidepressiva bis zu verschiedenen SSRIs, mit unterschiedlichem Erfolg. Etwa alle Jahre musste ich die Dosierung anpassen oder meine Medikamente komplett wechseln, weil sie nicht mehr so gut wirkten wie früher. Im Juli letzten Jahres erreichte ich den Tiefpunkt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, um meine Psychiaterin aufzusuchen, die für alle Krankenhäuser in unserer Region zuständig ist.

Ehrlich gesagt verdanke ich ihr die Rettung meines Lebens. Sie setzte mich sofort auf Brintellix 10 mg (keine hohe Dosis) und setzte das Fluoxetin 20 mg ab, das ich seit Jahren genommen hatte. Außerdem nahm und nehme ich immer noch täglich 300 mg Buproprion. Die einzige Änderung, die sie vornahm, war, das Fluoxetin abzusetzen und mir stattdessen Brintellix zu geben. Schon nach einer Woche ging es mir besser und nach zwei Wochen fühlte ich mich zum ersten Mal seit JAHREN wieder "normal".

Ich nehme immer noch niedrig dosiertes Alprazolam und Delorazepam vor dem Schlafengehen gegen Schlaflosigkeit und Angst/Panikattacken. Das hat sich nicht geändert. Die einzige Änderung war, dass ich das Fluoxetin (das erste Medikament, das bei mir damals "funktionierte") gegen Brintellix ausgetauscht habe. Seit ich Brintellix nehme, geht es mir 1.000% besser. In 4 Monaten hat sich mein geistiger und emotionaler Zustand um 180° gedreht. Jeder Mensch reagiert anders auf jedes Medikament. Was bei der einen Person Wunder bewirkt, kann bei einer anderen Person noch schlimmer sein. Ich kann nur sagen, dass Brintellix für mich buchstäblich ein Lebensretter war. 

Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen Termin mit mir ausmachen, in dem wir unsere Erfahrungen austauschen können.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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