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Cannabis hat viele Einsatzbereiche und hilft vielen auch zum "Runterkommen". Doch ist es auch bei Angststörungen wirksam? Hier erfährst du die Antwort und mehr.

Medizinisches Cannabis wird bereits bei einigen Erkrankungen wie dem Tourette-Syndrom oder ADHS im Erwachsenenalter erfolgreich in der Therapie eingesetzt.

Mit der zunehmenden Legalisierung der Cannabisprodukte sowohl für den medizinischen als auch für den Freizeitgebrauch greifen immer mehr Menschen zu Cannabis, um ihre Ängste, ihre generalisierte Angststörung (GAS) oder ihre ähnlichen psychischen Erkrankungen zu bekämpfen.

Obwohl die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich noch spärlich ist, gibt es bereits anekdotische und neue wissenschaftliche Berichte darüber, dass Marihuana eine beruhigende Wirkung hat, die bei vielen Menschen vorübergehend die Angstsymptome lindern kann.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Marihuana als Selbstmedikation bei Angststörungen

Jedes Mal, wenn du eine Substanz nimmst, um ein medizinisches Problem oder ein Symptom zu behandeln oder zu bewältigen, spricht man von Selbstmedikation. Oft führt die Selbstmedikation zu einer sofortigen Linderung der unangenehmen Symptome und verstärkt so den Gebrauch.

Das Problem bei der Selbstmedikation ist, dass der Konsum von Marihuana zwar immer akzeptabler wird, aber noch nicht genug über die Wirksamkeit der Droge bei bestimmten Krankheiten und über ihre langfristigen Folgen bekannt ist.

Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Die üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind meist Antidepressiva und/oder Benzodiazepine.Diese wirken jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle und haben zudem oft unerwünschte Nebenwirkungen.Ich möchte Dir darüber berichten, wie mir CBD – meiner Meinung nach das beste pflanzliche Mittel gegen Angst, sehr gut gegen meine Angststörung, Panikattacken und Depression geholfen hat. Weiterer Vorteil: CBD-Öl ist nicht nur pflanzlich, sondern natürlich und rezeptfrei.

Weiterlesen

Mögliche Vorteile und Risiken der Cannabis-Therapie

Nutzen

  • Kann kurzfristig Depressionen lindern
  • Kann vorübergehend Ängste lindern
  • Kann Stress reduzieren

Risiken

  • Höhere Rate an psychiatrischen Störungen (v.a. Psychosen)
  • Kann zu psychischer Abhängigkeit führen
  • Langfristiger Gedächtnisverlust kann auftreten
  • Symptome können zunehmen (Angststörung nach Drogenkonsum)
  • Kann das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom entwickeln
  • Regelmäßiger Cannabiskonsum kann zu erhöhter Toleranz und erhöhtem Bedarf führen

Nutzen

CBD und Angst: Die Wissenschaft hat erst vor kurzem damit begonnen, die Wirkung von Cannabis auf Angstzustände zu untersuchen, und das Urteil lautet, dass es kurzfristige Vorteile gibt.

Wissenschaftler der Washington State University haben im Journal of Affective Disorders eine Studie veröffentlicht, in der festgestellt wurde, dass das Rauchen von Cannabis die selbstberichteten Werte von Depressionen, Angst und Stress kurzfristig deutlich reduzieren kann. Wiederholter Konsum scheint jedoch nicht zu einer langfristigen Verringerung der Symptome zu führen und kann bei manchen Menschen die Depression und die Angstreaktion mit der Zeit sogar verstärken.

Risiken

Marihuana kann deinen Körper in vielerlei Hinsicht beeinflussen und macht dich nicht nur high. Das Hochgefühl, das du nach dem Rauchen oder der Einnahme von Marihuana erlebst, ist auf Tetrahydrocannabinol (THC) zurückzuführen, die chemische Verbindung, die Marihuana seine psychoaktive Wirkung verleiht.

Die Wirkung von THC ist nicht ohne Risiken, und bei langfristigem oder häufigem Konsum werden mehrere mögliche Nebenwirkungen beobachtet (1).

Höhere Werte für psychiatrische Störungen

Es ist möglich, dass Menschen, die Marihuana über einen längeren Zeitraum hinweg konsumieren, häufiger an Depressionen leiden, auch wenn sich ihr Zustand bei kurzfristigem Konsum verbessert hat.

Einige Untersuchungen haben auch gezeigt, dass starker Marihuanakonsum in der Jugend (vor allem bei Mädchen im Teenageralter) ein Indikator für Depressionen und Angstzustände im späteren Leben einer Person sein kann. Bei bestimmten anfälligen Personen besteht außerdem ein Risiko für die Entwicklung einer Psychose durch den Konsum von Cannabis.

Lesetipp: Cannabis bei Depressionen

Psychologische Abhängigkeit

Das Hauptproblem bei der Verwendung von Marihuana als Mittel zur Angstbewältigung ist, dass es zu einer psychischen Abhängigkeit von der Substanz führen kann.

Da die Wirkung von Marihuana recht schnell eintritt, können langfristige verhaltensbasierte Bewältigungsstrategien anfangs weniger hilfreich erscheinen und werden möglicherweise nicht so schnell entwickelt.

Langfristiger Gedächtnisverlust

Mehrere Studien haben ergeben, dass langfristiger Marihuanakonsum zu Gedächtnisverlust führen kann. Gedächtnisstörungen treten auf, weil THC einen der Bereiche des Gehirns, den Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung verantwortlich ist, verändert. Es kann auch negative Auswirkungen auf das Motivationssystem des Gehirns der Konsumenten haben.

Zunahme von Symptomen

THC kann deine Herzfrequenz erhöhen, was in den Situationen mit Angstzuständen dazu führen kann, dass du dich noch ängstlicher fühlst. Wenn du zu viel Marihuana konsumierst, kannst du dich auch ängstlich oder paranoid fühlen.

In manchen Fällen kann Marihuana auch eine orthostatische Hypotonie auslösen, einen plötzlichen Blutdruckabfall im Stehen, der Schwindel oder Ohnmachtsgefühle auslösen kann. Cannabis kann auch Schwindelgefühle, Übelkeit, Verwirrung und verschwommenes Sehen hervorrufen, was zu Angstzuständen beitragen kann. Beachte jedoch, dass sich die Wirkungen genauso wie die Nebenwirkungen im Einzelfall stark unterscheiden können.

Cannabis-Hyperemesis-Syndrom

Eine seltene Folge des häufigen Marihuanakonsums, insbesondere bei den heutigen stärkeren Sorten, ist das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS). Dabei handelt es sich um zyklische Übelkeit und Erbrechen.

Dies ist paradox und kann schwer zu diagnostizieren sein, da Marihuana bei der Krebsbehandlung zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. Manchmal verschaffen heiße Bäder und Duschen den Betroffenen Erleichterung, aber um eine langfristige Besserung zu erreichen, ist eine Abstinenz von Marihuana notwendig.

Eskalierendes Bedürfnis

Du kannst eine Toleranz gegenüber Marihuana entwickeln. Das heißt, je mehr du es konsumierst, desto mehr brauchst du schließlich, um den gleichen "Rausch" wie früher zu erleben.

Alternativen zu Marihuana gegen Angst

Denk daran, dass ein gewisses Maß an Angst normal und sogar hilfreich ist, wenn du mit etwas konfrontiert wirst, das dir bedrohlich vorkommt. Wenn die Angst jedoch allgegenwärtig und schwer zu kontrollieren ist, ist es an der Zeit, professionelle Hilfe zu suchen und andere Formen der Angstbewältigung zu besprechen.

CBD

Die Cannabispflanze enthält ja nicht nur THC, sondern sehr viele Cannabinoide, die ebenfalls eine Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Das bekannteste Cannabinoid ist CBD, v.a. bekannt als CBD-Öl. Viele Betroffene berichten davon, dass die Einnahme von CBD-Öl beruhigend und angstlösend ist, bei regelmäßiger Einnahme auch stimmungsaufhellend und schmerzstillend. Ich kann diese Effekte aus eigener Erfahrung bestätigen. CBD macht im Gegensatz zu Cannabis mit THC nicht high und führt auch nicht zur Abhängigkeit.

Einnahme von Cannabidiol (CBD): CBD-Öl wird mit einer Pipette unter die Zunge geträufelt wird, enthält kein THC und hat daher nicht die gleiche bewusstseinsverändernde Wirkung wie Marihuana. Es gibt erste Hinweise darauf, dass CBD bei der Behandlung von Angstzuständen und Sucht hilfreich sein könnte, aber es sind noch weitere klinische Studien und Forschungen in diesem Bereich erforderlich (4).

Psychotherapie

Proaktive Bewältigungsstrategien, die du in der Beratung, in Selbsthilfegruppen, in Selbsthilfebüchern und auf pädagogischen Websites lernst, können eine dauerhafte Veränderung bewirken, ohne die negativen Folgen eines längeren Marihuanakonsums.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und andere Therapieformen können dir helfen, die Ursache deiner Angstgefühle zu erkennen und sie besser zu bewältigen (2). Arbeite mit deinem Arzt zusammen, um einen Behandlungsplan zu entwickeln, der für dich geeignet ist.

Wenn du mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten zusammenarbeitest, um deine Ängste in den Griff zu bekommen, wirst du deine Krankheit langfristig besser in den Griff bekommen.

Medikamente

Bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) haben sich als sichere und wirksame Behandlung von Angststörungen erwiesen (3).

Verschreibungspflichtige Medikamente sind auch Marihuana bzw. medizinischem Cannabis vorzuziehen, da die Langzeitrisiken besser untersucht wurden und im Vergleich zum Langzeitkonsum von Marihuana potenziell geringer sind. Einige angstlösende Medikamente werden täglich eingenommen, während andere in Phasen extremer Angst oder einer Panikattacke schubweise eingenommen werden.

Ein Psychiater oder dein Hausarzt kann dir ein Medikament gegen Angstzustände verschreiben, wenn du eines brauchst.

Mein Fazit: Cannabis-Produkte sind eine Option unter vielen

Angstsymptome sind behandelbar. Studien zeigen, dass Psychotherapie und Medikamente bei den meisten Menschen wirksam sind, während die langfristigen Auswirkungen der Selbstmedikation mit Marihuana noch nicht eindeutig geklärt sind. Wenn du in letzter Zeit mit dem Konsum von Marihuana zur Behandlung deiner Angstzustände experimentiert hast, solltest du deinen Arzt darüber informieren.

CBD: eine Alternative

Während meiner persönlichen Leidenszeit, als ich noch selbst unter Depressionen und Angststörungen gelitten hatte, probierte ich viele pflanzliche Mittel aus, um von meinen Antidepressiva loszukommen. Ob Lasea (Lavendelöl), Johanniskraut, Baldrian oder homöopathische Mittel wie Neurexan - ich hatte schon alles probiert, bis ich schließlich auf CBD-Öl gestoßen bin, was bei mir letztlich den Durchbruch gebracht hatte.

Meinen Bericht, wie ich auf CBD gestoßen bin und wie es bei mir wirkte, kannst Du hier nachlesen.

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Angelika Happ
Angelika Happ
10/02/2024
Andreas antwortet sehr schnell auf meine Fragen zurück😊👍
Sabine Hunziker
Sabine Hunziker
03/02/2024
Ich habe mir das E-Book bestellt, da ich mit Ängsten in einer depressiven Krise konfrontiert war. Viele Informationen waren hilfreich. Vor allem auch der Abschnitt mit "Antidepressiva langsam und sicher reduzieren",da ich selber mit starken Reduktionssymptomen zu kämpfen hatte.
Veronika Draheim
Veronika Draheim
25/01/2024
Hallo, ich fand die Seite sehr gut geschrieben. Wollte eine Email schreiben, aber die angegebene Adresse wurde nicht gefunden. Bitte um die richtige E-Mail Adresse. Danke im voraus
Giuseppe Serra
Giuseppe Serra
24/01/2024
Zum Glück gibt es Menschen wie Andreas. Ich konnte mit ihm über meine Ängste schreiben (er meldet sich schnell zurück auch bei Fragen zu CBD :-) ). Andreas kann (zumindest bei mir) jemanden beruhigen in gewissen akuten Phasen, wenn alles so aussichtslos aussieht. Vielen Dank Andreas! Viele Erfolg euch allen :)
Heinz Horst
Heinz Horst
12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
diese Seite hat mir sehr sehr viel geholfen!
Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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