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November 24, 2022

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Angst und Unruhe können lästig sein, besonders wenn sie einen den ganzen Tag über begleiten. Erfahre hier, wie du sie loswerden kannst.

Ängste sind zunächst einmal etwas ganz normales. Aber wenn die Angst und Unruhe nicht mehr verschwindet, ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen. In diesem Artikel erfährst du, wie Stress, Angst und Unruhe im Körper entstehen und vor allem, welche Maßnahmen du ergreifen könntest, damit wieder mehr Ruhe und Wohlbefinden bei dir einkehrt.

Fühlst du dich den ganzen Tag über ängstlich und unruhig? Das kann unterschiedliche Beweggründe haben. Stehen die Angstgefühle im Vordergrund oder leidest du gar unter Panikattacken, könntest du sogar an einer Angststörung leiden, die du ärztlich abklären solltest. Tatsächlich sind Angsterkrankungen gar nicht so selten. Experten schätzen, dass zwischen 10 und 14 Prozent aller Deutschen an Angststörungen oder Panikstörungen leiden.

Wenn die Stressreaktion außer Kontrolle gerät

Unser Körper ist mit angeborenen Werkzeugen ausgestattet, die uns schützen sollen. Eine der bekanntesten (und wichtigsten) ist die Kampf- oder Fluchtreaktion. Dieses Reaktionssystem sendet Signale an den Körper und das Gehirn, wenn eine Gefahr wahrgenommen wird. Wenn wir zum Beispiel in der Wildnis einem Raubtier begegnen, würde die Kampf- oder Fluchtreaktion des Körpers in Aktion treten, die Gefahr signalisieren und es einer Person erleichtern, wegzulaufen, ohne darüber nachdenken zu müssen, was zu tun ist.

Leider neigt das Kampf- oder Fluchtsystem dazu, aus dem Ruder zu laufen (bei manchen häufiger als bei anderen), was zu Angst und dem damit verbundenen Symptom der inneren Unruhe bis hin zu einer Panikattacke führen kann.

Wie Angst zu ständiger Unruhe führt

Unruhe ist eines der häufigsten Symptome von Angstzuständen. Unruhe ist, wenn es schwierig ist, still zu sitzen, sich auszuruhen oder zu entspannen. Unruhe kann dazu führen, dass man sich müde fühlt, Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, oder das Gefühl hat, dass der Verstand "leer" wird. Häufig äußert sie sich auch in Form von Anspannung oder Agitiertheit. Unruhe kann die Fähigkeit einer Person beeinträchtigen, zu schlafen, bei der Arbeit und/oder in der Schule richtig zu funktionieren und das allgemeine Wohlbefinden zu beeinträchtigen.

Unruhe ist wie viele andere Angstsymptome eine direkte Folge der Aktivierung der Kampf- oder Fluchtreaktion. Wenn eine Person in den Kampf- oder Fluchtmodus geht, erhält ihr Körper einen Adrenalinschub, eine Reaktion auf Stress.

Ein fehlerhaftes System

Bei manchen Menschen kann das Kampf- oder Fluchtsystem fehlerhaft sein. Manchmal wird die Kampf- oder Fluchtreaktion falsch ausgelöst oder aktiviert, obwohl keine wirkliche Gefahr besteht. Das passiert oft bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Trauma erlitten oder lange Zeit unter starkem Stress gestanden haben (bei manchen Menschen kann die Angst auch genetisch bedingt sein oder keine leicht erkennbare Ursache haben).

Dieses Trauma oder Zeiten erhöhten Stresses führen dazu, dass der Körper auf den Kampf- oder Fluchtmodus konditioniert wird - und die Stressreaktion im Grunde auf "dauerhaft an" steht.

Das bedeutet, dass das Nervensystem auch in alltäglichen Situationen auf Hochtouren laufen kann. Und weil es keine wirkliche Gefahr gibt (und somit nichts, wovor man weglaufen oder sich schützen muss), kann das Adrenalin, das den Körper durchflutet, nirgendwo hin oder verbraucht werden. Dieses unnötige Adrenalin kann zu körperlichem Unwohlsein und Unruhegefühlen führen.

Angststörungen und Panikstörungen

Nicht immer steckt hinter dem Phänomen Angst und Unruhe eine psychische Störung. Wenn es allerdings keinen driftigen Grund oder Auslöser für die Angst, Sorgen, Unruhe und Nervosität gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du an einer psychischen Erkrankung leidest. Die folgenden Erkrankungen sind am häufigsten.

Die generalisierte Angststörung

Die Generalisierte Angststörung ist ein Zustand übermäßiger Sorge über alltägliche Probleme und Situationen. Sie hält länger als 6 Monate an. Zusätzlich zu den Ängsten kannst du auch Unruhe, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, erhöhte Muskelspannung und Schlafstörungen verspüren (1).

Panikattacken

Eine Panikattacke ist ein Gefühl der plötzlichen und intensiven Angst. Panikanfälle können auch körperliche Symptome haben. Zu diesen Symptomen zählen u.a.:

  • Zittern,
  • Orientierungslosigkeit,
  • Übelkeit,
  • schneller, unregelmäßiger Herzschlag (Herzrasen),
  • trockener Mund,
  • Atemnot,
  • Schwitzen (Schweißausbruch)
  • und Schwindel. Die Symptome einer Panikattacke sind nicht gefährlich, können aber sehr beängstigend sein (2).
Lesetipp: Panikattacken-Symptome den ganzen Tag, was tun?

Panikstörungen

Eine Panikstörung ist eine Angststörung, bei der du regelmäßig plötzliche Panik- oder Angstanfälle hast. Jeder Mensch erlebt zu bestimmten Zeiten Gefühle von Angst und Panik. Das ist eine natürliche Reaktion auf stressige oder gefährliche Situationen (3).

Hilfe bei einer Angsterkrankung

Es gibt einige Behandlungsmöglichkeiten, welche dir dein Arzt erläutern kann. Am häufigsten kommen in der heutigen Medizin Psychotherapie und eine medikamentöse Behandlung zum Einsatz, oder eine Kombination der beiden. Doch für manche reichen auch die untenstehenden Tipps bereits aus, um ihre Angst und Unruhe zu besiegen. Wie immer gibt es also mehrere Wege, die hier zum Ziel führen können. Daher informiere dich und schaue, was zu dir und deiner Situation am besten passt, um den Teufelskreis aus Angst und Unruhe zu durchbrechen.

Andere Ursachen für angstbedingte Unruhe

Adrenalin ist nicht die einzige Ursache für Unruhe. Unruhe kann auch durch die Gedanken einer Person ausgelöst werden. Das sind oft Gedanken, dass man etwas ändern muss, oder Gedanken, dass etwas im Leben nicht stimmt. Das kann zu einer Art geistiger Unruhe führen, die es schwer macht, sich zu entspannen.

Tipps: wie man ständige Unruhe behandelt

Für diejenigen, die aufgrund von Ängsten unruhig sind, gibt es Strategien, die ihnen helfen, mit ihren Beschwerden umzugehen. Eine der schnellsten Möglichkeiten, das Adrenalin abzubauen, ist, sich zu bewegen und es zu verbrennen. Geh joggen. Mach ein paar Hampelmänner; das wird das überschüssige Adrenalin verbrennen.

Andere Dinge, die bei Unruhe und Angstzuständen im Allgemeinen hilfreich sein können, sind:

  1. Meditation - Meditation kann helfen, den Geist zur Ruhe zu bringen, eine Person zu beruhigen und zu erden, und bietet die Möglichkeit, die eigenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen achtsam (bewusst) wahrzunehmen. Diese Achtsamkeitspraxis kann helfen, Unruhe zu bewältigen und insgesamt weniger anfällig für Unruhe zu werden.
  2. Atemübungen - Es gibt viele verschiedene Atemübungen, die für Betroffene mit Angst und Unruhe empfohlen werden. Zu den beliebtesten gehören die Tiefenatmung, das Zählen der Atemzüge und die Meditationsatmung.
  3. Visualisierung - Visualisierung ist ein hervorragendes Mittel gegen Angst und Unruhe. Bei der Visualisierung stellt man sich eine friedliche, ruhige und sichere Umgebung vor. Sich gedanklich an diesen Ort zu versetzen, lenkt ab und sorgt dafür, dass Körper und Geist zur Ruhe kommen.
  4. Progressive Muskelentspannung - Es wird angenommen, dass progressive Muskelentspannung bei Angst und Unruhe hilft, da Muskelverspannungen eine körpereigene Reaktion auf Stress sind. Es gibt viele verschiedene Praktiken der progressiven Muskelentspannung, aber sie alle zielen darauf ab, dass eine Person ihre Muskeln systematisch entspannt (eine Muskelgruppe nach der anderen).
  5. Bewegung - Bewegung ist Teil eines gesunden Lebensstils und ein empfohlener Ansatz, um viele psychische Probleme zu bewältigen. Bei angstbedingter Unruhe (und bei Menschen, die sich ständig im Kampf- oder Fluchtmodus befinden) kann tägliche Bewegung eine effektive Energiefreisetzung bewirken und einen besseren Schlaf fördern.
  6. CBD-Öl: CBD steht für Cannabidiol, das ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der unterer anderem angstlösend und beruhigend wirkt. Nach aktueller Studienlage profitiert der Großteil aller Erwachsenen, die unter Ängsten und Unruhe leiden, von einer Einnahme von CBD-Öl. Es hat außerdem stimmungsaufhellende Eigenschaften, so dass es auch Menschen mit Depressionen helfen kann.
  7. Hol dir Hilfe: Falls du das Gefühl hast, dass du es alleine nicht schaffst, deine Symptome in den Griff zu bekommen, kannst du dich an einen Arzt oder einen Psychotherapeuten wenden.

Generell geht es darum, zu lernen, wie du deine Angst in den Griff bekommst, damit sie dein Leben nicht beherrscht. Angst ist behandelbar, und damit auch die angstbedingte Unruhe. Ob durch Therapie, Medikamente oder Selbsthilfe, es gibt Möglichkeiten, deine Angstsymptome zu verringern und dich im Alltag wohler zu fühlen.

Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen Termin mit mir ausmachen, in dem wir unsere Erfahrungen austauschen können.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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