13 Homöopathische Beruhigungsmittel für Kinder und Erwachsene
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13 Homöopathische Beruhigungsmittel -
für Kinder und Erwachsene

Homöopathie zählt zu der komplementären Medizin. Sie wird als alternative und natürliche Behandlung für unterschiedlichste Gesundheitsprobleme angewandt.

Hierzu zählen auch Unruhe, Nervosität und Angst. Es gibt einige homöopathische Mittel, die als Beruhigungsmittel gegen Angstzustände und innere Unruhe eingesetzt werden können, z.B.:

  1. Lycopodium
  2. Pulsatilla
  3. Aconitum

Diese homöopathischen Beruhigungsmittel, meist in Form von Globulis, kommen nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Haustieren, z.B. bei Hunden, zum Einsatz. Man kann sie auch sehr gut als homöopathisches Schlafmittel einsetzen.

Die Forschung hat bereits einige Anstrengungen unternommen, um zu untersuchen, ob und inwiefern die Homöopathie zur Beruhigung und Entspannung wirksam ist. Die Homöopathie wird bereits seit über zwei Jahrhunderten von vielen Menschen angewandt, die darauf schwören würden, dass sie wirkt.

Man muss jedoch sagen, dass viele Berichte oder Studien über die Wirksamkeit von Homöopathie entweder fehlerhaft, unwissenschaftlich oder voreingenommen sind. Aus diesem Grund ist und bleibt die Homöopathie eine alternative Methode abseits der Mainstream-Schulmedizin.

Man muss jedoch sagen, dass die Homöopathie einige große Vorteile hat. Hierzu zählt sicherlich der Placebo-Effekt, den ja selbst die Wissenschaft nicht leugnen kann. Nicht weniger bedeutend: Homöopathie ist sicher in der Anwendung und absolut nebenwirkungsfrei.

Was ist Homöopathie?

Homöopathische Globuli in Fläschchen

Die Homöopathische Lehre wurde Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. Sie basiert auf dem Prinzip:

Heile Gleiches mit Gleichem.

Oder anders formuliert:

Wenn etwas eine Erkrankung verursachen kann, kann es die gleiche Krankheit auch wieder heilen.

Gewisse Substanzen werden dazu in mehreren Schritten mit Wasser verdünnt, man sagt hierzu auch „potenziert“. Einige dieser Substanzen sind sogar giftig. Sie werden teilweise so stark verdünnt (Hochpotenzen), dass unter dem Mikroskop betrachtet gar keine bzw. fast keine Spuren dieses Stoffes nachweisbar sind.

Diese Methode soll die heilenden Eigenschaften (Informationen) der Substanzen extrahieren, um sie dann zur Heilung nutzen zu können.

Homöopathische Mittel gegen innere Unruhe, Stress, Angst und  Panikattacken

Fläschchen mit Globuli

Falls du unter Stress, innerer Unruhe, Angstzuständen oder sogar Panikattacken leidest, findest Du hier einige Mittel (manche davon Schüssler-Salze), die von homöopathisch arbeitenden Ärzten und Heilpraktikern empfohlen werden.

Kurzübersicht: alle homöopathischen Mittel in der Vergleichstabelle

Mittel

Kriterien

Kaufen

1. Aconitum

  • bei starken plötzlich einsetzenden Ängsten oder Panikattacken

2. Argentum nitricum

  • bei Unsicherheit und mangelndem Selbstbewusstsein
  • bei Klaustrophobie, Hypochondrie und Höhenangst
  • bei Verdauungsproblemen und Heißhunger auf Süßes

3. Arsenicum album

  • bei Einsamkeit
  • bei Angst vor Dunkelheit
  • wenn man sich nicht nie gut genug für etwas fühlt
  • wenn man schlecht mit Kritik umgehen kann

4. Calcarea carbonica

  • für Menschen, die Kontrolle lieben und Routine benötigen
  • wenn man nicht gut mit Unvorgesehenen oder unplanmäßigen Dingen umgehen kann

5. Gelsemium

  • bei Schüchternheit und Unsicherheit
  • für Menschen, die ungern im Mittelpunkt stehen
  • bei Platzangst
  • für Menschen, die sich in die Einsamkeit zurückziehen

6. Ignatia

  • bei Verlustängsten und starken Stimmungsschwankungen

7. Kalium arsenicosum

  • bei Hypochondrie (starke Angst vor Erkrankungen)
  • bei Angst vorm Sterben und vor dem Tod
  • bei exzessiver Körperpflege und/oder Gesundheitsvorsorge

8. Kalium phosphoricum

  • bei schneller Überforderung und Anfälligkeit für Stress
  • bei Neigung zu psychosomatischen körperlichen Beschwerden

9. Lycopodium

  • bei mangelndem Selbstbewusstsein
  • bei Angst, im Mittelpunkt zu stehen
  • bei Neigung zum viel/laut/schnellem Redem

10. Phosphorus

  • bei geselligen Leuten, die viel Anerkennung von anderen benötigen
  • wenn man häufig zerstreute Gedanken hat und sich schlecht konzentrieren kann

11. Pulsatilla

  • bei kindlicher Ängstlichkeit
  • wenn man unselbständig ist und viel Anleitung durch andere benötigt

12. Silica

  • bei Angst vor neuen Dingen
  • bei Angst, im Mittelpunkt zu stehen

13. Stramonium

  • bei Albträumen und düsteren Gedanken in der Nacht
  • bei Angst vor Monstern oder mysteriösen Figuren


1. Aconitum

Homöopathiker empfehlen Aconitum bei starken plötzlich einsetzenden Ängsten oder Panikattacken. Diese gehen meistens mit trockener Haut, trockenem Mund (manchmal aber auch mit Schweißausbrüchen), Zittrigkeit und Herzrasen einher. Die Ursachen liegen oftmals, aber nicht immer, in vergangenen Traumata.

2. Argentum nitricum

Argentum nitricum ist empfehlenswert, die aufgrund ihrer Unsicherheit und mangelndem Selbstbewusstsein zu Ängsten neigen. Hierzu zählen auch Klaustrophobie, Hypochondrie, Höhenangst oder unbegründete Angst vor Kleinigkeiten im Alltag. Solche Ängste werden in vielen Fällen von Verdauungsproblemen (z.B. Reizdarm, Durchfall), gelegentlich auch von Heißhunger auf Süßes begleitet.

3. Arsenicum album

Arsenicum album ist angebracht bei Menschen, die sich einsam fühlen, Angst vor Dunkelheit haben oder sich nie gut genug für etwas fühlen. Solche Menschen versuchen typischerweise, ihre Angst dadurch zu verringern, indem sie sich der Kritik von anderen Menschen entziehen, da sie schlecht mit Kritik umgehen können. Sie fühlen sich außerdem oft kalt und neigen zum Frieren.

4. Calcarea carbonica

Dieses Mittel passt zu den Menschen, die auch von Arsenicum profitieren. Menschen, die Kontrolle lieben und Routine benötigen, um sich sicher zu fühlen. Die Ängste von solchen Menschen steigen typischerweise, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert oder wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Sie haben Probleme damit, die Dinge einfach so zu nehmen, wie sie geschehen.

5. Gelsemium

Gelsemium ist für Menschen, die sich unzulänglich bzw. unvollkommen fühlen. Solche Menschen sind oft sehr schüchtern und unsicher. Sie leiden oft unter Platzangst, meiden Menschenmengen und fürchten noch mehr das Sprechen vor Menschen. Sie neigen zum Rückzug in die Einsamkeit und vermeiden großen Druck durch andere Menschen.

6. Ignatia

Homöopathen empfehlen Ignatia bei Menschen, die unter Verlustängsten leiden. Diese Menschen, die in diese Kategorie fallen, neigen meist zu starken Stimmungsschwankungen – vom Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt. Auch bei Depression ist Ignatia eine gute Wahl.

7. Kalium arsenicosum

Dieses Mitte ist für Menschen, welche Angst vor körperlichen Erkrankungen haben. Dies äußert sich unter Hypochondrie, exzessiver Körperpflege und gelegentlich sogar in der Angst vor Herzinfarkten. Solche Menschen, deren Ängste sich um ihren Körper und ihre Gesundheit drehen, haben oft rasende Gedanken und finden deshalb nur schwierig in den Schlaf. Auch Angst vor dem Sterben oder Angst vor dem Tod spielt bei Ihnen eine große Rolle. Sie fühlen sich eher kalt (neigen also zum Frieren) und sind anfällig für Panikattacken.

8. Kalium phosphoricum

Kalium phosphoricum ist gut geeignet für Menschen, die schnell überfordert und anfällig für Stress sind. Die Ängste kommen oft, wenn sie zu viel um die Ohren haben oder wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen können. Dies äußert sich nicht selten auch in körperlichen (psychosomatischen) Beschwerden.

9. Lycopodium

Ganz ähnlich wie Gelsemium ist Lycopodium sehr gut geeignet bei Menschen, die an mangelndem Selbstbewusstsein oder Selbstzweifeln leiden. Sie haben große Angst, in der Öffentlichkeit oder im Mittelpunkt zu stehen und vor anderen Leuten zu sprechen, können diese Angst aber meist sehr gut verbergen. Einige kompensieren ihre Angst sogar damit, dass sie zu viel, zu schnell und/oder zu laut sprechen.

10. Phosphorus

Homöopathischer Phosphor ist eine gute Wahl für gesellige Leute, die dennoch unter Ängsten leiden. Wenn diese Menschen ängstlich oder verärgert sind, sind ihre Gedanken zerstreut und sie bekommen Probleme, sich zu konzentrieren und ihre Arbeit zu erledigen. Sie benötigen ganz stark die Anerkennung durch andere Leute, manchmal auch durch Liebschaften.

11. Pulsatilla

Pulsatilla ist für Menschen, die eher zu kindlicher Ängstlichkeit neigen. Sie sind sehr uneigenständig und benötigen – wie kleine Kinder – oftmals viel Unterstützung und Anleitung durch andere, um sich besser zu fühlen.

12. Silica

Silica ist – ganz ähnlich wie Gelsemium und auch Lycopodium – für Menschen, die Angst vor neuen Dingen haben, ungern im Mittelpunkt stehen und Angst haben, Reden vor anderen Menschen zu halten.

13. Stramonium

Stramonium ist das Mittel der Wahl bei Albträumen oder bei düsteren Gedanken in der Nacht. Solche Menschen haben oft Angst vor der Dunkelheit, Angst alleine zu sein und leiden auch unter eher kindlichen Ängsten wie vor Monstern oder sonstigen mysteriösen Figuren. Ihre Vorstellungskraft und Phantasie beflügelt leider ihre Ängste.

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Studien zu homöopathischen Beruhgiungsmitteln

Gute Studien, die eine Wirksamkeit der Homöopathie im Allgemeinen stützen, sind rar gesät. Dies trifft auch auf die Studienlage bezüglich homöopathischer Beruhigungsmittel zu.

Die Homöopathie ist in der Medizin schwierig zu erforschen. Auch wenn sie zu wirken scheint, spielt der Placebo Effekt eine sehr große Rolle. Wobei man sagen muss, dass das Vorhandensein des Placebo Effekts nicht bedeutet, dass die Symptome nicht schwerwiegend oder gar nur eingebildet waren. Vielmehr unterstreicht der Placebo Effekt die enorme Bedeutung, die unser Geist und unsere Gedanken für unsere Gesundheit haben.

Es gibt jedoch tatsächlich einige Studien, die auf eine Wirksamkeit der Homöopathie gegen Ängste hindeuten. Eine 2012 im Homeopathy Journal veröffentlichte Studie konnte eine angstlösende Wirkung von Pulsatilla feststellen – allerdings bei Mäusen. Die Wirksamkeit war sogar genauso starke wie die von angstlösenden Medikamenten.

Es war letztlich aber doch nur eine Studie an Tieren, die in einem Pro-Homöopathie-Journal veröffentlicht wurde. Man kann hier natürlich die Unvoreingenommenheit in Frage stellen.

Es gibt andererseits auch Studien (wie beispielsweise ein 2012 durchgeführte Studie an Menschen), welche eine Unwirksamkeit von homöopathischen Mittel bei Unruhe und Ängsten feststellte.

Dies trifft insbesondere für schwerwiegendere Angststörungen zu. Man kann aber sagen: es sind unbedingt noch mehr und  vor allem qualitativ hochwertigere Studien zu dem ganzen Thema notwendig.

Zuletzt noch eine Warnung der WHO, der World Health Organization: die WHO warnt davor, lediglich Homöopathie bei schwerwiegenden Erkrankungen einzusetzen. Homöopathie sollte die Schulmedizin nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzend dazu eingesetzt werden.

Doch nicht alle Formen der Angst sind so schwerwiegend. Bei leichten Ängsten oder innerer Unruhe kann die Homöopathie eine sanfte und gleichermaßen wirksame Methode sein.

Kann es durch Homöopathie zu Nebenwirkungen kommen?

Wenn die homöopathische Potenz eines Mittels korrekt hergestellt wird, sollten in dem Mittel keine – bzw. bei Niedrigpotenzen fast keine - Moleküle der ursprünglichen Substanz mehr enthalten sein.

Selbst wenn die Ausgangssubstanz giftige Stoffe enthält, sind sie hierdurch so stark verdünnt, dass ihre Einnahme komplett unbedenklich ist.

Es gibt viele Firmen, die homöopathische Mittel herstellen. Wir raten Dir, homöopathische Mittel nur von bekannten Firmen zu kaufen, denen Du vertraust oder die einen guten Ruf haben.

Denn aufgrund der Giftigkeit einiger Substanzen ist es natürlich ungeheuer wichtig, dass die Verdünnung auf korrekte Weise geschieht. Bei ungenügender Verdünnung kann es natürlich zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen, wie das 2009 in diesem Fall geschehen ist.

Deswegen bist Du gut damit beraten, auf Produkte von renommierten Herstellern zurückzugreifen.

Andere natürliche Therapien bei Unruhe, Nervosität und Ängsten

Neben der Homöopathie gibt es noch einige andere natürliche Mittel, die deine Ängste oder sogar Panikattacken lindern können. Für einige dieser Mittel ist die Studienlage zudem deutlich besser als die Studienlage zur Homöopathie

  1. CBD-Öl: Cannabidiol in Form von CBD-Öl ist das stärkste aller pflanzlichen Beruhigungsmittel, wie bereits in vielen Studien belegt werden konnte. Man konnte sogar den Wirkmechanismus, bei dem das Endocannabinoide System eine große Rolle spielt, entschlüsseln. CBD wird aus der Hanf-Pflanze extrahiert, enthält aber kein high machendes TCH und somit legal und frei verkäuflich.

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  2. Vitamine: Regelmäßig eingenommen, können die Vitamine A, C, D, E und die B-Vitamine Ängste und innere Unruhe lindern.
  3. Mineralien: Mineralien, insbesondere Magnesium, können ebenfalls sehr entspannend wirken, wie diese Studie von 2015 (2015 study) zeigen konnte.
  4. Andere Supplemente: Omega-3-Fettsäuren, bestimmte Aminosäuren oder Neurotransmitter-Vorstufen wie beispielsweise 5-HPT (Vorstufe von Serotonin) wirken stimmungsstabiliserend.
  5. Phytotherapie: Insbesondere zu Zitronenmelisse, Bacopa und Passionsblume gibt es einige Studien, die auf eine beruhigende Wirkung dieser Pflanzen hindeuten.
  6. Meditation und Entspannungsübungen: das Erlernen von Achtsamkeit und Entspannungsübungen ist sehr ratsam. Es gibt viele Studien, die den Erfolg solcher Strategien belegen konnten.

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Fazit

Homöopathie ist eine sichere Alternative, die es sich lohnt bei Nervosität, innerer Unruhe, Ängsten oder gar Panikattacken mal auszuprobieren. Sie ist quasi nebenwirkungsfrei und die Chancen, dass zumindest kleinere Angstzustände verbessert werden, ist groß. Die Beruhigungsmittel in Globuliform sind daher nicht nur gut für Erwachsene, sondern insbesondere auch für Kinder oder für Haustiere wie z.B. für Hunde, Katzen oder auch für Pferde geeignet.

Homöopathische Beruhigungsmittel werden von vielen Menschen bereits seit langer Zeit zur Beruhigung eingesetzt. Da die Studienlage sehr gemischt ist, wird die Homöopathie jedoch von den meisten Ärzten nicht angewandt.

Falls Sie Dir helfen, könnte es einfach am Placebo Effekt liegen. Aber die Hauptsache ist doch, dass sie wirkt und nicht warum.

Ganz nach dem Motto

Wer heilt, hat Recht

tust Du in diesem Falle also gut daran, weiter auf Homöopathie zu setzen.

Falls du jedoch unter starken Angststörungen leidest, solltest Du diese unbedingt auch anderweitig behandeln, z.B. in Form einer Psychotherapie.

Auch wenn die Homöopathie bei Dir keine Wirkung zeigen sollte, ist es empfehlenswert einen Arzt oder Psychiater aufzusuchen.


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