Bei vielen Ängste und vor allem Phobien kommt die Konfrontationstherapie zum Einsatz. Doch wie funktioniert das genau und wie effektiv ist d

Die Konfrontationstherapie, auch Expositionstherapie oder Konfrontationstraining genannt, ist eine Therapieform, die Menschen in angstauslösenden Situationen hilft, so dass diese ihre Lebensfreude wieder erlangen können. Durch die Konfrontation lernen die Patienten also, Dinge oder Aktivitäten zu bewältigen, die Angst oder Furcht auslösen. Sie wird von Therapeuten und Psychologen eingesetzt, um Krankheiten wie posttraumatische Belastungsstörung (PSBS) und Phobien zu behandeln.

Menschen neigen dazu, Dinge und Situationen zu vermeiden, vor denen sie Angst haben. Laut der American Psychological Association besteht die Idee hinter der Konfrontationstherapie darin, dass das Aussetzen von angstauslösenden Reizen, die Angst verursachen, in einer sicheren Umgebung dazu beiträgt, die Vermeidung zu verringern und die Angst zu überwinden.

In diesem Artikel erfährst du alles,

  • was du über die Methoden der Konfrontationstherapie wissen musst,
  • z. B. was mit ihr behandelt wird,
  • wie sie funktioniert
  • und was die Forschung über ihre Wirksamkeit sagt.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Was genau ist die Konfrontationstherapie?

Die Konfrontationstherapie ist laut Definition eine Technik, die von Therapeuten eingesetzt wird, um Menschen dabei zu helfen, Ängste und Befürchtungen zu überwinden, indem sie das Muster von Angst und Vermeidung durchbrechen. Sie funktioniert, indem du dich in einer sicheren Umgebung einem Reiz bis hin zu einer Reizüberflutung aussetzt, der Angst auslöst.

Ein Patient mit sozialen Ängsten vermeidet es zum Beispiel, in überfüllte Räume wie U-Bahnen oder auf Partys zu gehen. Bei der Konfrontationstherapie setzt ein Therapeut die Person diesen sozialen Umgebungen aus, damit sie sich dort wohl fühlt.

Man geht davon aus, dass die Behandlungsmethode der Konfrontationstherapie, die oft im Rahmen einer Psychotherapie zum Einsatz kommt, vor allem auf vier Arten helfen kann:

  1. Emotionale Verarbeitung. Die Konfrontationstherapie hilft dir, realistische Glaubenssätze über einen gefürchteten Reiz zu entwickeln.
  2. Extinktion. Die Konfrontationstherapie kann dir helfen, negative Assoziationen mit einem gefürchteten Objekt oder einer Situation zu verlernen.
  3. Gewöhnung. Die wiederholte Exposition gegenüber einem gefürchteten Reiz hilft dir, deine Reaktionen darauf zu verringern.
  4. Selbstwirksamkeit. Die Konfrontationstherapie zeigt dir, dass du in der Lage bist, deine Angstsymptome zu überwinden und mit deiner Angst umzugehen.

Gibt es verschiedene Arten von Konfrontationstherapie ?

Nach Angaben der American Psychological Association gibt es folgende mögliche Varianten der Konfrontationstherapie :

  • In-vivo-Exposition. Dabei wirst du mit deiner Angst bzw. deinen Angstauslösern im echten Leben konfrontiert. Zum Beispiel kann jemand mit Arachnophobie eine Reizkonfrontation mit einer Spinne haben.
  • Imaginäre Exposition. Eine Sache oder Situation wird sich lebhaft vorgestellt. Jemand, der Angst vor Vögeln hat, kann sich zum Beispiel vorstellen, an einem Strand voller Möwen zu sein.
  • Virtual-Reality-Exposition. Die Technologie der virtuellen Realität kann in Situationen eingesetzt werden, in denen es schwierig ist, eine Intervention mit der Angst in der Realität zu haben. Zum Beispiel kann jemand mit Flugangst einen Flugsimulator benutzen.
  • Interozeptive Exposition. Diese Art der Exposition löst eine körperliche Empfindung aus, um zu zeigen, dass sie harmlos ist, auch wenn sie gefürchtet ist. Jemand, der Angst vor Schwindelgefühlen hat, weil er denkt, dass sie einen Schlaganfall bedeuten, kann zum Beispiel angewiesen werden, schnell aufzustehen.

Welche Krankheiten können mit Konfrontationsverfahren behandelt werden?

Die Vorgehensweise der Konfrontationstherapie wird zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt, z. B. bei folgenden Erkrankungen:

Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Die üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind meist Antidepressiva und/oder Benzodiazepine.Diese wirken jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle und haben zudem oft unerwünschte Nebenwirkungen.Ich möchte Dir darüber berichten, wie mir CBD – meiner Meinung nach das beste pflanzliche Mittel gegen Angst, sehr gut gegen meine Angststörung, Panikattacken und Depression geholfen hat. Weiterer Vorteil: CBD-Öl ist nicht nur pflanzlich, sondern natürlich und rezeptfrei.

Weiterlesen

Wie funktioniert das Verfahren der Konfrontationstherapie bei Angststörungen und Co?

Die Techniken, die beim Psychotherapeuten während der Konfrontationstherapie angewendet werden, hängen von der jeweiligen Erkrankung ab.

So könnte das Vorgehen beispielhaft aussehen:

  1. Sobald die Ursache bzw. das Kernmerkmal deiner Angst oder Beklemmung festgestellt wurde, setzt dich dein Psychotherapeut oder Psychologe zunächst dem gefürchteten Reiz aus.
  2. Oft wird ein abgestufter Ansatz gewählt, bei dem du zunächst einem wenig gefürchteten Reiz oder einer milden Version des Reizes ausgesetzt wirst.
  3. Mit der Zeit wird dich dein Therapeut in einer sicheren Umgebung immer mehr gefürchteten Reizen aussetzen.
  4. Die Anzahl der Sitzungen und die Dauer der Behandlung hängen von deinen Fortschritten ab.

Wenn du zum Beispiel Angst vor Mäusen hast, zeigt dir der Therapeut in der ersten Sitzung vielleicht Bilder von Mäusen. In der nächsten Sitzung bringt er vielleicht eine lebende Maus in einem Käfig mit. In der dritten Sitzung darfst du vielleicht eine Maus halten. Die Reize werden also Schritt für Schritt gesteigert.

Gibt es Forschungsergebnisse, die den Einsatz der Konfrontationstherapie unterstützen?

Die Wirksamkeit der Konfrontationstherapie im Bereich der Behandlung von Betroffenen mit Angststörungen, insbesondere bei der Behandlung von Panik und Phobien, wird durch umfangreiche Forschungsergebnisse gestützt.

Hier sind einige der wichtigsten Ergebnisse:

  1. Phobien. Eine kleine Forschungsübersicht aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die In-vivo-Exposition die wirksamste Behandlung für eine Vielzahl von Phobien zu sein scheint. Einige Studien berichteten, dass 80 bis 90 Prozent der Teilnehmer positiv auf die Behandlung reagierten.
  2. Angststörungen bei Kindern. Ein weiterer Forschungsbericht aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Konfrontationstherapie in 91 Prozent der erfolgreichen Behandlungen von Angststörungen bei Kindern eingesetzt wurde.
  3. Zwangsstörungen. Ein Forschungsbericht aus dem Jahr 2019 unterstützte den Einsatz der Konfrontationstherapie bei der Behandlung von Zwangsstörungen. Die Expositions- und Reaktionsprävention ist eine der ersten Behandlungsmethoden für Zwangsstörungen. Bei dieser Behandlung wird eine Person mit Zwangsstörung ihren Zwangsgedanken ausgesetzt und dazu gebracht, ihnen nicht nachzugehen.
  4. PTSD. Ein Forschungsbericht aus dem Jahr 2016 zeigt, dass die Konfrontationstherapie eine der am besten erforschten Behandlungen für PTBS ist. Die Richtlinien der Veterans Health Administration und des Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 2017 sowie die Richtlinien der American Psychological Association aus dem Jahr 2017 empfehlen nachdrücklich die Anwendung der verlängerten Expositionstherapie, der kognitiven Verarbeitungstherapie und der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie zur Behandlung von PTBS.
  5. Angststörungen bei älteren Erwachsenen. Eine 2017 durchgeführte Überprüfung von Studien ergab eine Verringerung der Angstzustände bei älteren Erwachsenen, wenn die Konfrontationstherapie in die Behandlung mit einbezogen wurde.
  6. Panikattacken. Eine kleine Studie aus dem Jahr 2018 ergab, dass eine von einem Therapeuten geleitete Konfrontationstherapie in drei Sitzungen Panikattacken in einer Gruppe von acht Personen wirksam behandelte. Bei sechs der Teilnehmer gingen die Symptome zurück, und bei vier von ihnen waren sie sogar komplett verschwunden.
  7. Soziale Ängste. Eine weitere kleine Studie aus dem Jahr 2019 ergab eine signifikante Verringerung der sozialen Ängste bei einer Gruppe von sechs Teilnehmern, die stottern. Die Verbesserungen blieben meist auch nach 6 Monaten bestehen.

Kann ich die Konfrontationstherapie gegen Angst auch an mir selbst durchführen?

Die Konfrontationstherapie wird normalerweise unter der Aufsicht eines Therapeuten oder einer anderen medizinischen Fachkraft, z.B. Psychiater, durchgeführt. Eine kleine Überprüfung von Studien aus dem Jahr 2018 ergab, dass eine von einem Therapeuten angeleitete Expositionstherapie bei der Behandlung von Zwangsstörungssymptomen wirksamer ist als eine selbst angeleitete Behandlung.

Risiken der Selbstbehandlung

Der unsachgemäße Versuch, eine Konfrontationstherapie ohne die Hilfe einer ausgebildeten Fachkraft durchzuführen, kann zu weiteren Traumata oder Ängsten führen. Du solltest nicht versuchen, eine schwere Erkrankung wie PTBS selbst zu behandeln.

Du kannst aber Aspekte der Konfrontationstherapie in dein tägliches Leben einbauen, um leichte Phobien zu überwinden.

Es ist eine natürliche menschliche Tendenz, Dinge und Situationen zu vermeiden, vor denen man Angst hat. Dich zu zwingen, deine Phobien zu erleben, kann dir helfen, aus deiner Komfortzone herauszutreten.

Wenn du zum Beispiel leichte soziale Ängste hast, kann es sein, dass du dich in der Nähe von Menschenmassen oder auf Partys unwohl fühlst. Du kannst versuchen, dich zu zwingen, Zeit an immer mehr überfüllten Orten zu verbringen.

Mein Fazit: bewährte Therapie bei Angststörung und Phobie

Die Konfrontationstherapie ist eine Methode, die Therapeuten anwenden, um dir zu helfen, deine Angst zu überwinden. Forschungen haben ergeben, dass die Expositionstherapie bei verschiedenen Arten von Angststörungen, einschließlich PTBS und Phobien, wirksam sein kann.

Am besten machst du eine Konfrontationstherapie unter der Aufsicht einer ausgebildeten Fachkraft.

CBD: eine Alternative

Während meiner persönlichen Leidenszeit, als ich noch selbst unter Depressionen und Angststörungen gelitten hatte, probierte ich viele pflanzliche Mittel aus, um von meinen Antidepressiva loszukommen. Ob Lasea (Lavendelöl), Johanniskraut, Baldrian oder homöopathische Mittel wie Neurexan - ich hatte schon alles probiert, bis ich schließlich auf CBD-Öl gestoßen bin, was bei mir letztlich den Durchbruch gebracht hatte.

Meinen Bericht, wie ich auf CBD gestoßen bin und wie es bei mir wirkte, kannst Du hier nachlesen.

Quellen


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Angelika Happ
Angelika Happ
10/02/2024
Andreas antwortet sehr schnell auf meine Fragen zurück😊👍
Sabine Hunziker
Sabine Hunziker
03/02/2024
Ich habe mir das E-Book bestellt, da ich mit Ängsten in einer depressiven Krise konfrontiert war. Viele Informationen waren hilfreich. Vor allem auch der Abschnitt mit "Antidepressiva langsam und sicher reduzieren",da ich selber mit starken Reduktionssymptomen zu kämpfen hatte.
Veronika Draheim
Veronika Draheim
25/01/2024
Hallo, ich fand die Seite sehr gut geschrieben. Wollte eine Email schreiben, aber die angegebene Adresse wurde nicht gefunden. Bitte um die richtige E-Mail Adresse. Danke im voraus
Giuseppe Serra
Giuseppe Serra
24/01/2024
Zum Glück gibt es Menschen wie Andreas. Ich konnte mit ihm über meine Ängste schreiben (er meldet sich schnell zurück auch bei Fragen zu CBD :-) ). Andreas kann (zumindest bei mir) jemanden beruhigen in gewissen akuten Phasen, wenn alles so aussichtslos aussieht. Vielen Dank Andreas! Viele Erfolg euch allen :)
Heinz Horst
Heinz Horst
12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
diese Seite hat mir sehr sehr viel geholfen!
Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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