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Lithium spielt eine wichtige Rolle bei der Therapie und Prävention von Manien. Doch es ist wegen möglicher Langzeitschäden nicht ganz ungefährlich...

Lithium ist ein Medikament, das medizinische Fachkräfte verschreiben, um manische Episoden bei Menschen mit bipolarer Störung zu verhindern und zu behandeln. Das Medikament hilft, die Stimmung einer Person zu stabilisieren und kann sowohl bei einer akuten Manie als auch zur Vorbeugung manisch-depressiver Zustände eingesetzt werden.

Zu den Markennamen für Lithium gehören Eskalith, Eskalith CR und Lithobid.

Lithium kann das Leben von Menschen mit einer bipolaren Störung verändern, aber es hat auch Nebenwirkungen, sowohl kurzfristige als auch langfristige in Form möglicher Langzeitschäden.

In diesem Artikel stellen wir einige der häufigsten kurz- und langfristigen Nebenwirkungen der Lithiumeinnahme vor.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Kurzfristige Auswirkungen der Lithiumtherapie

Eine mögliche Nebenwirkung der Lithiumeinnahme ist kognitive Abstumpfung.

Einem Artikel im International Journal of Bipolar Disorders zufolge haben 67-90% der Menschen, die Lithium einnehmen, mindestens eine Nebenwirkung des Medikaments.

Einige der Nebenwirkungen, die bei der ersten Einnahme von Lithium auftreten, verschwinden mit der Zeit. Ein Beispiel dafür ist die Übelkeit, von der etwa 10-20 % der Menschen in der Anfangsphase der Lithiumbehandlung betroffen sind.

Andere kurzfristige Nebenwirkungen, die bei der ersten Einnahme von Lithium auftreten können, sind

  • Durchfall und sonstige Störungen im Magen-Darm-Trakt
  • Zittern der Hände
  • Sexuelle Funktionsstörungen, wie z.B. verminderte Libido oder erektile Dysfunktion
  • Gewichtszunahme

Eine weitere mögliche Nebenwirkung ist die kognitive Verlangsamung des Patienten, d. h. eine Person fühlt sich nicht mehr so "frisch" oder wach wie früher. Manchmal kann ein Arzt nur schwer feststellen, ob eine Person depressiv ist oder unter kognitiver Verlangsamung aufgrund der Wirkung von Lithium leidet.

Bei Menschen, die den Wirkstoff Lithium einnehmen, müssen regelmäßig Blutuntersuchungen durchgeführt werden, da sich Lithium im Blut anreichern und in hohen Konzentrationen giftig werden kann. Laut der Packungsbeilage für Lithium kann bereits ein Blutserumspiegel von mehr als 1,5 Milliäquivalenten pro Liter (mEq/l) zu gesundheitlichen Problemen führen.

Frühe Nebenwirkungen von hohen Lithiumspiegeln sind unter anderem:

  • Durchfall
  • Muskelschwäche
  • schlechte Koordination
  • Erbrechen

Bei Personen, deren Lithiumspiegel höher als 2,0 mEq/l ist, können weitere Nebenwirkungen auftreten, wie z. B:

  • Verschwommenes Sehen
  • Schwindel
  • große Mengen an klarem, verdünntem Urin
  • Klingeln in den Ohren, Tinnitus genannt

Experten betrachten Lithiumwerte über 3,0 mEq/l als außergewöhnlich hoch. Diese Werte können zu Organversagen und sogar zum Tod führen.

Obwohl die oben genannten Symptome einen Eindruck davon vermitteln, was zu erwarten ist, ist es wichtig zu wissen, dass Nebenwirkungen bei unterschiedlichen Blutkonzentrationen auftreten können. So können manche Menschen schon bei Werten unter 2,0 mEq/l einen Tinnitus bekommen.

Es gibt derzeit keine Medikamente, die eine Lithiumüberdosierung behandeln können. Die Therapie besteht in der Regel darin, die Person zu überwachen, ihren Elektrolythaushalt zu korrigieren und eine Dialyse durchzuführen, um ihr Blut zu filtern.

Langfristige Auswirkungen und mögliche Langzeitschäden durch die Behandlung mit Lithium

Die besorgniserregendsten Nebenwirkungen bei langfristigem Lithiumkonsum sind Schilddrüsenunterfunktion und Nierenprobleme.

Laut einem Übersichtsartikel aus dem Jahr 2015 sind von diesen Nebenwirkungen vor allem Frauen unter 60 Jahren betroffen. Sie treten auch häufiger bei Menschen mit überdurchschnittlich hohen Lithiumkonzentrationen im Blut auf.

Nierenfunktionsstörung

Laut der Packungsbeilage für Lithium kann eine längere Einnahme dieses Medikaments die Fähigkeit der Nieren beeinträchtigen, den Urin zu konzentrieren. Diese Beeinträchtigung kann zu einem Zustand führen, der als nephrogener Diabetes insipidus (NDI) bezeichnet wird. Zu den Symptomen gehören extremer Durst und häufiges Wasserlassen.

NDI kann zu Dehydrierung und einem Anstieg des Lithiumspiegels im Blut führen. Diese Auswirkungen können sowohl für die Nieren als auch für den Rest des Körpers giftig sein.

Menschen, die Lithium einnehmen, müssen ihren Natriumspiegel und ihre Nierenfunktion regelmäßig überwachen lassen. Wenn diese Tests auch nur geringfügige Probleme mit den Nieren aufzeigen, kann der Arzt eine niedrigere Lithiumdosis verschreiben. Alternativ kann er auch ein anderes Medikament empfehlen.

Probleme mit der Schilddrüse

Eine Person mit einer Schilddrüsenunterfunktion kann unter Müdigkeit, Depressionen und Kälteunverträglichkeit leiden.

Eine Störung der Schild- und Nebenschilddrüsenfunktion ist ein weiteres Problem für Menschen, die Lithium einnehmen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse nicht genügend Hormone.

Dieser Zustand kann unter anderem folgende Symptome verursachen:

  • Depressionen
  • trockene Haut
  • Müdigkeit
  • Intoleranz gegenüber Kälte
  • Schwierigkeiten, schnell zu denken
  • Gewichtszunahme

Wer Lithium einnimmt, muss sich regelmäßig untersuchen lassen, um seine Schilddrüsenfunktion zu überwachen.

Hyperparathyreoidismus

Lithium kann nicht nur langfristige Schilddrüsenprobleme verursachen, sondern auch die Nebenschilddrüsen beeinträchtigen. Diese Drüsen sind vor allem für die Regulierung des Kalziumspiegels im Körper verantwortlich.

Hyperparathyreoidismus kann die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, Kalzium zu erkennen, was zu einer Hyperkalzämie führt, bei der der Kalziumspiegel einer Person zu hoch wird.

Hyperkalzämie kann zu weiteren Komplikationen wie Osteoporose und Herz-Kreislauf-Problemen führen.

Laut einem Artikel in der Fachzeitschrift Case Reports in Medicine ist die Wahrscheinlichkeit, dass Lithium-induzierter Hyperparathyreoidismus bei Frauen auftritt, viermal höher als bei Männern.

Auswirkungen der Lithiumsalze auf die Schwangerschaft

Eine Frau, die Lithiumsalze wie Lithiumcarbonat einnimmt und plant, schwanger zu werden, sollte mit ihrem Arzt sprechen. Die Einnahme von Lithium erhöht laut einer Studie das Risiko für eine Geburtsanomalie namens Ebstein-Anomalie. Diese besondere Geburtsanomalie betrifft die Trikuspidalklappe des Herzens.

Ärzte empfehlen normalerweise nicht, die Lithiumbehandlung während der Schwangerschaft abzubrechen. Stattdessen entscheiden sie sich dafür, den Lithiumspiegel der Frau sehr genau zu überwachen.

Außerdem empfehlen die Ärzte zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche eine Ultraschalluntersuchung des Herzens des Babys.

Da Lithium in die Muttermilch übergehen kann, raten Ärzte in der Regel davon ab, während der Einnahme dieses Medikaments zu stillen. Frauen können sich von ihrem Arzt oder ihrer Hebamme über alternative Stillmöglichkeiten beraten lassen.

Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Die üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind meist Antidepressiva und/oder Benzodiazepine.Diese wirken jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle und haben zudem oft unerwünschte Nebenwirkungen.Ich möchte Dir darüber berichten, wie mir CBD – meiner Meinung nach das beste pflanzliche Mittel gegen Angst, sehr gut gegen meine Angststörung, Panikattacken und Depression geholfen hat. Weiterer Vorteil: CBD-Öl ist nicht nur pflanzlich, sondern natürlich und rezeptfrei.

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Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Menschen sollten mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sprechen, wenn sie extrem viel Durst verspüren.

Studien zeigen: Damit Lithium am effektivsten wirkt, sollte es jeden Tag konsequent eingenommen werden. Wenn du eine Dosis auslässt, kann das die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen.

Bei folgenden Symptomen, die auf einen hohen Lithiumspiegel hindeuten, solltest du einen Notarzt aufsuchen:

  • Verwirrung
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Starker Anstieg des Dursts
  • starkes Zittern der Hände
  • Schwere Übelkeit und Erbrechen
  • Veränderungen des Sehvermögens

Zusammenfassung

Lithium muss für eine gute Wirksamkeit regelmäßig eingenommen werden. Nebenwirkungen sind jedoch ein häufiger Grund, warum Menschen Lithium nicht gemäß den Empfehlungen ihres Arztes einnehmen.

Ein erhöhter Lithiumspiegel kann zu einer Reihe von unangenehmen Symptomen führen. Sie können auch zu schweren gesundheitlichen Komplikationen und sogar zum Tod führen.

Wenn eine Person während der Einnahme von Lithium beunruhigende Symptome verspürt, sollte sie mit ihrem Arzt sprechen. Ein Arzt kann oft Wege empfehlen, die Nebenwirkungen der Lithiumbehandlung zu verringern, ohne die Behandlung abzubrechen.

Quellen


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Angelika Happ
Angelika Happ
10/02/2024
Andreas antwortet sehr schnell auf meine Fragen zurück😊👍
Sabine Hunziker
Sabine Hunziker
03/02/2024
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Veronika Draheim
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Hallo, ich fand die Seite sehr gut geschrieben. Wollte eine Email schreiben, aber die angegebene Adresse wurde nicht gefunden. Bitte um die richtige E-Mail Adresse. Danke im voraus
Giuseppe Serra
Giuseppe Serra
24/01/2024
Zum Glück gibt es Menschen wie Andreas. Ich konnte mit ihm über meine Ängste schreiben (er meldet sich schnell zurück auch bei Fragen zu CBD :-) ). Andreas kann (zumindest bei mir) jemanden beruhigen in gewissen akuten Phasen, wenn alles so aussichtslos aussieht. Vielen Dank Andreas! Viele Erfolg euch allen :)
Heinz Horst
Heinz Horst
12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
diese Seite hat mir sehr sehr viel geholfen!
Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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