Ich hatte das beruhigende und schlaffördernde Antidepressivum Mirtazapin in einer Dosis von 15 mg vom Frühling 2015 bis Frühling 2016 genommen. In diesem Erfahrungsbericht schreibe ich über meine persönlichen Erfahrungen in dieser Zeit mit Mirtazapin zum Schlafen und gegen Angst .

Kurz und knapp sind meine Mirtazapin-Erfahrungen die folgenden:

  • besserer Schlaf und weniger Angst,
  • anfangs lebhafte Träume und Hangover (starke Müdigkeit am Morgen), aber nur vorübergehen, 
  • weniger Ängste,
  • aber gesteigerter Appetit bis hin zu Heißhungerattacken mit Gewichtszunahme von bis zu 15 kg.
  • Schwindel, von dem auch viele andere berichten, war bei mir glücklicherweise kein Problem.

Du erfährst in meinem Erfahrungsbericht, wozu mir Mirtazapin verordnet wurde, wie bei mir die Behandlung mit Mirtazapin wirkte und mit welchen Nebenwirkungen ich zu kämpfen hatte. Außerdem erkläre ich Dir, wie ich schließlich Mirtazapin absetzen konnte.

Um das Bild zu vervollständigen findest du hier noch weitere kurze Erfahrungsberichte zu Mirtazapin von anderen Betroffenen.

Quetiapin Erfahrungen: Das gefährliche Seroquel unter der Lupe

Über mich

Hallo,

mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Was ist Mirtazapin?

Mirtazapin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der NaSSA (=Noradrenerges und Spezifisch Serotonerges Antidepressivum), welches die Aufnahme der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin hemmt und dadurch deren Verfügbarkeit erhöht.

Es ist eines der Medikamente, welches von Ärzten im sogenannten Off Label Use sehr häufig zur Therapie von Schlafstörungen verschrieben wird. Die Wirkung von Mirtazapin unterscheidet sich von den trizyklischen Antidepressiva, von den Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und auch von den Monoaminooxidase-Hemmern.

LesetippWas Betroffene über ihre Antidepressiva-Erfahrungen berichten

Der Anfang – Selbstmordgedanken und Klinikaufenthalt

Ein langer dunkler Gang in einer Klinik

Es war ein Tag im Mai 2015, an dem ich zu meiner Frau sagte: „Ich kann nicht mehr. Ich würde mich am liebsten umbringen.“ Ein Hilfeschrei, der meine ganze Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit offenbarte. Dennoch hing ich an meinem Leben, sonst hätte ich das zu meiner Frau ja nicht gesagt – sondern hätte mir überlegt, wie ich das Ganze hätte umsetzen können.

Nun, die Phantasien zur Umsetzung waren schon da gewesen. In meiner Vorstellung hätte ich mich am liebsten irgendwo herunter gestürzt, wäre am besten einfach aus dem Fenster gesprungen. Glücklicherweise hatte ich es nicht getan und es ist bei den bloßen Suizidgedanken geblieben.

Es ist ein weiter Weg von Selbstmordgedanken hin zur Planung und Umsetzung. Dennoch sollte man solche Gedanken ernst nehmen. Laut Statista kamen im Jahr 2016 auf 100.000 Einwohner im Alter von 35 bis 39 Jahren immerhin 8,7 Suizide. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade 35 Jahre gewesen.

Und so beschlossen wir, dass mich meine Frau „zur Sicherheit“ in eine stationäre Klinik bringen wird.

Lesetipp: Wann ist Mirtazapin-Überdosierung tödlich?

Was ich jedem mal raten würde, auszuprobieren
Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Andreas 350
Andreas

Was war passiert? Rückfall durch Umzugsstress und Elternzeit

Umzugskiste

Nach Jahren der Besserung (ich hatte Anfang 2011 meine erste Bekanntschaft mit Depression und Angststörung gehabt) erlebte ich Anfang Mai 2015 einen Rückfall nach einer sehr stressigen Phase, die durch einen Umzug und die Elternzeit mit meiner Tochter bedingt war.

Der Umzug war stressig und hatte mich letztendlich einfach zu viel Energie und Nerven gekostet:

  • der ganze Stress mit der Sucherei nach einem Haus zur Miete
  • der Frust, dass wir unser Wunschhaus nicht bekommen hatten, wo wir doch so viel Hoffnung hatten
  • die Sucherei nach einer seriösen und dennoch bezahlbaren Umzugsfirma (unseriöse und teure gibt es wie Sand am Meer)
  • der Umzug selbst, wo wir dann doch (zu) viel selbst gemacht haben
  • die Renovierung des neuen Mietshauses
  • Ärger mit den Vermietern, wo wir ausgezogen waren, obwohl wir uns eigentlich jahrelang gut verstanden hatten
  • anfängliche Lärmbelästigungen in unserem neuen Mietshaus
  • die Betreuung meiner Tochter in der Elternzeit genau zu dem Zeitpunkt, wo ich schon längst urlaubsreif gewesen wäre und eigentlich nur noch Erholung benötig hätte

Lesetipp: Umzugstress vermeiden

Schlafstörungen als Vorboten und Verstärker der Depression

Müde Frau am Morgen mit Wecker

Hinzu kamen noch Schlafstörungen, die meiner Erfahrung nach schon Vorboten der beginnenden Depression waren, andererseits das Ganze auch noch verstärkten. Ich wollte einfach nur, dass der ganze Stress rum ist und wir hatten auch das meiste schon geschafft.

Es wird geschätzt, dass etwa 10-30% der Erwachsenen weltweit an Schlafstörungen leiden, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Doch es war wohl schon zu spät. Mein Körper hatte den Notstecker gezogen und in den Standby-Modus geschaltet. Wenn man denn der Depression schon was Nützliches abgewinnen möchte, dann kann man die Depression als eine Art Schutzmechanismus sehen. Wie auch immer, man muss diese Meinung nicht teilen.

Gegen die Angstsymptome, die ebenfalls in starkem Maße zurückgekommen sind, habe ich mir noch schnell Tavor von meinem Hausarzt besorgt. Aber das ist ein Thema, auf das ich in einem separaten Artikel eingehe.

Zu spät – die Depression war zurück

Mann versteckt sich hinter seinen Armen

Auf jeden Fall waren die ganzen Symptome, die ich von der ersten Phase her kannte, von heute auf morgen wieder zurück. Ich konnte schlecht schlafen, war verzweifelt und machte mir Selbstvorwürfe, dass ich nicht achtsam auf mich und meine Gesundheit gewesen war. Ich litt unter Heulkrämpfen und war aggressiv mir selbst gegenüber gewesen, hatte z.B. meinen Kopf gegen die Wand geschlagen.

So offenbarte ich mich meiner Frau gegenüber und wir beschlossen, eine Klinik aufzusuchen. In unserer Wunschklinik konnte man mich nicht aufnehmen. Natürlich sind da nicht gerade so Plätze frei und wir erfuhren relativ schnell, dass nur eine Station in Frage kam. Das ist die Notfallstation eines Krankenhauses, das von dem eigenen Wohnort abhängt. Geschlossene Station.

Meine erste Dosis Mirtazapin zum Schlafen – viel geträumt

Schmetterling und Pilze in der Nacht leicht beleuchtet als Zeichen für Träume

Wir kamen abends an, die Nachtschicht hatte bereits begonnen. Ich nahm zu diesem Zeitpunkt schon 10 mg Escitalopram morgens (mehr Infos zu Escitalopram kannst Du hier nachlesen). Mirtazapin wurde mir an diesem Abend, meine erste Nacht auf der geschlossenen Psychiatrie, zum Schlaf verschrieben. Somit habe ich dann meine erste Mirtazapin Tablette genommen in einer Dosis von 15 mg.

Und was soll ich sagen? Die Mirtazapin-Tablette hat mich regelrecht umgehauen. Innerhalb von wenigen Minuten wurde mir ein bisschen durmelig/schwindelig und ich schlief ein.

Bin ich schnell eingeschlafen? Ja! Habe ich lange geschlafen? Auch ja! Habe ich gut geschlafen? Ich bin mir nicht sicher, ich glaube eher nicht. Aber ich habe sehr viel geträumt. Von früher in meiner Kindheit – viel vom Fußballspielen, als ich mich noch gesund und fit fühlte. Halten wir fest: Mirtazapin wirkt super schnell, aber ob auch der Schlaf besser ist, sei mal dahingestellt.

Mittlerweile weiß ich, dass die Traumphase – die sogenannte REM-Phase – durchaus wichtig ist, aber den echten Tiefschlaf, der für die Regeneration und Erholung wichtig ist, nicht ersetzen kann. Aber das nur am Rande bemerkt.

Immerhin hat die Mirtazapin 15mg Tablette erstmal ihren Zweck erfüllt und mich irgendwie schlafen gelassen. Das bestätigen auch Erfahrungsberichte von anderen Patienten, die Mirtazapin zum Schlafen nehmen. Eine gewisse Wirksamkeit kann man dem Medikament von daher nicht absprechen. Und solange ich geschlafen habe, konnte ich mir ja auch nichts antun. Das waren also meine ersten Erfahrungen mit Mirtazapin.

Hangover – der Morgen danach

Gähnende Katze als Zeichen der Müdigkeit

Am nächsten Morgen habe ich dann das erlebt, was man einen „Hangover“ nennt. Sprich ich war am nächsten Tag, eigentlich den ganzen Vormittag total fertig und K.O. In dem Sinne, dass ich mich einfach nur müde und energielos fühlte. Später erfuhr ich, dass dieser Hangover durch Mirtazapin recht typisch ist, gerade zu Beginn der Therapie.

Das war die Schattenseite dafür, dass meine innere Unruhe besser wurde. Gegen Nachmittag und gegen Abend kam dann so langsam die Energie zurück.

Ich dachte und hoffte zuerst, dass sich das Ganze in Kürze einpendeln wird. Dass also die Nebenwirkungen der Tabletten, die sich bei mir vor allem in Form von extremer Tagesmüdigkeit und Schlappheit zeigten, bald besserten. Denn so kann ich das auch von dem Escitalopram. Dies war aber nach drei, vier und auch nach fünf Tagen nicht der Fall.

Die halbe Dosis – besser

Deswegen erlaubte ich mir, die Tablette (man musste sie sich abends immer abholen) im Mund zu behalten, auf der Toilette zu verschwinden, sie rauszunehmen, zu halbieren, die Hälfte selbst zu nehmen und den Rest die Toilette runter zu spülen. Je nachdem, wer die Tablette austeilte, traute ich mich das aber nicht immer.

Tatsächlich schlief ich auch mit dieser halben Dosis noch genauso gut bzw. zumindest nicht schlechter. Und der Hangover am nächsten Morgen war zwar noch da gewesen, war aber bei Weitem nicht so lange ausgeprägt.

Möchte ich Dich hiermit dazu anstiften, deine Dosis ohne Absprache mit deinen Ärzten selbst anzupassen? Nein, bitte nicht! Viel besser fände ich es, wenn Du mit deinen Ärzten die Dosis besprichst, wenn Du das Gefühl hast, die Dosis sei zu hoch, zu niedrig oder einfach zu schnell hochdosiert bzw. (beim Antidepressiva Absetzen) zu schnell runterdosiert.

Welche Erfahrungen andere Anwender mit Mirtazapin hatten

Beachte immer, dass die Erfahrungen zu Wirkung und Nebenwirkung von Psychopharmaka immer individuell, also von Person zu Person verschieden sind. Deswegen möchte ich dir auch nicht vorenthalten, was andere Anwender durch die Einnahme von Mirtazapin erfahren:

Einige wesentliche Punkte aus verschiedenen Erfahrungsberichten sind die folgenden:

  1. Positive Aspekte: Viele Nutzer berichten, dass Mirtazapin effektiv beim Einschlafen hilft. Ein Bericht erwähnt, dass das Medikament nicht nur Schlafstörungen, sondern auch Migräne linderte, wobei die Person sich morgens fit fühlte und eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit erlebte.
  2. Nebenwirkungen: Häufige Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Appetitsteigerung, Müdigkeit am Tag nach der Einnahme und unruhiger Schlaf. Einige Nutzer berichten über sehr lebhafte Träume. Eine Person beschrieb, dass sie nach der Reduzierung der Dosis weniger Nebenwirkungen hatte, während ein anderer Nutzer von Schwierigkeiten beim Absetzen des Medikaments und von Absetzerscheinungen berichtete.
  3. Wirkung auf die Stimmung: Die Wirkung auf depressive Symptome variiert. Ein Nutzer gab an, dass Mirtazapin seine schwere Depression und Suizidgedanken innerhalb einer Woche verbesserte, während ein anderer berichtete, dass das Medikament seine depressive Stimmung und Ängste nicht positiv beeinflusste.

Erste positive Erfahrung: Leichte Besserung in der Klinik

Bei mir war es in der Klinik leider so gewesen, dass ich kein Vertrauensverhältnis zu den Ärzten aufbauen konnte, das war alles etwas schwierig. Im Nachhinein denke ich mir, dass die meisten hier einfach arbeitsmäßig total überfordert gewesen waren. Denn auf der Station waren noch viele Leute mit Psychosen usw. die auch ganz schön anstrengend gewesen waren.

Trotz all der Nebenwirkungen muss ich aber sagen, dass meine schwere Depression mit meinen Suizidgedanken sich schon gebessert hat – und das nur innerhalb von etwa einer Woche.

Nach knapp einer Woche – nachdem man keine akute Suizidgefahr mehr sah – durfte ich deswegen auch zweimal am Tag die Station verlassen und ein bisschen im Garten des Krankenhauses spazieren gehen oder mir was vom Kiosk holen.

Freiheit nach 1,5 Wochen

Zwei rennende Pferde als Symbol für die Freiheit

Nach anderthalb Wochen, ich drängte ein bisschen darauf, die Station zu verlassen, wurde ich aus der Klinik entlassen. Meine schwere Depression hatte sich gebessert. In meinem Entlassungsbericht war jetzt nur noch von einer mittelgradigen Depression die Rede gewesen.

Nach der Entlassung bekam ich auch schnell einen Termin bei meinem Psychiater, der mich schon von 2011 an begleitet hatte. Mit diesem vereinbarte ich dann auch, dass ich nur die Hälfte der Dosis, sprich 7,5 mg Mirtazapin, also eine halbe Tablette, zum Schlafen nehmen kann, wenn das denn ausreicht. Falls meine Einschlafprobleme doch wieder stärker werden sollten, kann ich problemlos auch zwischendurch mal 15mg, also eine ganze Tablette einnehmen.

Offiziell: Dosisreduktion von Mirtazapin 15mg auf die Hälfte

Diese Variation der Dosis ist jedoch nicht bei allen Antidepressiva zu empfehlen. Z.B. ist es bei den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern wie z.B. Escitalopram so, dass diese eine relativ lange Halbwertzeit haben. Das heißt, der Medikamentenspiegel wird im Blut nur langsam abgebaut. Da macht es gar keinen Sinn, die Dosis täglich anzupassen.

Mirtazapin hat dagegen eine relativ kurze Halbwertszeit, so dass hier die Dosis auch mal variieren kann.

Somit hatte ich das OK meines Psychiaters, die Dosis auf die Hälfte zu reduzieren und so habe ich die 7.5 mg Mirtazapin verschrieben bekommen. Und so ging es mir damit schon besser. Ich konnte gut schlafen, auch die viele Träumerei hatte sich irgendwann gelegt. Und morgens hatte ich zwar einen Hangover, der zog sich aber nicht mehr durch den ganzen Tag.

Ein Balanceakt: guter Schlaf vs. Hangover

Arbeiten hätte ich mit diesem Hangover nicht können, aber ich war ja eh krankgeschrieben. Und so hatte mir diese Zwangspause, die ich durch die Einnahme von Mirtazapin quasi bekam, letztendlich – im Nachhinein – doch ganz gutgetan.

Gewichtszunahme als Nebenwirkung

Ein weiterer Nebeneffekt der Anwendung von Mirtazapin war leider auch, dass ich innerhalb eines Jahres fast 10 kg zugenommen hatte. Davon bin ich mittlerweile 5 kg wieder schnell losgeworden, die anderen 5 kg sind – bis jetzt – allerdings weiter geblieben.

Meine Devise hier ist jedoch: erstmal gesund werden, dann kann man sich immer noch um die überschüssigen Kilos kümmern. Natürlich nur, solange sich die Gewichtszunahme durch Mirtazapin noch einigermaßen in Grenzen hält.

Mein Fazit

Mein Rat an Dich, falls Dir Mirtazapin verordnet wurde?

Probier‘ es aus! Denke daran, dass es nicht für immer sein muss. Haut es dich genauso um wie mich, kann eine einfache Anpassung der Dosierung bereits die Lösung sein. Mache deine eigene Erfahrung, denn jedes Medikament wirkt individuell. Leider halten sich manche Ärzte stur an ihre Leitlinien, und wenn da keine 7,5 mg vorgesehen sind, akzeptieren sie das nicht. In diesem Falle rate ich Dir echt, einen neuen Arzt zu suchen, der sich mehr an Menschen orientiert als an Leitlinien.

Und hier noch ein Tipp für den Fall, dass deine Probleme nicht ganz so schwerwiegend sind. Z.B. wenn Du „nur“ Probleme beim Einschlafen hast. Du kannst eine Tablette Mirtazapin in Wasser auflösen und dann einige Tropfen dieser Lösung vor dem Einschlafen nehmen. Die Tropfen unbedingt für einige Minuten im Mund behalten, damit sie leicht aufgenommen werden können. Dieser Trick kann tatsächlich beim Einschlafen helfen. Und du hast aufgrund der geringen Dosis garantiert keinen Hangover.

Dieser Tipp empfiehlt sich auch ganz gut beim Einschleichen und beim Ausschleichen/Absetzen von Mirtazapin oder anderen Medikamenten. So hat das Absetzen bei mir wirklich gut geklappt, da ich hier wirklich in sehr kleinen Schritten reduzieren konnte.

Eine weitere Alternative, ganz ohne „Chemie“ auszukommen, wäre noch die Einnahme von CBD-Öl. Ich persönlich bin – leider – erst später auf CBD-Öl gestoßen, da hatte ich Mirtazapin schon eine Weile lang genommen. Es hat mir beim Absetzen von Mirtazapin sehr geholfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich Mirtazapin gar nicht benötigt hätte, wenn ich schon vorher auf das CBD-Öl gestoßen wäre. Ich nehme das Öl von CBD Vital (Produktlink).

Meinen Bericht, wie mir das CBD-Öl geholfen hatte, kannst Du hier nachlesen. Vielleicht wär‘ das auch etwas für Dich.

Häufige Fragen

Wie fühlt man sich nach Mirtazapin?

Ich wurde direkt innerhalb von 10 Minuten müde und bin relativ schnell eingeschlafen. Dieser Effekt lies allerdings nach einiger Zeit durch die Gewöhnung and das Medikament nach.

Wie verändert Mirtazapin die Persönlichkeit?

Ich habe bei mir keine richtige Persönlichkeitsveränderung festgestellt.

Wie lange dauert es bis Mirtazapin wirkt?

Der schlafanstoßende Effekt von Mirtazapin tritt recht schnell innerhalb von 10-15 Minuten ein. es kann aber wie auch bei anderen Antidepressiva einige Wochen dauern, bis der stimmungsaufhellende Effekt eintritt.

Ist Mirtazapin stimmungsaufhellend?

Ja, es wirkt auch stimmungsaufhellend. Tatsächlich ist die antidepressive Wirkung das primäre Anwendungsgebiet, die schlaffördernde Wirkung ein positiver Seiteneffekt.

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CBD: eine Alternative

Während meiner persönlichen Leidenszeit, als ich noch selbst unter Depressionen und Angststörungen gelitten hatte, probierte ich viele pflanzliche Mittel aus, um von meinen Antidepressiva loszukommen. Ob Lasea (Lavendelöl), Johanniskraut, Baldrian oder homöopathische Mittel wie Neurexan – ich hatte schon alles probiert, bis ich schließlich auf CBD-Öl gestoßen bin, was bei mir letztlich den Durchbruch gebracht hatte.

Meinen Bericht, wie ich auf CBD gestoßen bin und wie es bei mir wirkte, kannst Du hier nachlesen.

59 Kommentare

  1. Nach 2.5 Jahren Schlaflosigkeit, die niemand ernst nimmt, hab ich heute endlich ein Medikament bekommen. Einleichtes Antidepressivum. Krass. Leicht? Nach dem durchlesen des Beipackzettels, hab ich schon keinen Bock darauf. Citerinzin soll man nicht gleichzeitig nehmen. Ich habe Allergien und Citerinzin ist mein täglicher Begleiter. Leberprobleme soll man nicht haben. Hab ich. Gewichtszunahme wahrscheinlich. Toll. Hab grad nach absetzten von Cortison endlich wieder Gewicht verloren, womit sich auch meine Leber etwas erholt. Neue Kilos geht gar nicht. Und dann der Hangover aus deinem Erfahrungsbwricht. Krass. Ich will endlich schlafen, damit ich den Tag überstehe. Wenn ich mit Mirtazapin schlafe, am Tag aber doch eher tot als lebendig bin, wozu dann ein 'Schlafmittel'.
    Und dann noch die möglichen Hautprobleme, als mögliche Nebenwirkung. Gott, das will ich auch nicht. Hautprobleme und die Medikamente zur Lösung dieser haben mir Schlafprobleme erst bereitet.
    Boah, ich werde Mirtazapin in die Tonne treten. Auf gar keinen Fall werde ich es an mir testen.
    Und CBD? Meine Erfahrungen damit: teurer Scheiß. Bringt nichts. Wenn überhaupt eine Wirkung war, dann die, daß alles noch viel schlimmer wurde. Und ja, ich nahm auch das von Swiss FX, in allen möglichen Intensitäten über einen wirklich langen Zeitraum. Ich hatte dem Öl eine echte Chance gegeben. Nichts erreicht.
    Mein Fazit: Nichts nehmen und weiter daran glauben, daß der Schlaf irgendwann mal wieder kommt. Wenn nicht…meine Zukunft steht fest….Schlafmangel von 3 Monaten erhöht das Risiko auf Herzinfarkt eklatant. Ich leide schon seit 2 1/2 Jahren daran.

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