Opipramol Erfahrungen: Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen
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Erfahrungen, Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen von Opipramol

Du leidest unter Schlafstörungen, Depressionen oder Panikattacken

Medikamente können Dir eine Verschnaufpause verschaffen und ein normales Leben ermöglichen. Erfahrungen bestätigen: Opipramol wirkt zuverlässig bei zahlreichen mentalen Störungen. 

Es beruhigt und hat sich als Schlafmittel bewährt. Darüber hinaus wirkt Opipramol gegen Angst. Nach einer Zeitlang hat es einen stimmungsaufhellenden Effekt und ist deshalb auch hilfreich bei Depressionen.

Offiziell zählt man den Wirkstoff Opipramolhydrochlorid zu den trizyklischen Antidepressiva. Opipramol wirkt jedoch anders. Informiere Dich hier umfassend über dieses Medikament!

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Was ist Opipramol?

Der Schweizer Pharmakonzern Ciba-Geigy entwickelte Opipramol in den Fünfziger Jahren und brachte das Medikament unter dem Markennamen Insidon 1961 auf den Markt (1). Nach seiner Fusion mit Sandoz nannte man den Konzern Novartis International AG. Der Wirkstoff in Opipramol heißt Opipramolhydrochlorid. Mittlerweile ist das Patent abgelaufen, sodass zahlreiche Firmen das verschreibungspflichtige Medikament Opipramol herstellen, beispielsweise Opipramol-neuraxpharm. Rezeptfrei sind Tropfen und Tabletten mit diesem Wirkstoff nicht zu bekommen.

Obwohl Opipramol den gleichen Effekt wie ein klassisches Antidepressivum hat, wirkt es ganz anders. Macht Opipramol abhängig? Im Gegensatz zu zahlreichen Beruhigungsmitteln ist bei Opipramol Abhängigkeit keine Gefahr. Es empfiehlt sich jedoch, das Medikament beim Absetzen auszuschleichen.

Vielfältige Anwendungsgebiete

Das Medikament eignet sich für zahlreiche Anwendungsgebiete. Es ist hilfreich als Schlafmittel gegen Schlafstörungen und beruhigt allgemein. Besonders gute Dienste leistet es als Hilfe zum Schlafen vor einer Operation (2). Das Mittel ist ebenfalls hilfreich bei einer Angststörung (3). Deshalb kann Opipramol gegen Panikattacken eingesetzt werden. Bei einer Panikattacke kann Opipramol gegen Herzrasen helfen – allerdings ist es kein Medikament, dass bei Herzrhythmusstörungen verschrieben werden sollte.

Neben einer Panikattacke kann Opipramol dank seiner stimmungsaufhellenden Wirkung gegen Depressionen verwendet werden (4). Neben der Förderung von Schlaf und als Medikament gegen Angststörungen und Depression ist Opipramol in Deutschland für die Behandlung von sogenannten somatoformen Störungen zugelassen (5). Darunter versteht man körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden wird.

Da dieses Medikament bei somatoformen Störungen allgemein beruhigt, wirkt Opipramol gegen Schmerzen, die scheinbar grundlos auftreten. Sind Kopfschmerzen die Folge einer somatoformen Störung, kann Opipramol gegen Migräne nützlich sein. Aus dem gleichen Grund ist Opipramol gegen Verspannungen wirkungsvoll.

Wie wirkt Opipramol?

Statt trizyklisches Antidepressivum nennen Fachleute Opipramol heute eher stimmungsaufhellendes Anxiolytikum (Angstauflöser). Bei Opipramolhydrochlorid handelt es sich um einen sogenannten Liganden. Das ist ein Molekühl, das bei einer Bindung an einen Rezeptor die Elektronen zur Verfügung stellt. Für seine antidepressive und angstlösende Wirkung ist in erster Linie seine Bindung an Sigma-Rezeptoren verantwortlich (6) (7).

Wirkung an Sigma-Rezeptoren

Sigma-Rezeptoren sind ganz spezielle Rezeptoren. Bei einem Rezeptor handelt es sich um ein Protein, an das sich Signalmoleküle binden können. Dieser Prozess löst Veränderungen im Inneren der Zelle aus. Zwei verschiedene Arten Sigma-Rezeptoren kommen im ganzen Körper vor – das erklärt die vielfältige Anwendungsweise von Opipramol. Es wirkt vor allem am Sigma-1-Rezeptor, der bei Stimmungsschwankungen, Gedächtnisfunktionen und Lernprozessen eine Rolle spielt (8). Allerdings scheint Opipramol auch Sigma-2-Rezeptoren zu beeinflussen, was für die angstauflösende Wirkung verantwortlich sein könnte (9).

Darüber hinaus scheint Opipramol in geringem Umfang auch die Rezeptoren vom Typ 5-HT für Serotonin und die Dopamin-Rezeptoren D2 zu blockieren. Diese Wirkung kann jedoch nicht mit den üblichen Serotonin- und Dopamin-Wiederaufnahmehemmern verglichen werden. Außerdem besetzt das Medikament Histamin-Rezeptoren (10), die eine beruhigende Wirkung verbreiten können. Einige Antihistaminika der ersten Stunde werden deshalb heute noch als Schlafmittel verkauft.

Dieser komplexe Wirkungsmechanismus erklärt zum einen, warum Opipramol bei so vielen Symptomen hilft. Zum anderen zeigt es, warum sich dieses Medikament nicht in die gewohnten Schubladen für Antidepressiva einordnen lässt.

Wie schnell wirkt Opipramol?

Beruhigt Opipramol sofort? Wann wirkt Opipramol? Bei der Anwendung von Psychopharmaka willst Du natürlich genau wissen, wie schnell Du Dich auf die Wirkung einstellen kannst. Bei der Anwendung von Opipramol musst Du allerdings etwas Geduld mitbringen. Bei der Einnahme entfaltet sich die vollständige Wirkung meist erst nach ein bis zwei Wochen – obwohl manche Patienten in Erfahrungsberichten schreiben, dass Opipramol vom ersten Tag an wirkt.

Damit das Medikament zu den Rezeptoren gelangt, muss es den Magen-Darm-Trakt erreichen. Dort nimmt es der Körper fast vollständig auf: Die Bioverfügbarkeit liegt bei 94 Prozent. Nach der Einnahme von Opipramol-50mg-Tabletten dauert es 3,3 Stunden, bis die maximale Konzentration im Blutplasma erreicht ist (11). Bis Du die Wirkung spürst, vergehen bei Tabletten in der Regel zwischen einer und eineinhalb Stunden. Tropfen wirken wesentlich schneller, oft innerhalb von wenigen Minuten.

Opipramol: Einnahme morgens oder abends? Oder: Opipramol – wann abends einnehmen? Patienten richten diese Fragen häufig an die Suchmaschine von Google. Der richtige Ansprechpartner wäre allerdings Dein Arzt. Er muss Dir das Medikament ja auch verschreiben, denn Du bekommst es nicht rezeptfrei. Gegen Schlafstörungen nimmst Du Opipramol meist nur abends ein.

Eine Stunde vor Deiner Bettzeit ist perfekt, damit Du sanft in Morpheus Arme gleitest. In manchen Erfahrungsberichten kannst Du lesen, dass zwei Stunden vor dem Schlafen die perfekte Einnahmezeit ist. Ich rate Dir deshalb, beide Varianten auszuprobieren. Um Angststörungen und Depressionen zu bekämpfen, wird das Medikament in der Regel dreimal täglich eingenommen.

Kann man Opipramol nur bei Bedarf einnehmen?

Die Antwort auf diese Frage hängt von dem Verwendungszweck ab. Um Schlaf zu fördern, kannst Du Opipramol problemlos als Bedarfsmedikament verwenden. Als Medikament gegen Angststörungen und gegen Depressionen dagegen empfiehlt sich die Anreicherung über ein bis zwei Wochen hinweg im Körper – obwohl einige Patienten auch von einer sofortigen Wirkung berichten.

Wie lange bleibt Opipramol im Körper?

Die Halbwertszeit von Opipramol liegt zwischen sechs und elf Stunden. Das bedeutet, es kann über einen Tag lang dauern, bis das Medikament Deinen Körper vollständig verlassen hat. Ungefähr 70 Prozent des Wirkstoffs scheidest Du mit dem Urin aus. Der Rest verlässt den Körper mit den Fäkalien (11).

Opipramol: Autofahren und Schwangerschaft

Diese lange Halbwertszeit solltest Du beachten, wenn Du Autofahren willst. Opipramol setzt die Reaktionsfähigkeit so herab, dass Du Dich nicht ans Steuer setzen solltest. Der Beipackzettel warnt auch schwangere und stillende Frauen vor der Einnahme. Studienergebnisse über den Einfluss von Opipramol auf Schwangerschaften liegen bisher noch nicht vor. Sicherheitshalber empfiehlt es sich jedoch, dass Du auf dieses Medikament während der Schwangerschaft verzichtest.

Dosierung von Opipramol

Die normale Dosis für Erwachsene beträgt 200 mg pro Tag. Sie wird in der Regel über den Tag verteilt. 50 mg Opipramol werden am Morgen und am Mittag eingenommen. Am Abend wird eine Tablette Opipramol 100 mg eingenommen. Die Dosierung kann auf 300 mg pro Tag erhöht werden.

Allerdings hängen die Dosierungen auch von der gewünschten Wirkung ab. Gegen Schlafstörungen können Opipramol-25 mg-Tabletten bereits helfen, die Du nur abends einnimmst. Manche Menschen können mit dieser niedrigen Dosis nach langem Herumprobieren endlich gut schlafen, kommen aber morgens nicht aus dem Bett.

Überdosis von Opipramol

Ab welchen Mengen eine Überdosierung mit Opipramol gefährlich ist, kann schlecht eingeschätzt werden. Aus dem Jahr 1967 ist ein Fall bekannt von einem Mann, der sich mit 100 Opipramol 50 mg-Tabletten umgebracht hat (12). 2013 beging ein Düsseldorfer Selbstmord mit 70 Opipramol Tabletten (13). Allerdings ist nicht bekannt, ob es sich dabei um Opipramol 100mg oder Tabletten mit geringerem Wirkstoffgehalt handelte.

Problematisch ist, dass Opipramol bei einer Überdosis ausgesprochen langsam zu wirken scheint. 1967 wurde der Mann einen halben Tag nach der Einnahme der Tabletten ins Krankenhaus eingeliefert. Dabei war er noch bei klarem Bewusstsein. Aber er verstarb später nach einer Serie von epileptischen Anfällen. Auch der Düsseldorfer war noch ansprechbar, als die Rettungssanitäter eintrafen. Er weigerte sich, ins Krankenhaus zu gehen und sagte den Tätern, er habe nur 10 Tabletten eingenommen.

Unberechenbare Wirkung bei Überdosierung

Später mussten sich die Sanitäter deshalb vor Gericht verantworten. Obwohl sie freigesprochen wurden, sagte der Richter, sie hätten den Mann ins Krankenhaus mitnehmen müssen. Nach der Einnahme von 10 Tabletten sei der Mann nicht mehr zurechnungsfähig gewesen. Außerdem sei die Wirkung einer Überdosierung generell unberechenbar.

Nebenwirkungen von Opipramol

Im Allgemeinen wird Opipramol recht gut vertragen. Deshalb wird es auch für die Langzeit-Einnahme empfohlen (16). Wie bei jedem Medikament, kann es jedoch zu Nebenwirkungen kommen. 

Untypisch ist dabei der Fall eines 39-jährigen Inders mit bipolarer Störung, der auf Opipramol mit manischen Zuständen reagierte (17). Weil er auf Lithium Depressionen und Schlafstörungen entwickelte, kombinierte sein Arzt Opipramol mit einer geringeren Dosierung von Lithium. Daraufhin wurde der Mann übertrieben euphorisch und hörte nicht auf, zu tanzen und zu singen. Außerdem belästigte er seine Mitmenschen und konnte nicht mehr schlafen.

Eine häufige Nebenwirkung von Opipramol ist Mundtrockenheit. Manche Patienten fühlen sich tagelang wie ausgetrocknet. Müdigkeit zählt ebenfalls zu den unerwünschten Nebenwirkungen. Opipramol kann dazu führen, dass Du Dich den ganzen Tag lang müde und antriebslos fühlst. In diesem Fall solltest Du mit Deinem Arzt über die Dosierung reden.

Interessanterweise reagieren manche Menschen mit Gewichtszunahme, während ein geringer Prozentsatz mit Gewichtsabnahme auf das Medikament reagiert. Besonders unangenehm ist, dass Opipramol die Libido negativ beeinflussen und zu Erektionsstörungen führen kann. Außerdem berichten manche Personen über starken Haarausfall. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Migräne sowie Magenschmerzen und Darmprobleme wie Verstopfung und Durchfall.

Auch das Herz und seine Funktionen kann Opipramol beeinflussen. So führt die Einnahme gelegentlich zu Herzrasen und Herzrhythmusstörungen.

Wechselwirkungen mit Opipramol

Opipramol kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen. Absolut vermeiden solltest Du Alkohol, wenn Du diese Tabletten einnimmst. Die dämpfende Wirkung selbst kleiner Mengen von Alkohol kann Schwindel und Benommenheit auslösen.

Opipramol und Ibuprofen vertragen sich in der Regel gut, wenn die Dauer der Einnahme begrenzt ist. Allerdings muss die Leber beide Medikamente verarbeiten. Es empfiehlt sich daher, vor der gemeinsamen Einnahme den Arzt zu befragen und die Leberwerte im Blut testen zu lassen.

Vorsicht mit Wiederaufnahmehemmern

Opipramol und Mirtazapin können sich gegenseitig ergänzen. Allerdings gilt bei der gleichzeitigen Einnahme von Mirtazapin und Opipramol zu beachten, dass Mirtazapin eine ähnliche Wirkung wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer hat. Deshalb kann die gemeinsame Einnahme dazu führen, dass sich unerwünschte Nebenwirkungen verstärken. In diesem Fall hilft es, die Dosis von Opipramol zu verringern. Das gilt auch, wenn Du gleichzeitig die Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Sertralin und Opipramol oder Citalopram und Opipramol einnehmen willst.

Aufpassen musst Du bei Opipramol und Betablockern. Die Kombination kann dazu führen, dass sich die Wirkstoffkonzentrationen verändern. Das kann auch bei der gleichzeitigen Einnahme von trizyklischen Antidepressiva geschehen. Sprich mit Deinem Arzt darüber. Er kann Dir raten, wie Du die Dosierungen anpassen kannst.

Unbedenklich dagegen ist die Kombination von Opipramol und Pille. Das Verhütungsmittel wird durch das Antidepressivum nicht beeinflusst, da die beiden Medikamente ganz unterschiedlich wirken.

Bedenklich: Johanniskraut

Johanniskraut ist bekannt für seine Wechselwirkungen. Es gibt bislang noch keine Studien, die Wechselwirkungen zwischen Opipramol und Johanniskraut untersuchen. Allerdings benötigt die Leber für die Verarbeitung von Opipramol die Enzyme des Cytochrom P450 Systems. Von Johanniskraut ist jedoch bekannt, dass es die Aktivität dieser Enzyme erhöht (14). Deshalb kann die gleichzeitige Einnahme dazu führen, dass Opipramol schneller abgebaut wird und somit seine Wirkung nicht richtig entfalten kann.

Hinweis: Wenn Du längere Zeit Opipramol einnimmst, solltest Du regelmäßig Deine Leberwerte prüfen lassen. Diese Vorsichtsmaßnahme hilft, Langzeitschäden zu vermeiden. Das gilt umso mehr, wenn Du gleichzeitig auf andere Medikamente angewiesen bist.

Darüber hinaus sind Wechselwirkungen mit folgenden Medikamenten möglich (15):

  • Neuroleptika
  • Hypnotika
  • Anästhetika
  • Tranquillizer
  • Anticholinerga
  • MAO-Hemmer
  • IC-Antiarrhythmika
  • Monooxygenasen
  • Cimetidin

Falls Du diese Medikamente brauchst, sprich Deinen Arzt unbedingt auf die Kombination mit Opipramol an.

Opipramol als Tavor Ersatz

Tavor ist ein hervorragendes Antidepressivum. Dieses Medikament vom Typ Benzodiazepine führt jedoch sehr schnell in die Abhängigkeit. Opipramol und Tavor haben eine ähnliche Wirkung, wobei Opipramol keine körperliche Abhängigkeit hervorruft. Deshalb eignet sich Opipramol dazu, beim Entzug Tavor nach und nach zu ersetzen.

Hersteller von Opipramol: Ratiopharm und Co

Sie können Opipramol von zahlreichen Herstellern kaufen. Das Angebot reicht von Opipramol Neuraxpharm mit 150 mg bis zu Opipramol 1A Pharma 50mg. Die Tabletten mit 50 mg sind in der Regel teilbar, um 25 mg zu erhalten. Hier ist eine Übersicht über die handelsüblichen Medikamente mit Opipramolhydrochlorid.

Name

Hersteller

Darreichungsform

Insidon

Laboratoires Juvise Pharmaceuticals

50 mg Dragées

100 mg Filmtabletten

Tropfen mit 100 mg/ml

Opipram

Krewel Meuselbach GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol 50

Opipramol 100

1 A Pharma GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol AbZ

Opipramol-CT

AbZ-Pharma GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

50 mg Filmtabletten

Opipramol AL

ALIUD Pharma GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol-Farmaplant

Farmaplant Fabrikation Chemischer Produkte GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol Heumann

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol Hexal

Hexal AG

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

150 mg Filmtabletten

Opipramol-neuraxpharm

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

150 mg Filmtabletten

Opipramol-ratiopharm

natiopharm GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Opipramol STADA

STADAPHARM GmbH

50 mg Filmtabletten

100 mg Filmtabletten

Macht Opipramol abhängig?

Opipramol gehört zu den Psychopharmaka, die körperlich nicht abhängig machen. Das bedeutet, der Körper baut den Wirkstoff nicht in den Stoffwechsel ein. Es kommt deshalb beim Absetzen nicht zu körperlichen Entzugserscheinungen.

Allerdings kann plötzlicher Entzug dazu führen, dass die ursprünglichen Symptome verstärkt wieder auftreten. Um Absetzerscheinungen zu vermeiden, empfiehlt sich deshalb das Ausschleichen, die schrittweise Verringerung der Dosis.

In welchen Schritten kann ich Opipramol absetzen?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Die Länge des Ausschleichens und die dafür nötige Dosierung hängen unter anderem davon ab, wie viele Milligramm Du täglich eingenommen hast. Außerdem spielen der Grund für die Einnahme und die Schwere der Symptome eine Rolle. Ich rate Dir, mit Deinem Arzt zu sprechen. Er kennt Dich und kann einschätzen, welche Schritte sich für Dich eignen.

Erfahrung mit Opipramol: Überwiegend positiv

Meine eigene Erfahrung mit Opipramol

Meine persönlichen Erfahrungen mit Opipramol gegen Angst waren nicht so toll. Ich wollte es gegen meine innere Unruhe und Angstzustände einsetzen. Das hat einerseits nur bedingt geholfen (d.h. ein bisschen, aber nicht genügend). Andererseits hat es mich sehr müde gemacht, was für mich das Ausschlusskriterium war. Deswegen habe ich Opipramol nur eine kurze Zeitlang als Einschlaf- und Durchschlafhilfe verwendet. Das war noch, bevor ich Mirtazapin als schlafförderndes Antidepressivum verschrieben bekam. Ich erinnere mich auch an Schweißausbrüche in der Nacht, v.a. in der Anfangsphase, als ich Opipramol eingenommen hatte. Um von dem stimmungsaufhellenden Effekt zu profitieren, hatte ich Opipramol vermutlich für zu kurze Zeit eingenommen.

Im Internet kannst Du auf diversen Foren weitere Erfahrungsberichte über die Einnahme von Opipramol finden. Statt Erfahrungen empfiehlt es sich übrigens, Bewertung in die Suchmaschine einzugeben. Das bringt Dich eher zu den Websites, auf denen Betroffene ihre Erfahrungsberichte veröffentlichen und dabei unverblümt ihre Meinung austauschen.

Hat mir geholfen: Dieser Satz ist bei Opipramol relativ häufig zu lesen. Viele Patienten haben gute Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht, weil sich die Nebenwirkungen meist in Grenzen halten.

Alternativen zu Opipramol

Ein weiteres Psychopharmaka, welches ebenfalls beruhigend wirkt, sind Promethazin-Tropfen, die ich auch selbst schon genommen habe, um von Tavor loszukommen. Der große Vorteil liegt meiner Meinung nach darin, dass man mit Tropfen sehr gut und fein dosieren kann. Weitere Details zu Promethazin findest Du in meinem separaten Artikel: https://www.meinwegausderangst.de/promethazin/.

Du hältst natürliche Mittel generell für sicherer als chemische Substanzen? Dann kannst Du pflanzliche Alternativen zu Opipramol ausprobieren. Johanniskraut kann helfen, nicht allzu schwere Fälle von Depressionen zu bekämpfen und zeigt dabei weniger Nebenwirkungen als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (18). Neben seiner Wirksamkeit als Antidepressivum verbessert Johanniskraut auch den Schlaf (19).

Ein weiteres, bewährtes Schlafmittel ist Baldrian (20). Es hat sich ebenfalls in Stress-Situationen bewährt und kann Angstzuständen vorbeugen (21) (22). Bei diesem Ersatz für chemische Schlaf- und Beruhigungsmittel gilt es allerdings zu bedenken, dass pflanzliche Mittel ebenso wie Chemikalien nicht bei allen Menschen gleich wirken. Bei manchen Personen bewirkt Johanniskraut eher wenig. Auch Baldrian schlägt nicht bei jedem Menschen an. Unser Stoffwechsel ist ebenso individuell wie unsere Persönlichkeit.

Ich habe persönlich sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht.

Meine Geschichte – und welches pflanzliche Mittel bei mir den Durchbruch brachte
Meine Geschichte - und welches pflanzliche Mittel bei mir den Durchbruch brachteDie üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind[...]

Fazit: Opipramol – die Light-Version eines Antidepressivums?

Wenn Du mitten in einer Depression steckst oder unter Panikattacken leidest, brauchst Du schnell Hilfe. Medikamente können Dich aus dem schwarzen Loch der negativen Emotionen herausholen. Opipramol gehört zu den ältesten Medikamenten, die für psychische Ausnahmezustände entwickelt wurden.

Sein Wirkstoff Opipramolhydrochlorid lässt sich nicht genau in die pharmakologischen Schubladen einordnen. Er wirkt hauptsächlich über Sigma-Rezeptoren, anders als die mittlerweile populären Wiederaufnahmehemmer. Obwohl Opipramol schon seit Jahrzehnten auf dem Markt ist, hat es immer noch seine Daseinsberechtigung. Es wirkt relativ zuverlässig gegen Schlafstörungen, Depressionen und Angstzustände – meist, ohne schwerwiegende Nebenwirkungen auszulösen. Ich denke: Opipramol ist die Light-Version eines Antidepressivums.

Quellenverzeichnis


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