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April 26, 2021

Panikattacken können Betroffenen das Leben zur Hölle machen. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich litt selbst jahrelang unter einer Angst- und Panikstörung und Depressionen.

Du wunderst Dich,

  • wie Panikattacken entstehen,
  • woher sie kommen,
  • und ob es sich lohnt, den Gründen deiner Panikattacken auf die Spur zu gehen?

Dann bist Du hier genau richtig.

Denn in diesem Artikel geht es um die unterschiedlichen, oftmals sehr individuellen, Auslöser und Ursachen von Panikattacken.

P.S.: In diesem Artikel geht es nicht um rezeptfreie Medikamente (z.B. Beruhigungstropfen für Panikattacken), welche ich in einem separaten Artikel abhandle.

Warum Du deinen Panikattacken auf den Grund gehen solltest

Nicht immer ist es einfach, die den Panikattacken zugrundeliegenden Ursachen aufzuspüren.

Wie aus dem Nichts bekommst du ein ganz merkwürdiges Gefühl im Körper. Oftmals beginnend mit diesem komischen Gefühl gehen zusätzlich Schwindel, Benommenheit, Orientierungsstörung, Katastrophengedanken oder ein Schweißausbruch mit einher.

Aus dem "Nichts"?

Einfach so, es gibt eigentlich erstmal keinen Grund – denkst du zumindest. Doch du bekommst es mit der Angst zu tun, weil du das, was gerade mit dir und deinem Körper passiert, nicht kennst. So erleben es jedenfalls die meisten Menschen, die zum ersten Mal eine Panikattacke erleiden. Die Angst wird je nach Situation bis zu einem gewissen Maximum immer stärker und ebbt dann langsam ab. Gefühlt vergehen Stunden in dieser Zeit.

Zu den bereits genannten Symptomen kommen möglicherweise Herzrasen, Atemnot oder Schmerzen im Brustbereich hinzu. Jetzt denkst du, dass du in jedem Moment einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden wirst. Dass diese Symptome heftige Angst machen, ist nur allzu verständlich. Das einzig Gute an Panikattacken ist, dass alle Menschen, die darunter leiden, ähnliche Erlebnisse beschreiben.

Du bist nicht alleine

Also: Du bist nicht allein damit und diese Symptome sind ganz normal, sofern man es denn so nennen möchte. Sie sind jedenfalls in medizinisch-psychologischen Sinne normal. Denn der Körper befindet sich während Panikattacken in einer Art Notzustand. Es ist unbedingt empfehlenswert, diesem Notzustand auf den Grund zu gehen. Denn eine Panikattacke möchte dir etwas mitteilen. Du solltest dich also damit auseinandersetzen und die Panikattacke(n) nicht versuchen zu ignorieren. Das funktioniert in den meisten Fällen nämlich auch nicht.

Mach dich auf die Suche

Beginnend mit der Auseinandersetzung macht es Sinn, sich darüber zu informieren, was Panikattacken eigentlich sind und was im Körper passiert. Danach gehe am besten gemeinsam mit einer professionellen Person aus dem Bereich der Psychologie den Ursachen und Auslösern auf den Grund.

Denn je besser du dich selbst verstehst, desto weniger schlimm werden die Panikattacken zu handeln sein. Ein Versprechen, dass sie komplett verschwinden, gibt es dennoch nicht. Der Umgang damit wird lediglich um einiges einfacher – so erzählen Betroffene. Und damit hast du schon viele Schritte in die richtige Richtung unternommen, um weniger Angst vor und während der Panikattacken zu entwickeln und deine Lebensqualität wieder zu verbessern.

Übrigens: In vielen Fällen sind als Ursache für Panikattacken Wechseljahre eine mögliche (Mit-)Ursache.

Wie entstehen Panikattacken und wie äußern sie sich?

Hyperventilation ist eines der häufigsten Symptome von Panikattacken

Bei einer Panikattacke erleiden Betroffene – das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen – eine Reihe an Symptomen, die je nach Person sehr unterschiedlich sein können. Kinder sind übrigens etwas seltener betroffen. In der Regel können folgende dieser sehr unangenehmen Symptome während einer Panikstörung auftreten.

Die Unterschiede zwischen Panikattacke und Panikstörung

Diagnose Angst: Es gibt große Unterschiede in den Krankheitsbildern zum Thema Angst.

Tritt bei einer Person beispielsweise nur sehr selten bis gelegentlich eine Panikstörung auf, wird von akuten Panikattacken gesprochen.

Ist es aber so, dass die Attacken sehr häufig, vielleicht sogar mehrmals am Tag auftreten, sprechen Experten von einer Panikstörung. Hinter so einer Störung kann dann möglicherweise eine generalisierte Angst stecken oder eine konkrete Angst, die bei einer Art von Agoraphobie auftritt.

Bei generalisierten Ängsten treten weniger häufig sogenannte Auslöser in Erscheinung als bei Phobien. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es bei generellen Angstzuständen gar keine Auslöser gibt. Sie sind dann nur weniger konkret oder "sichtbar".

Herzklopfen, Schmerzen, Zittern, Übelkeit ...

Die Reihe an Symptomen, die bei einer Panikattacke auftreten (können), ist sehr vielfältig (1).

  • Erhöhter Herzschlag, Herzrasen, Herzstolpern
  • Ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt
  • Schweißausbrüche oder Hitzewallungen
  • Kälteschauer
  • Atemnot
  • Mundtrockenheit
  • Erstickungsgefühl
  • Engegefühl im Hals
  • Schmerzen, Druck oder Enge in der Brust
  • Übelkeit und Bauchschmerzen
  • Zittern
  • Schwindel
  • Ohnmachtsgefühl
  • Benommenheit
  • Unsicherheit
  • Gefühl, dass alles unwirklich ist, nicht richtig "da sein"
  • Angst, Kontrolle über sich zu verlieren
  • Angst, wahnsinnig zu werden
  • Taubheitsgefühle im Körper
  • Kribbelgefühle im Körper
  • Harndrang
  • Todesangst

Nicht jede Panikattacke verläuft gleich, nicht bei jeder Person verlaufen Panikstörungen identisch. Die Attacken sind so tückisch wie ihre Anzahl an Symptomen. Viele Betroffene beschreiben auch, dass sie während jeder Panikattacke alle der aufgelisteten Symptome erleiden, manchmal mehr oder weniger intensiv.

Manche Patienten beginnen während einer Panik-Attacke zu hyperventilieren. Das heißt, dass sie zu viel und zu schnell Sauerstoff ein- und viel Kohlendioxid ausatmen. Dass das ein absoluter Albtraum zu sein scheint, wenn man sich die Vielzahl der Symptome anschaut, ist sehr gut nachzuvollziehen. Manche Personen greifen aufgrund einer sehr heftigen Panikattacke auch zum Telefon, um den Notarzt zu rufen – eine Reaktion, die zeigt, dass sich Körper und Psyche wirklich in einem absoluten Notzustand befinden.

Wie lange dauert eine Attacke?

In der Regel dauert eine Panikattacke zwischen 10 und 30 Minuten. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, da es auch Attacken gibt, die kürzer oder sogar länger dauern. Bei sehr häufig und lange auftretenden Panikattacken sprechen Experten auch eher von einer Panikstörung oder einer generalisierten Angststörung.

Mögliche Ursachen von Panikattacken

(Kindheits-)Traumata sind nur eine von vielen möglichen Ursachen einer Panikstörung mit Panikattacken

Interessanterweise beschreiben Betroffene immer wieder, dass sie nach dem Auftreten einer allerersten Attacke zuerst zu einem Allgemeinarzt gegangen sind, um sich Informationen und Hilfe zu holen.

Das macht natürlich deswegen auch Sinn, weil die Symptome sehr körperlich in Erscheinung treten. Herzrasen, Atemnot – es ist immer ratsam, zuerst körperliche Krankheitsmöglichkeiten zu analysieren beziehungsweise auszuschließen. In vielen Fällen finden die Ärzte nichts. Seitens der Patienten besteht dann erstmal Ratlosigkeit.

Du denkst vielleicht, dass du doch gar keine Vergangenheit mit Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten hast und das doch alles gar nicht sein kann?

Stress, Druck, Phobien oder biologische Ursachen

Tatsächlich liegen die Ursachen oftmals tief begraben und wurden so lange nicht beachtet, bis sie sich sozusagen in Form von Panikattacken an die Oberfläche begeben. Sie knocken dich damit quasi aus, so dass du nun dazu gezwungen bist, dich damit auseinanderzusetzen. Es ist fast nicht möglich und auch nicht empfehlenswert, dies zu ignorieren. Ursachen von Panikattacken können vielerlei Wurzeln haben. Dazu gehören:

  • Chronische Stresssituationen im Leben – privat und/oder beruflich
  • Hoher Druck, der Stressgefühle hervorruft
  • Bereits bestehende psychische Vorerkrankungen wie Depressionen oder Traumata
  • Bereits bestehende Ängste, die sich in Agoraphobien, Klaustrophobie oder sozialen Ängsten gezeigt haben
  • Allgemeine stressige Situationen, die sehr belastend sind
  • Generell ängstliche Persönlichkeitsmerkmale
  • Ursachen biologischer Art sind auch möglich: häufiges Auftreten von Angst in der Familie

Körperliche Ursachen

Ebenso bereits bestehende körperliche Krankheiten wie beispielsweise eine Schilddrüsenfehlfunktion, eine Lungen- oder Herz-Krankheit sowie Gehirn-Nervenerkrankungen können dazu führen, dass Angstgefühle verstärkt werden. Um solche organische Ursachen auszuschließen, ist eine Diagnostik durch den Hausarzt oder Facharzt wichtig.

Dies sind dann körperliche, weniger psychische Ursachen, die zu Angst und Panikattacken führen können.

Manchmal ist es auch eine Kombination aus beiden: körperlich und psychisch. Als Beispiel kann Asthma gelten: Die Symptome bei einem schlimmen Asthma-Anfall sind teilweise ähnlich wie bei Angststörungen – Atemnot, Enge in der Brust, Erstickungsgefühl. Von Natur aus eher ängstliche Patienten laufen möglicherweise Gefahr, eine Angst vor den Asthma-Symptomen zu entwickeln, was dann wiederum schlimmstenfalls darauf hinauslaufen könnte, dass zusätzlich eine Angsterkrankung hinzukommt.

Missbrauch von Genussmitteln

Zudem kann ein übermäßiger Gebrauch von Alkohol, Drogen, Nikotin oder Koffein dazu führen, dass eine Panikstörung entsteht.

Wer beispielsweise regelmäßig Alkohol trinkt, schädigt nicht nur innere Organe des Körpers, sondern greift auch die Nervenzellen im Gehirn an. Langfristig wird dadurch das gesamte Nervensystem gestört.

Ein sehr starkes Konsumieren von Koffein und Nikotin kann außerdem zu einer gewissen Unruhe, ja sogar Angstgefühlen, führen. Vor allem dann, wenn beides zusammen sehr häufig konsumiert wird. Hier gehen oft die Ursache Stress und der Gebrauch von vermeintlich beruhigendem Zigarettenkonsum miteinander einher. Betroffene denken, sie beruhigen sich mit einer Zigarette, doch das Gegenteil passiert. Nicht zu vergessen die längerfristigen Schäden der Lunge und dem Körper insgesamt.

Davon abgesehen, dass der Konsum von harten Drogen für Psyche und Körper generell absolut schädigend ist, kann es hier sehr schnell zu Angstzuständen kommen. Nach dem Hochgefühl tritt bei Betroffenen sehr häufig eine Depression ein. Das hat damit zu tun, dass Drogen den Gehirnstoffwechsel stark beeinflussen.

Weitere Ursache: Medikamente

In einigen Fällen besteht die Möglichkeit, dass Arzneimittel einen Zusammenhang mit Unruhe oder Angstzuständen haben. Alles was mit Hormonen und dem Stoffwechsel zu tun hat, hat nämlich auch großen Einfluss auf unser psychisches Wohlbefinden.

Hast du zum Beispiel gerade eine medikamentöse Umstellung oder nimmst ein Medikament neu ein und es treten ungewohnte Störungen auf, die dich beunruhigen, kontaktiere sofort deinen behandelnden Arzt.

An dieser Stelle seien nur einige Medikamente genannt, die damit in Zusammenhang stehen könnten:

  • Antidepressiva,
  • manche Bluthochdruckmittel,
  • Asthmamedikamente,
  • Östrogene zwecks Hormonbehandlung,
  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen,
  • Schmerzmittel,
  • Mittel gegen Schlafstörungen.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vor allem bei Frauen ist zu beachten, dass die Einnahme von Verhütungsmitteln wie der Anti-Baby-Pille stimmungsschwankende Effekte hervorrufen kann.

Nach Corona-Erkrankung

Laut Medienberichten entstehen offenbar bei einigen Betroffenen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, immer häufiger Depressionen und Angststörungen. Das ergab eine britische Studie, die zu diesem Thema durchgeführt wurde. Die Gründe dafür seien aber noch unklar, so heißt es in einem Beitrag von der Süddeutschen Zeitung (3).

Lesetipp: Soforthilfe bei Panikattacken

Risikofaktoren – ein kurzer Überblick

Tatsächlich ist es so, dass Störungen dieser Art häufiger bei Frauen auftreten als bei Männern (4). Zudem findet eine erste Episode der Krankheit oft im Alter zwischen 30 und circa 50 Jahren statt. Viele Menschen berichten, dass die ersten Ängste im Alter von rund 30 Jahren aufgetreten sind.

Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass auch Kinder und Jugendliche davon betroffen sein können. Wie oben bereits genannt, gibt es einige Faktoren wie

  • Stress,
  • Vorerkrankungen,
  • häufiges Auftreten in der Familie,
  • schlimme Lebensereignisse,
  • generelle Ängste wegen Geld oder vor zwischenmenschlichen Beziehungen,
  • unbeständige Kindheit und schlimme Kindheitserfahrungen,
  • allgemeine Sorgen,
  • bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder
  • Missbrauch von Drogen,

die eine Angststörung begünstigen (2).

Auch in der Schwangerschaft treten oftmals Panikattacken auf.

Prinzipiell lässt sich nicht pauschal festhalten, was genau dazu führt, dass bei betroffenen Personen die Diagnose Angststörung hervorruft. Die Risikofaktoren können noch so klein sein, manchmal kommen Ängste wie aus dem Nichts.

Einige Lebensgeschichten von Patienten sind allerdings so sehr von schlimmen Ereignissen und Erfahrungen geprägt, dass eine psychische Erkrankung mit Angststörung einfach erklärbar und nachvollziehbar erscheint.

Auslöser für Panikattacken: individuell

Manchmal braucht es nur einen kleinen Trigger, der die Panikattacke ähnlich einer Kettenreaktion auslöst.

Im allgemeinen sind die Auslöser von Panikstörungen sehr individuell. Jeder Mensch hat schließlich seine eigene Geschichte. In mancherlei Hinsicht gibt es jedoch immer mal wieder ähnliche Triggermomente, die eine Panikattacke hervorrufen können.

Ganz typische Situationen sind zum Beispiel:

  • Autofahren,
  • Bahnfahren,
  • Events mit vielen Menschen,
  • enge Räume etc.

Je nachdem, welche Art von Angst du hast, wirst auch du vielleicht schon mal gemerkt haben, dass dir besondere Situationen Unbehagen bereiten, ja sogar eine Riesenangst machen. Es ist auch möglich, dass du in der Kindheit Situationen erlebt hast, die du zwar schon vergessen hast, aber dein Unterbewusstsein immer noch dabei ist, das Ganze im nachhinein zu bearbeiten.

Sogenannte Kindheitstraumata können auch dafür sorgen, dass bestimmte Situationen in deinem Erwachsenenleben Panikattacken immer und immer wieder triggern. Dein Gehirn hat damals einfach eine sehr negative Erfahrung gemacht und diese als gefährlich abgespeichert.

Bekannte Trigger-Momente

Die sogenannten Trigger, die Angst auslösen können, sind oftmals ähnlich, wenn natürlich auch in den jeweiligen Kontexten und Lebensgeschichten der Patienten zu betrachten. Aber einige Momente treten gehäuft als Trigger auf:

  • Im Auto als Fahrer oder Beifahrer
  • Enge Räume bei Klaustrophobie in einem Haus oder einer Wohnung
  • Menschenmengen wie Festivals oder ähnliches bei sozialen Phobien
  • Meetings oder Momente, in denen eine Präsentation vor vielen Menschen gehalten werden muss
  • Zusammentreffen mit bestimmten Personen
  • Von einer Brücke runterschauen bei Höhenängsten
  • Besuch beim Arzt
  • Alleinesein
  • Bei Reizüberflutung aufgrund zu vieler äußerer Einflüsse
  • An bestimmten Orten, die mit einem Erlebnis in Verbindung stehen

Dies sind nur einige Beispiele. Es gibt noch zahlreiche andere Situationen, in denen Panikattacken verstärkt auftreten.

Panikstörung und die "No-Trigger-Momente"

Manchmal gibt es auch Trigger-Situationen, die Panikattacken verursachen, die zuerst gar nicht als solche auffallen. Du fühlst dich plötzlich komisch, dir wird schlecht, schwindelig, du bist abwesend, obwohl du dich gerade mit einer eng befreundeten Person auf einen gemütlichen Kaffee getroffen hast.

Umso nerviger, denn logischerweise fragst du dich, was das jetzt soll. Eigentlich wolltest du den Tag genießen, nun wird dieser von einer lästigen bis schrecklichen Angst überschattet. Das ist ein typischer Moment. Denn die Attacken treten gerne mal auf, wenn du dich gerade entspannst, also in Wohlfühlmomenten.

Das ist fies, macht aber durchaus Sinn: Körper und Psyche sind gerade entspannt, die Angst wurde vielleicht während einer stressigen Woche mehrmals weggedrückt oder überspielt, weil es gerade so gar nicht passte. Du musstest schließlich noch so viel erledigen. Eine Panikstörung auf der Arbeit zu haben ... unvorstellbar etc. etc.

Jetzt bist du relaxt, die Angst darf endlich hochkommen und überrascht dich – eine typische Situation, die gar keinen heftigen Trigger gebraucht hat. Diese Art der Angst unterscheidet sich im Übrigen von der mit einem konkreten Auslöser wie bei Phobien. Wer also eher ohne Trigger Angst verspürt, hat es möglicherweise mit einer generalisierten Angststörung zu tun.

Fazit – ein Leben mit dieser Erkrankung

Da Panikstörungen oftmals so intensiv und sehr anstrengend sind, können sie das Leben von Betroffenen massiv beeinträchtigen. Wie bereits erwähnt, ist es aus diesem Grund nicht ratsam – und auch meist gar nicht möglich –, Angststörungen auf die leichte Schulter zu nehmen.

Häufig stecken tief liegende Ursachen dahinter, die Aufmerksamkeit bekommen möchten, weil sie vielleicht über einen langen Zeitraum weggedrückt worden sind. Das geschieht häufig auch unbewusst.

So banal es klingt, es kommen während der Aufarbeitung in einer Psychotherapie manchmal vermeintlich kleine Dinge oder Situationen zum Vorschein, die möglicherweise sehr viel mit deinen Panikstörungen zu tun haben können. Bei manchen Menschen sind es offensichtliche Dinge, bei anderen sehr wenig offensichtliche Erlebnisse oder Erfahrungen.

Ängste ernst nehmen und sich in Behandlung begeben

Das Wichtigste: Versuche, keine Angst vor der Angst zu entwickeln, auch wenn du möglicherweise mehrmals pro Woche oder pro Monat von körperlichen Symptomen geplagt bist, die du nicht verstehst. Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, die zwar nicht immer 100%igen Erfolg versprechen aufweisen, aber zumindest den meisten Patienten sehr viel Linderung verschaffen.

Viele Betroffene berichten, dass sie nach einer Therapie die Angst zwar nicht komplett losgeworden sind, aber sie beschreiben, dass einzelne Episoden der Angst

  1. seltener auftreten,
  2. besser zu handeln sind und
  3. die Erwartungsangst gelindert wurde oder sogar komplett verschwunden ist.

Es gibt auch Fälle, bei denen die Panikstörung nach einer Behandlung nicht mehr auftritt. Denke daran, dass es der beste Weg ist, sich professionelle Hilfe zu holen.

Informationen zu psychologischen Ärztezentren kannst du direkt von deinem Hausarzt erhalten. In absoluten Notfällen kannst du auch Notrufnummern erhalten, die Betroffenen eine Art Übergangshilfe organisieren – kurzfristiges Verschreiben von Medikamenten oder einer Art Erstgespräch oder ähnlichem.

Eine passende langfristige Behandlung ist absolut zu empfehlen. Achte auf deine psychische Gesundheit genau so stark, wie du auch auf deine körperliche Gesundheit achtest.

Und: Du bist nicht allein, viele Menschen leben mit Angst. 

Selbstmordgedanken?

Falls du akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar.

Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/

Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit Frau, Tochter und Hund in der Pfalz. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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