Diese 9 pflanzlichen Stimmungsaufheller könnten Dir wirklich helfen

Bist Du auf der Suche nach pflanzlichen Stimmungsaufhellern, die ohne die Nebenwirkungen von Antidepressiva auskommen und nicht abhängig machen?

Dann bist Du hier genau richtig. Denn in diesem Artikel stellen wir Dir die 9 wirksamsten natürlichen und Mittel vor, die gegen Depressionen, depressive Verstimmungen oder auch nur gegen leichte Stimmungsschwankungen wirksam sind. Alle vorgestellten Mittel sind rezeptfrei und können als Kapseln, Tee oder Tropfen eingenommen werden.

Wir erläutern ausführlich, wie die jeweilige Studienlage ist, welche Dosierung Du benötigst und worauf Du bei der Anwendung achten solltest. Dazu geben wir Dir noch Produktempfehlungen für jeden der vorgestellten Stoffe.

Damit die trüben Tage bald aus deinem Leben verschwinden und endlich wieder Freude und gute Stimmung in dein Leben kommt.

Depressionen verstehen

Depression ist eine Stimmungsstörung, bei der Menschen über längere Zeit Gefühle der Traurigkeit, Einsamkeit und des Interessenverlusts verspüren. Es ist eine ziemlich häufige Erkrankung nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Laut den Centers for Disease Control und Prevention (CDC) ist einer von 13 Menschen ab 12 Jahren von Symptomen der Depression betroffen.

Die Symptome bei Depressionen sind vielfältig, einige davon sind:

  1. Verlust des Interesses an normalen Aktivitäten
  2. sich traurig, unglücklich oder leer fühlen
  3. Veränderungen im Appetit
  4. sich wertlos oder schuldig fühlen
  5. Angst oder Unruhe
  6. Schlafstörungen, Schlaflosigkeit oder verstärkte Tagesmüdigkeit
  7. Stimmungsschwankungen: z.B. irrationale Reaktionen oder Wutausbrüche
  8. Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen
  9. Gedanken an Selbstmord oder Tod
  10. unerklärliche Schmerzen oder sonstige psychosomatische Beschwerden

Die Ursachen von Depressionen sind noch nicht komplett verstanden. Einige Faktoren können jedoch dazu beitragen, darunter:

  1. Veränderungen im Gehirn: Bei Menschen mit Depression können oftmals physische Veränderungen im Gehirn, z.B. in Form von Entzündungen, nachgewiesen werden.
  2. Chemische Ungleichgewichte: Die des Gehirns werden genau durch ein empfindliches Gleichgewicht von Chemikalien und Neurotransmittern gesteuert. Wenn sich diese Chemikalien ändern und aus dem Gleichgewicht kommen, können Symptome einer Depression auftreten.
  3. Hormonveränderungen: Auch Hormonveränderungen können Symptome einer Depression verursachen. Hormone können sich aufgrund von Schilddrüsenproblemen, Wechseljahren oder anderen Erkrankungen ändern.
  4. Änderungen im Leben der Person: Der Verlust eines Angehörigen, das Ende eines Jobs oder einer Beziehung, finanzieller Stress oder ein Trauma können Depressionen auslösen.
  5. Gene: Wenn bei einem nahen Angehörigen Depressionen diagnostiziert wurden, besteht möglicherweise auch eine genetische Veranlagung für die Entwicklung einer Depression.

Depression natürlich behandeln

Die herkömmliche Therapie einer Depression besteht aus einer Kombination aus verschreibungspflichtigen Medikamenten (meist Antidepressiva) und Psychotherapie.

  1. Antidepressiva können dazu beitragen, zugrunde liegende körperliche Probleme, wie etwa ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter, zu beheben.
  2. Psychotherapie kann Dir helfen, Probleme und Situationen anzugehen, die möglicherweise zu Depressionen beitragen, wie z. B. bestimmte Lebensveränderungen.

Auch wenn die herkömmlichen Behandlungen wirksam sein können, bist Du wahrscheinlich auch an alternativen Möglichkeiten wie natürlichen Stimmungsaufhellern interessiert. Solche natürlichen Antidepressiva stehen zurzeit im Fokus aktueller Forschung.

Wissenschaftler und Mediziner haben zahlreiche Heilkräuter, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine untersucht, um festzustellen, ob und inwiefern diese bei Depressionen helfen können.

Die Ergebnisse sind insgesamt gemischt. Einige alternative Behandlungen sind jedoch äußerst vielversprechend.

Doch nicht jede alternative Behandlung besteht die strengen Tests klinischer Studien. Deswegen zögern viele Mediziner und Ärzte, solche natürlichen Behandlungen zu empfehlen.

In diesem Leitfaden erfährst Du mehr über die am besten untersuchten alternativen Behandlungsmethoden für Depressionen. Du solltest weiterlesen, wenn Du erfahren möchtest, welche natürlichen Mittel (Stimmungsaufheller) die besten Ergebnisse erzielen, wie sie wirken und woraus sie gewonnen werden.

Achtung!

Wenn Du an einer alternativen Therapie zur Behandlung Deiner Depression interessiert bist, solltest Du dies auch mit Deinem Arzt, Therapeuten oder Psychiater besprechen. Diese Fachleute können Dir möglicherweise dabei helfen, zu entscheiden, welche Nahrungsergänzungsmittel für Dich am besten geeignet sind. Nicht alle Patienten mit Depressionen profitieren von alternativen Behandlungen. Dennoch sind sie auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein Strauchkraut mit gelben Blüten. Es wächst wild in ganz Europa, Teilen Asiens, Teilen Afrikas und im Westen der Vereinigten Staaten.

Sowohl die Blätter als auch die Blüten des Johanniskraut werden für medizinische Zwecke verwendet.

Seit Jahrhunderten wird Johanniskraut zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, darunter Depressionen und sonstige psychische Störungen.

​​​Das Kraut hat darüber hinaus entzündungshemmende Eigenschaften sowie antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Es wird seit langer Zeit verwendet, um Infektionen und Wunden auf der Haut zu behandeln.

Heutzutage ist Johanniskraut ein beliebtes alternatives Antidepressivum in Deutschland und in ganz Europa. Allerdings ist Johanniskraut nicht als Medikament gegen Depressionen zugelassen, sondern es gilt als Nahrungsergänzungsmittel.

Die Forschungslage über die Wirksamkeit von Johanniskraut zur Behandlung von Depressionen ist gemischt. Eine 2009 in Evidence-Based Mental Health veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass Johanniskraut durchaus vorteilhaft ist.

Die Studie ergab, dass Johanniskraut wirksamer ist als ein Placebo. Das Kraut scheint auch weniger unerwünschte Nebenwirkungen als traditionelle Depressionsmedikamente zu verursachen.

Zwei andere Studien kamen jedoch zu dem gegenteiligen Ergebnis, dass Johanniskraut bei leichten und schweren Depressionen nicht wirksam sei. Die erste im Journal of Psychiatric Research veröffentlichte Studie verglich das Heilkraut in seiner Wirksamkeit mit einem Placebo.

Die Studie ergab, dass das Kraut keine leichte Depression verbessern konnte. Interessanterweise stellte diese Studie jedoch fest, dass selbst das Antidepressivum Citalopram nicht besser wirke als ein Placebo.

Die zweite Studie wurde im Journal der American Medical Association veröffentlicht. Hier zeigte sich, dass Johanniskraut keine mittelschweren Depressionen lindern konnte.

Zur Herstellung des Supplements werden die Blüten der Johanniskrautpflanze verwendet, häufig in Form von Tees, Tabletten oder Kapseln. Manchmal werden auch flüssige Extrakte und Tinkturen angewandt.

Bei einer leichten bis mittelschweren Depression liegt die Standarddosis einer Tablette bzw. Kapsel Johanniskraut zwischen 20 und 1800 Milligramm. Die durchschnittliche Dosis beträgt zwei- bis dreimal täglich 300 Milligramm, das entspricht einer Tagesdosis zwischen 600 und 900 Milligramm.

Laut Mayo-Klinik können Menschen mit schweren Depressionen täglich 900 bis 1800 Milligramm Johanniskraut einnehmen. Wenn das Heilkraut Deine Depressionssymptome gelindert hat, kannst Du dir überlegen, die Dosis schrittweise zu reduzieren. Du solltest aber jede Dosisänderung mit Deinem Arzt absprechen.

Wenn Du der Meinung bist, dass Johanniskraut zur Behandlung Deiner Depressionen geeignet sein könnte, solltest Du das mit Deinem behandelnden Arzt besprechen. Beachte bitte, dass es bei der Einnahme von Johanniskraut bei zahlreichen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen kann.

Auch wenn Du verschreibungspflichtige Antidepressiva, Hustenmittel, Verhütungsmittel oder Blutverdünner einnimmst, solltest Du vor der Einnahme von Johanniskraut mit Deinem Arzt sprechen. Dennn in vielen Fällen macht Johanniskraut andere Medikamente weniger wirksam.

SAMe

S-Adenosyl-L-Methionin (kurz: SAMe) ist eine Verbindung, die natürlicherweise auch vom eigenen Körper hergestellt wird. Die gleiche chemische Verbindung kann aber auch künstlich im Labor hergestellt werden.

In den späten 1990er Jahren wurde das künstlich hergestellte SAMe als Nahrungsergänzungsmittel genehmigt. In Europa war der Wirkstoff bereits seit den 70er Jahren ein verschreibungspflichtiges Medikament, zählt mittlerweile aber ebenfalls zu den Nahrungsergänzungsmitteln.

SAMe wird verordnet, um eine Vielzahl von Bedingungen zu behandeln. So kann es bei Depressionen, Arthrose, Herzerkrankungen, aber auch beim Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsssyndrom (ADHS) und bei epileptischen Anfällen helfen.

In Deinem Körper spielt SAMe in vielen wichtigen Funktionen eine Rolle. Im Gehirn hilft SAMe beispielsweise, Serotonin, Melatonin und Dopamin herzustellen. Serotonin ist ein wichtiger chemischer Botenstoff und Neurotransmitter. Neurotransmitter helfen, Signale durch Dein Gehirn und in Deinen Körper zu leiten.

Wenn bei Dir eine Depression diagnostiziert wurde, hast Du möglicherweise unzureichende (also zu niedrige) Serotoninspiegel. Dein Arzt könnte Dir ein Medikament verschreiben, das Deinem Gehirn hilft, mehr Serotonin zu produzieren und zu verwenden. Alternativ kannst Du aber auch SAMe verwenden, um Deinen Serotoninspiegel zu erhöhen.

In einer Studie des American Journal of Psychiatry aus dem Jahr 2010 untersuchten die Forscher die Wirksamkeit von SAMe. Sie fanden heraus, dass Menschen, die bereits verschreibungspflichtige Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) einnehmen, von der Einnahme von SAMe zusätzlich profitieren können.

Die Forscher dieser Studie gaben den Studienteilnehmern zweimal täglich 800 Milligramm SAMe. Im Vergleich zu Personen, die ein Placebo einnahmen, hatten Teilnehmer, die SAMe einnahmen, weniger Symptome einer schweren Depression.

Für die Dosierung von SAMe gibt es keine feste Formel. Die empfohlene Dosis von SAMe hängt davon ab, wie und wofür Du das Supplement einnimmst. In vielen Fällen wird die Dosierung von SAMe schrittweise erhöht, um Nebenwirkungen gering zu halten und sich an die optimale Wirksamkeit heranzutasten.

Ein Bericht aus dem Jahr 2002 im American Journal of Clinical Nutrition gibt effektive Informationen zur Dosierung von SAMe. Der Bericht untersuchte erfolgreiche klinische Studien des Wirkstoffs. Die Studien zeigten, dass SAMe wirksamer war als ein Placebo.

Es war bei der Linderung von Depressionssymptomen ebenso wirksam wie sogenannte trizyklische Antidepressiva. Die Versuche zeigten, dass Tagesdosen von 200 bis 1.600 Milligramm wirksam waren. In demselben Bericht wurde jedoch festgestellt, dass weitere Studien erforderlich waren, um die optimalsten Dosen zu ermitteln.

Injektionen von SAMe sind ebenfalls möglich. Die durchschnittliche Einspritzung liegt zwischen 200 und 400 Milligramm. Nach Angaben der Mayo Clinic kann eine Injektion täglich bis zu acht Wochen Sinn machen.

Injektionen werden meist in einer Arztpraxis verabreicht. Falls Du nicht täglich eine Arztpraxis aufsuchen möchtest oder kannst, macht diese Option für Dich keinen Sinn.

Viele klinische Untersuchungen legen nahe, dass SAMe kurzfristig vorteilhafte Eigenschaften haben kann. Langzeitstudien fehlen jedoch.

Wenn Du glaubst, SAMe könnte Dir bei der Bekämpung deiner Depression helfen, solltest Du diese Option mit Deinem Arzt oder Psychiater besprechen. Das Supplement ist frei erhältlich, aber es ist wichtig, dass Dein Arzt weiß, ob du es einnimmst. Dies hilft auch dabei, mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

SAMe kann mit anderen Medikamenten Wechselwirkungen haben. Beispielsweise haben Menschen, die Blutverdünner nehmen, möglicherweise ein höheres Blutungsrisiko, wenn sie zusäzlich noch SAMe einnehmen. Auch SAMe alleine kann eine Vielzahl von Nebenwirkungen verursachen, darunter Mundtrockenheit, Durchfall, Schwindel oder Schlaflosigkeit.

5-HTP


5-Hydroxytryptophan (5-HTP) ist ein Stoff, welchen der Körper aus L-Tryptophan herstellt. L-Tryptophan oder Tryptophan ist eine Aminosäure, also ein Baustein von  Proteinen (Eiweiß).

Tryptophan kommt natürlicherweise in einigen Lebensmitteln vor, 5-HTP dagegen nicht. Stattdessen verwendet Dein Körper Tryptophan, um daraus 5-HTP herzustellen.

Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Tryptophan:

  1. Pute, Truthahn und Hähnchen
  2. Milch
  3. SeetangSonnenblumenkerne
  4. Rüben- und Kohlarten
  5. Kartoffeln
  6. Kürbisse

Wie SAMe kann auch 5-HTP dazu beitragen, den Serotoninspiegel im Gehirn zu erhöhen. Medikamente, die Serotonin erhöhen, neigen dazu, die Symptome einer Depression zu lindern.

Zusätzlich zur Therapie von Depressionen wird 5-HTP auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Schlafstörungen, ADHS, prämenstruelles Syndrom und Parkinson-Krankheit eingesetzt. Wissenschaftler und Mediziner vermuten, dass sich die Veränderungen im Serotoninspiegel positiv auf all diese Erkrankungen auswirken.

Doch nicht alle Untersuchungen stützen die Wirksamkeit von 5-HTP. Eine 2012 durchgeführte Analyse von 5-HTP-Studien ergab, dass die Vorteile dieses Stoffes zum Teil übertrieben dargestellt werden.

Tatsächlich behauptet die im Journal of Neuropsychiatric Disease and Treatment veröffentlichte Studie, 5-HTP könnte die Symptome der Depression verschlimmern, da die langfristige Verwendung von 5-HTP andere Neurotransmitter beeinträchtigen könnte.

5-HTP kann aus den Samen von Griffonia simplicifolia , einer afrikanischen Pflanze, hergestellt werden. Die Samen werden zu Tabletten und Kapseln verarbeitet.

Die durchschnittliche Dosis von 5-HTP beträgt 100 bis 300 Milligramm ein- bis dreimal täglich. Die richtige Dosierung für Dich und Deinen Zustand kann jedoch hiervon abweichen. Spreche am besten mit Deinem Arzt über die Dosis, die du einnehmen solltest.

Sobald deine Beschwerden durch 5-HTP gelindert wurden, kannst Du möglicherweise Deine Dosis (langsam!) reduzieren. So kannst mögliche Nebenwirkungen reduzieren, ohne jedoch auf die Vorteile durch 5-HTP verzichten zu müssen.

Vorsicht ist jedoch angesagt, falls Du 5-HTP in Kombination mit anderen Medikamenten (v.a. SSRI-Antidepressiva), die den Serotoninspiegel erhöhen, einnimmst. Dies könnte dazu führen, dass sich durch diese Kombination zu viel Serotonin in deinem Gehirn anreichert. Das kann zu einem sogenannten Serotonin-Syndrom führen, das durchaus gefährlich ist. Das Serotonin-Syndrom kann Nebenwirkungen wie Herzprobleme und Angststörungen verursachen.

Omega-3-Fettsäuren

Über die außerordentlichen Vorteile von Omega-3-Fettsäuren auf die Herzgesundheit wurde schon viel berichtet. Diese essentiellen Fettsäuren können aber auch sehr gut zur Linderung von Depressionen beitragen.

Omega-3-Fettsäuren werden auch als essentielle Fettsäuren bezeichnet, da unser Körper sie für normale Funktionen benötigt.

Sie sind wichtig für die neurologische Entwicklung und das Wachstum. Der menschliche Körper kann Omega-3-Fettsäuren jedoch nicht selbst herstellen.

Omega-3-Fettsäuren sind in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln enthalten, v.a. in (fettigem) Fisch, in einigen Nussölen und manchen Pflanzenölen. Während einige Studien darauf hindeuten, dass Omega-3-Fettsäuren die Anzeichen und Symptome einer Depression lindern können, ist der Gesamtbeweis (noch) unklar.

Eine 2003 in der europäischen Neuropsychopharmakologie durchgeführte Studie ergab, dass Menschen, welche Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung einnahmen, seltener an Depression litten. Diese Studie legt außerdem nahe, dass Omega-3 auch für Menschen, die Antidepressiva einnehmen, zusätzlich von Vorteil sein kann.

Eine Überprüfung von drei weiteren wichtigen Studien zu Omega-3 bei Depressionen im Jahr 2009 ergab, dass Omega-3-Ergänzungen bei Kindern und Erwachsenen im Vergleich zu einem Placebo bessere Ergebnisse lieferten.

Eine spätere Studie hat jedoch gezeigt, dass das Versprechen von Omega-3 als Mittel gegen Depressionen weitgehend unbegründet sei. Die Analyse ergab, dass viele der Studien zu klein waren oder nicht richtig durchgeführt wurden.

Einnahme von Fischöl Ergänzungen gegen Depressionen

Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel werden aus zwei Quellen hergestellt:

  • Fisch, oder
  • Pflanzen

Die Omega-3-Fettsäuren aus Fischen sind Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Die aus pflanzlichen Quellen stammenden Omega-3-Fettsäuren werden als Alpha-Linolensäure (ALA) bezeichnet.

Es ist wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis beider Arten in Deiner Ernährung zu haben. Zur zusätzlichen Verwendung werden die Öle hergestellt, um sie in Kapseln abzufüllen. Einige ALA-Omega-3-Quellen werden auch direkt als Öl verkauft.

EPA- und DHA-Omega-3-Fettsäuren werden meistens bei Depressionen empfohlen. Ein Gramm Omega-3-Fettsäuren aus Fischen kann Symptome von Depressionen reduzieren.

Nach Angaben der National Institutes of Health (NIH) können die meisten Menschen täglich bis zu 3 Gramm Omega-3-Fischöl-Ergänzungsmittel ohne irgendwelche Nebenwirkungen oder Komplikationen einnehmen.

Bezüglich der Depression berichtet die Mayo Clinic, dass sich eine 1.000-Milligramm-Kapsel mit EPA bei der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen hat. Diese wird einmal täglich genommen. Wenn Du eine große Pille nicht schlucken kannst oder möchtest, kannst Du natürlich auch zweimal eine kleinere Dosis einnehmen.

Trotz der möglichen Vorteile solltest Du mit Deinem Arzt sprechen, bevor Du mit der Einnahme von Omega-3-Ergänzungen beginnst. Abgesehen von der Möglichkeit einer mangelnden Wirksamkeit könnten sich Fischölergänzungen negativ auf die Wirksamkeit anderer Medikamenten auswirken.

Beispielsweise können sich Wechselwirkungen mit Antibabypillen und einigen Bluthochdruckmedikamenten ergeben. Omega-3-Fettsäuren könnten aber auch das Blutungsrisiko erhöhen, insbesondere bei Menschen, die bereits Blutverdünner einnehmen.

Eine Studie aus dem Journal of Clinical Psychiatry aus dem Jahr 2009 besagt, dass Omega-3-Fettsäuren auch andere Therapien positiv unterstützen können. Die Studie stellte aber auch fest, dass es nicht genügend Beweise gibt, um Omega-3-Fettsäuren als alleinige Behandlung von Depressionen zu empfehlen.

Wenn Du Omega-3-Fettsäuren einnehmen möchtest, bespreche dies bitte mit Deinem behandelnden Arzt. Insgesamt scheint die ergänzende Behandlung bei Menschen mit leichter oder mittelschwerer Depression am vielversprechendsten zu sein.

Vitamin B

B-Vitamine sind wichtig für die Gesundheit Ihres Gehirns. Die Vitamine B12 und B6 sind hierbei ganz besonders wichtig.

Sie helfen dabei, Stoffe herzustellen und zu kontrollieren, die die Stimmung und andere Gehirnfunktionen beeinflussen. In der Tat sind niedrige Blutspiegel der B-Vitamine mit Depressionen verbunden.

Zur Diagnose eines Vitamin-B-Mangels entnimmt Dein Arzt möglicherweise eine Blutprobe zum Testen.

Wenn Dein Blutspiegel niedrig ist, kannst Du Deine Zufuhr von Vitamin B durch Deine Ernährung erhöhen. Vitamin B-reiche Lebensmittel sind vor allem Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte.

Wenn Dein Vitamin-B-Spiegel sehr niedrig ist oder wenn Dein Arzt ihn schnell erhöhen möchte, kann er Dir eine tägliche Vitamin-B-Ergänzung vorschlagen. Bei schwerem Mangel kann Dein Arzt eine auch eine Ergänzung mit Vitamin B-12 empfehlen.

Die Erhöhung Deines Vitamin-B-Spiegels kann Dir dabei helfen, Deine Depression zu besiegen. Studien mit Vitamin B haben jedoch gemischte Ergebnisse.

Zum Beispiel fand eine Studie aus dem Jahr 2005 im Journal of Psychopharmacology heraus, dass eine Kombination von Vitamin B-12 und Folsäure (eine andere Art von Vitamin B) die Symptome von Depressionen reduzieren konnte.

Andere Forschungen, wie eine 2005 in Family Practice durchgeführte Studie, bezweifeln jedoch die Vorteile von Vitamin B. Es sind deshalb noch weitere Forschungsarbeiten erforderlich, bevor die meisten Ärzte Vitamin B-Präparate als Alternative oder zumindest als Ergänzung zu herkömmlichen Antidepressiva unterstützen werden.

Die meisten Multivitamin-Präparate enthalten bereits ausreichende Mengen der wichtigsten B-Vitamine. Wenn Du mit der Anwendung eines täglichen Multivitamin-Produkt beginnen, benötigst Du möglicherweise keine zusätzliche Supplementierung. Du kannst aber auch Ergänzungen kaufen, die nur B-Vitamine enthalten.

Die meisten Vitamin-B-Präparate werden aus Bakterien hergestellt. Die Bakterien synthetisieren das Vitamin (stellen es also her), das dann in Tabletten oder Kapseln gegeben wird.

Die empfohlenen Dosen für Depressionen liegen zwischen 1 und 25 Mikrogramm pro Tag. Die NIH empfiehlt Erwachsenen über 14 Jahren 2,4 Mikrogramm pro Tag. Höhere Dosen können sowohl sicher als auch wirksam sein.

Es ist jedoch wichtig, dies mit Deinem Arzt zu besprechen, bevor Du mit der Einnahme von Vitamin B in großen Dosen beginnst.

Vitamin B-Präparate werden im Allgemeinen gut vertragen, wenn sie angemessen eingenommen werden. Mögliche Nebenwirkungen sind Durchfall, Blutgerinnsel und Juckreiz. Diese sind jedoch selten.

Wie bei vielen alternativen Behandlungen können Vitamin-B-Präparate andere Medikamente und Behandlungen beeinflussen. Bespreche deswegen die Einnahme von Vitamin B mit Deinem Arzt, bevor Du mit der Einnahme beginnst. Dein Arzt wird mögliche Wechselwirkungen berücksichtigen.

Vitamin-D

Vitamin D hat viele gesundheitliche Vorteile. Ein ausreichender Spiegel des „Sonnenvitamins“ hilft Deinem Körper, Kalzium aufzunehmen, wodurch Deine Knochen stark bleiben.

Vitamin D kann auch vor Krebs, Bluthochdruck und anderen Krankheiten schützen.

Es kann sogar helfen, die Symptome einer Depression zu lindern. Die Wirksamkeit von Vitamin D bei Depression ist jedoch nicht so gut belegt wie dies für Vitamin D bereits bei anderen Krankheiten der Fall ist.

Menschen mit Depressionen neigen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegeln. Eine Erhöhung des Vitamin-Spiegels könnte Depressionen lindern.

Ein Bericht, der in den Themen "Psychiatrische Probleme" veröffentlicht wurde, legt nahe, dass die Aufrechterhaltung eines angemessenen Vitamin-D-Spiegels Depressionen reduzieren kann. Das Vitamin kann einige Auswirkungen haben, es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um zu bestimmen, wie effektiv es tatsächlich ist.

Dein  Körper bildet Vitamin D, wenn Deine Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Du kannst Vitamin D auch aus bestimmten Lebensmitteln beziehen, darunter Lebertran, Milch, Sardinen und Eier.

Für viele Menschen sind Ergänzungen mit Vitamin D jedoch die sicherere Wahl. Regelmäßige Sonneneinstrahlung kann das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Außerdem sind die Sonnenstrahlen in Gebieten nördlich des 37. Breitengrades nicht stark genug. Viele Menschen in diesen Regionen können durch Sonneneinstrahlung deswegen nicht ausreichend Vitamin D herstellen.

Studien, die den Einsatz von Vitamin D bei Depressionen untermauern, sind begrenzt, daher sind auch die Empfehlungen zur Dosierung spärlich. Du kannst die empfohlene Tagesdosis nehmen, die täglich 600 internationale Einheiten (IE) beträgt.

Wahrscheinlich benötigst Du aber eine größere Dosis, die empfohlene Durchschnittsdosis liegt jedoch nach Angaben der Mayo Clinic zwischen 400 und 800 IE pro Tag . Manche Menschen können aber mit gutem Erfolg viel größere Dosen einnehmen, bis zu 10.000 IE pro Tag sind keine Seltenheit.

Eine Vitamin-D-Überdosierung ist eine mögliche Komplikation, wenn Du zu lange zu viel Vitamin D einnimmst. Zu den Symptomen einer Vitamin-D-Überdosierung zählen Gewichtsverlust, Herzrhythmusstörungen und übermäßiges Wasserlassen. Diese kommt aber meist erst bei einer sehr langfristigen täglichen Einnahme von Vitamin D über 20.000 IE vor.

Durch Sonneneinstrahlung kann es im Übrigen nicht zu einer Überdosierung kommen.

Safran (Krokus Sativus)

Safran (Crocus sativus) ist ein seltenes Gewürz, das aus den getrockneten Blütennarben der Crocus sativus-Pflanze hergestellt wird.

Safran wird seit Jahrhunderten verwendet, um die Verdauung zu stärken, die Menstruation zu verbessern, die Stimmung zu verbessern und Entspannung zu fördern.

Heute ist es auch eine mögliche alternative Behandlung von Depressionen.

Eine Studie des Journal of Integrative Medicine aus dem Jahr 2013 ergab, dass Safranpräparate tatsächlich die Stimmung verbessern und die Symptome einer schweren depressiven Störung stärker reduzieren als Placebopräparate.

Die Studie kam auch zu dem Schluss, dass weitere Forschung erforderlich ist, bevor Safran zu einer weit verbreiteten Alternative werden kann.

Zur Herstellung von Safranergänzungen wird Pulver aus den getrockneten Crocus sativus-Blütennarben zu einer Kapsel verarbeitet. Eine in Phytotherapy Research veröffentlichte Studie ergab, dass das Gewürz ab einer Dosis von 30 mg wirksam ist.

Wenn Du zu viel Safran einnimmst, können Nebenwirkungen und Symptome wie Erbrechen, Schwindel und Durchfall auftreten.

Safran ist im Allgemeinen sehr teuer, da viele Pflanzen benötigt werden, um eine kleine Menge des Gewürzes herzustellen.

Kava Kava (Piper Methysticum)

Kava Kava (Piper methysticum) kann Menschen mit Depressionen eine Erleichterung für Deine Symptome bringen.

Die Kava-Pflanze ist ein großer Strauch, der im Südpazifik heimisch ist. Seine Wurzel wird häufig für die Medizin verwendet.

Kava kann Menschen dazu bringen, sich berauscht zu fühlen, daher werden seit Jahrhunderten Tees und Tinkturen aus der Wurzel verwendet, um die Entspannung zu fördern und Angstzustände abzubauen.

Kava behandelt nicht direkt Depressionen, dafür den oftmals zugrunde liegenden Stress. Es kann Patienten, die es verwenden, helfen, sich entspannter und gelassener zu fühlen.

Eine in Psychopharmacology veröffentlichte Studie untersuchte die Wirksamkeit von Kava Kava. Die Forscher fanden heraus, dass eine auf Wasser basierende Version von Kava bei Menschen mit Depressionen angstlösend und antidepressiv wirkte.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass der Extrakt bei einer Dosierung von 250 mg pro Tag keinerlei Nebenwirkungen hervorrufte.

Kava-Wurzeln können auch zu Fruchtfleisch gemahlen und mit Wasser vermischt werden, um eine dicke herzustellen, die für medizinische Zwecke verwendet werden kann.

Für rezeptfreie Nahrungsmittelergänzungen wird getrocknete Kava-Wurzel zerstoßen und das Pulver dann in eine Kapsel gefüllt. Die Konzentration von Kava wird in Kavalactonen angegeben, das sind die Wirkstoffe, die von der Wurzel der Pflanze stammen.

Ein in Advances of Pharmacological Sciences veröffentlichter Bericht analysierte mehrere Studien zur Behandlung mit Kava. Die am häufigsten angewandte Methode war vier Wochen lang 300 Milligramm pro Tag.

Die meisten Menschen können wegen des Risikos einer Überdosierung und Nebenwirkungen allerdings nur kurzzeitig Kavalactone einnehmen.

Kava kann zu Nierenschäden führen, insbesondere wenn es längere Zeit verwendet wird. Wechselwirkungen zwischen Kava und anderen Arzneimitteln können ebenfalls schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen.

Da die Studien begrenzt sind und die Ergebnisse nicht eindeutig sind, solltest Du mit Deinem Arzt sprechen, bevor Du Kava als Behandlungsoption in Betracht ziehst.

Wissenswertes

Die medizinische Gemeinschaft unterstützt die Verwendung bestimmter Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel stärker als andere. Studien zu diesen alternativen Behandlungen sind jedoch teilweise noch begrenzt und deswegen sind die Ergebnisse manchmal nicht eindeutig.

Bevor Ärzte ein Heilkraut oder ein Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung empfehlen, müssen mehrere Studien positive Ergebnisse liefern. Eine einzelne positive Studie reicht selten aus, um die medizinische Gemeinschaft zu überzeugen.

Wenn Du an der Verwendung von Kräutern, Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung von Depressionen oder depressiven Verstimmungen interessiert bist, solltest Du zuerst Deinen Arzt oder Psychiater konsultieren. Viele dieser Behandlungen sind vielversprechend, aber einige haben auch Nebenwirkungen.


Welche Erfahrungen hast Du mit pflanzlichen Stimmungsaufhellern?

Ich bin übrigens auf der Suche nach Erfahrungsberichten. Falls Du für mich einen schreiben möchtest, maile mir einfach an meinwegausderangst@gmx.de.

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