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Oktober 17, 2022

Hier findest du 11 simple, aber effektive Tipps, um deine Psyche und deine Nerven zu stärken.

Unser Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk aus autonomen, motorischen und sensorischen Nerven, die an allen Vorgängen in unseren Körper beteiligt sind. Von der Regulierung deiner Atmung bis zur Steuerung deiner Bewegungen, von der Verdauung bis zur Temperaturregulierung spielt das Nervensystem eine Rolle bei vielen wichtigen Funktionen des Körpers.

Jede Störung des Nervensystems kann deine Lebensqualität ernsthaft beeinträchtigen. Die Verbesserung der Gesundheit des Nervensystems sollte für alle oberste Priorität haben. Es ist daher wichtig, sich zu fragen, wie du dein Nervensystem stärken kannst. Denn starke Nerven helfen dir im Alltag und schützen dich bei Belastungen vor Nervosität, Schlafstörungen und innerer Unruhe.

Um das Risiko zu verringern, an einem schwachen Nervensystem zu leiden, ist es also wichtig, deine Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Mit einfachen Änderungen deines Lebensstils, einer gesunden Ernährung (z.B. Nervennahrung) und einigen Hausmittel(n) kannst du dein Nervensystem stärken und ein gesundes Leben führen.

In diesem Artikel bekommst du viele Tipps, mit denen du deine Psyche und Nerven stärken kannst. Für mehr Nervenstärke, damit du besser mit den Herausforderungen im Leben umgehen kannst.

Wie funktioniert dein Nervensystem?

Das Nervensystem nutzt eine spezielle Art von Zellen, die Neuronen genannt werden, um seine Aufgabe zu erfüllen. Diese Neuronen senden Nachrichten und Signale durch den ganzen Körper. Die elektrischen Signale, die sie übermitteln, bewegen sich zwischen allen Teilen des Körpers, einschließlich der Haut, dem Gehirn, den Drüsen, den Organen und den Muskeln.

Diese Signale ermöglichen es dir, deine Gliedmaßen zu bewegen, verschiedene Empfindungen zu spüren und vieles mehr. Die Teile des Körpers, die den fünf Sinnen entsprechen (Augen, Zunge, Ohren, Nase und Haut), nehmen mithilfe von Neuronen Informationen über deine Umgebung auf. Diese Nerven und Neuronen leiten diese Informationen dann an dein Gehirn weiter.

Es gibt verschiedene Arten von Neuronen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen und unterschiedliche Signale senden. Motorische und sensorische Neuronen sind die beiden bekanntesten.

  • Die motorischen Neuronen sorgen dafür, dass sich die Muskeln bewegen,
  • während die sensorischen Neuronen äußere Reize und Informationen aufnehmen.
  • Andere Arten von Neuronen sind für automatische Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Nahrungsverdauung und sogar Zittern verantwortlich.

Im Folgenden stellen wir die verschiedenen Nervensysteme im menschlichen Körper vor.

Zentrales Nervensystem

Das zentrale Nervensystem besteht aus nur zwei Teilen des Körpers, die allerdings sehr wichtig sind: dem Gehirn und dem Rückenmark. Unser Gehirn spielt bei fast allen Körperfunktionen eine zentrale Rolle, bei Erwachsenen wie auch bei Kindern. Bestimmte reflektorische Bewegungen erfolgen jedoch ohne Beteiligung des Gehirns, rein über Bahnen im Rückenmark.

Das Rückenmark ist mit dem Hirnstamm verbunden, wo die Hirnnerven austreten. Dann leitet das Rückenmark Nachrichten und Signale an die peripheren Nerven weiter, die zum Rest des Körpers führen.

Peripheres Nervensystem

Das periphere Nervensystem verzweigt sich von Gehirn und Rückenmark und fungiert als Vermittler zwischen dem zentralen Nervensystem und den übrigen Körperteilen. Es wird in das somatische (freiwillige) Nervensystem und das autonome (unwillkürliche) Nervensystem unterteilt.

Autonomes oder unwillkürliches Nervensystem

Das autonome Nervensystem reguliert vor allem die unwillkürlichen Vorgänge im Körper, wie:

  • Atmung,
  • Herzschlag,
  • Blutfluss
  • und Blutdruck.

Es arbeitet ununterbrochen und ohne dein bewusstes Zutun. Auch es hat zwei Hauptbereiche, die wir im Folgenden auflisten.

  1. Sympathisches Nervensystem: Das sympathische Nervensystem ermöglicht es dem Körper, sich auf Notfälle oder Stresssituationen vorzubereiten. Mit anderen Worten: Er löst deine Kampf- oder Fluchtreaktion aus.
  2. Parasympathisches Nervensystem: Im Gegensatz dazu steuert der Parasympathikus die Prozesse deines Körpers in normalen Situationen. Er spart Energie und stellt das Gewebe wieder her.

Somatisches oder willkürliches Nervensystem

Dies ist der andere Teil des peripheren Nervensystems. Seine Aufgabe ist es, die Bewegungen deines Körpers einzuleiten und zu kontrollieren. Es ermöglicht dir, freiwillige Handlungen auszuführen und die sensorischen Informationen zu verarbeiten, die du durch Sehen, Tasten und Hören erhältst.

Lesetipp: Nerven beruhigen - 17 Tipps

Wie kann ich meinem Nervensystem eine Pause gönnen?

Das Leben kann aus den unterschiedlichsten Gründen sehr stressig sein. Wenn wir diesem Stress und dieser permanenten inneren Anspannung ausgesetzt sind, übernimmt unser Nervensystem den Großteil der Belastung, die er mit sich bringt. Genauso wie du Wasser trinken musst, um deinen Körper wieder aufzutanken, solltest du versuchen, deinem Nervensystem ab und zu eine Pause zu gönnen. Im Folgenden findest du einige einfache Möglichkeiten, wie du deinem Nervensystem eine dringend benötigte Pause gönnen kannst, wenn dein vegetatives Nervensystem verrückt spielt.

  • Gewichte: Ob du Gewichte hebst oder dich unter einer beschwerten Decke entspannst, das Gewicht gibt dem Gehirn einen propriozeptiven Input. Dieser Input hat eine entspannende und organisierende Wirkung auf dein Nervensystem.
  • Schütteln: Denke daran, wie ein Hund seinen Körper nach einer erschreckenden Begegnung mit einem anderen Hund ausschüttelt. Auch Menschen können davon profitieren, wenn sie ihren Körper ausschütteln, denn das hilft dem Nervensystem, aufgestaute Energie abzubauen.
  • Wärmezufuhr: Heiße Bäder, warme Umarmungen und Heizkissen haben alle ihre Vorteile. Zusätzliche Wärme reduziert Entzündungen im Körper und hilft, den Blutzucker zu regulieren.
  • Raum schaffen: Manchmal ist die einfachste Lösung, einfach eine Pause zu machen. Probiere Aktivitäten mit wenig Stimulation aus, wie Meditation, Yoga, Basteln, ruhige Musik hören oder sogar Gartenarbeit.
Lesetipp: Vegetatives Nervensystem beruhigen

Wie kann ich mein zentrales Nervensystem gesund halten?

Vitamine für das Nervensystem

Es gibt viele verschiedene gesunde Gewohnheiten, die du praktizieren kannst, um ein gesundes Nervensystem zu erhalten. Im Folgenden findest du einige einfache Möglichkeiten, um dein Nervensystem auf natürliche Weise zu verbessern.

  • Iss Lebensmittel, die reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralien sind. Beispiele für diese Lebensmittel sind dunkle Schokolade, Orangen, Bananen, Pflaumen, Granatäpfel, Milch, grünes Blattgemüse und Eier.
  • Schütze die Myelinscheide mit B-Vitaminen. Die Myelinscheide schützt die Nerven. Deshalb kann der Verzehr von Lebensmitteln, die reich an B-Vitaminen und gesunden Fetten sind, helfen, bestimmte Krankheiten wie Alzheimer abzuwehren.
  • Nutze Yoga und Stretching, um dein Nervensystem zu stärken. Stress produziert Cortisol, das sich negativ auf das Nervensystem auswirken kann. Yoga hilft, den Cortisolspiegel zu senken, was dem Nervensystem zugute kommt.
  • Praktiziere Wellness auf vielfältige Weise. Bewegung, ausreichend Schlaf, Sonnenlicht, Meditation, Barfußlaufen, eine ausgewogene Ernährung, grüner Tee und Blattgemüse - all das sind Kategorien, die sich positiv auf den Körper auswirken. Die körperliche Gesundheit und die Gesundheit des Gehirns sind miteinander verbunden, deshalb ist es wichtig, dass du dich um dich selbst kümmerst.

Welche Auswirkungen hat Bewegung auf das Nervensystem?

Bewegung hat viele bekannte Vorteile für unsere Gesundheit, auch für unser Gehirn und unsere Nerven. Im Folgenden führen wir einige besondere Vorteile auf.

  • Hilft bei der Entspannung und beim Schlafen
  • Senkt den Stresspegel
  • Hilft, Herzkrankheiten und anderen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen
  • Bietet externe Stimuli, die deine Gehirnaktivität anregen

Wie man die Nerven stärkt: von Atmung bis B-Vitamine

Man Holding Brown Rope

Hier sind die 11 besten Methoden, um dein Nervensystem auf natürliche Weise zu stärken.

  1. Tiefes Atmen: Dies ist eine einfache, aber effektive Technik, um mit einem schwachen Nervensystem umzugehen. Sie kann dir laut einer aktuellen Studie helfen, dich zu entspannen und Stress abzubauen.
  2. Barfuß laufen: Täglich etwa 30 Minuten barfuß auf feuchter Erde, weichem Gras oder einem Sandstrand zu laufen, kann deinem Nervensystem und deiner allgemeinen Gesundheit sehr gut tun. Wenn du barfuß läufst, übertragen sich die Elektronen der Erdoberfläche auf deinen Körper und fördern physiologische Veränderungen und eine bessere Gesundheit.
  3. Sonnenlicht: Sonnenlicht hilft bei der Regulierung des Nervensystems, indem es dem Körper hilft, Vitamin D zu produzieren. Setze deinen Körper täglich 10 bis 15 Minuten lang dem Sonnenlicht aus, um deinen Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen. Du kannst Vitamin D auch über Lachs, Thunfisch, Milch, Eier und angereicherte Frühstücksflocken aufnehmen.
  4. Yoga und Meditation: Du kannst Yoga und Meditation in deine tägliche Routine einbauen, um dein Nervensystem zu stärken und d. Die Kombination der drei Elemente des Yoga, wie z.B. die Meditation und die richtige Atmung, hilft, das periphere Nervensystem zu stärken. Außerdem wirkt Yoga stimmungsaufhellend, senkt den Cortisolspiegel, stärkt das Immunsystem und steigert das allgemeine körperliche, geistige Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit im Job bzw. auf der Arbeit. Da es wichtig ist, die Yogapositionen richtig auszuführen, solltest du sie von einem Experten lernen und sie dann täglich üben.
  5. Magnesium: Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für ein gesundes Nervensystem. Ein Mangel an diesem Mineral hat eine hemmende Wirkung auf verschiedene Neurotransmitter, die die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen unterstützen. Außerdem fördert es die körpereigene Produktion von Serotonin, das das Nervensystem entspannt und die Stimmung hebt. Es fördert sogar die Muskelentspannung.
  6. Omega-3-Fettsäuren: Um das Risiko eines schwachen Nervensystems zu verringern, solltest du anfangen, Lebensmittel zu essen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung und Funktion des zentralen Nervensystems. Diese Fettsäuren sind notwendig, damit die Neuronen richtig funktionieren und die Nervenübertragung verbessert wird. Am besten sind Omega-3 von Algen oder Krill.
  7. Sport treiben: Regelmäßige Bewegung ist ebenfalls wichtig für die Stärkung des Nervensystems. Gehen, Laufen, Joggen, Schwimmen und Radfahren sind einige Übungen, die hilfreich sein können, um deine Gedanken loszulassen und das Nervensystem gesund zu halten. Du kannst jederzeit mit deinem Arzt darüber sprechen, welche Übungen für dich geeignet sind. Eine Übung, die die meisten Ärzte empfehlen, sind Klimmzüge. Klimmzüge sind sehr nützlich, wenn man sein zentrales Nervensystem stärken will.
  8. Bittersalz: Ein Bittersalzbad ist ebenfalls gut für dein Nervensystem. Es hilft den Muskeln und Nerven, richtig zu funktionieren. Das darin enthaltene Magnesium trägt außerdem dazu bei, das stimmungsaufhellende Serotonin im Gehirn zu erhöhen, das Stress abbaut und die Entspannung fördert.
  9. Grüner Tee: Grüner Tee hat ebenfalls einen positiven Einfluss auf dein Nervensystem. L-Theanin, die Aminosäure in grünem Tee, hilft, den Dopamin- und Serotoninspiegel zu erhöhen. Das wiederum verbessert die Stimmung und baut Stress ab. Außerdem trägt das Koffein in grünem Tee dazu bei, die Wachsamkeit, den Fokus, die Konzentration und die Denkfähigkeit zu steigern. Die enthaltenen Antioxidantien wirken sich positiv auf das autonome Herz-Kreislauf-Nervensystem aus und verringern das Risiko von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, Alzheimer und der Parkinsonschen Krankheit.
  10. Kamille: Kamille ist ein beliebtes Kraut, das als mildes Beruhigungsmittel eingesetzt werden kann, um die Nerven zu beruhigen und Ängste abzubauen. Sie kann sogar Hysterie, Albträume, Schlaflosigkeit und andere Schlafprobleme behandeln.
  11. B-Vitamine: Insbesondere Vitamin B1, Vitamin B2, B6 und Vitamin B12 sind für unser Nervensystem wichtig. Am besten du greifst zu einem hochwertigen Vitamin-B-Komplex, der alle wichtigen B-Vitamine enthält. Neben den B-Vitaminen sind auch Vitamin C wichtig und hilfreich für gesunde Nerven .
Lesetipp: Sympathikus beruhigen

Das Nervensystem natürlich verbessern

  • Rauche nicht und benutze keine anderen Tabakprodukte.
  • Gönne dir nach einem langen, hektischen Tag viel Ruhe und Schlaf.
  • Kontrolliere deinen Blutzucker und Bluthochdruck.
  • Trinke viel Wasser und andere Flüssigkeiten, denn Dehydrierung ist nicht gut für das Nervensystem.
  • Schränke deinen Konsum von koffeinhaltigen und alkoholischen Getränken ein.
  • Beende ein Bad mit ein paar Sekunden kalter Dusche, um dein Nervensystem zu stimulieren. Vermeide jedoch den Kopfbereich.
  • Nimm keine nicht verschriebenen Medikamente ein.

Mein Fazit

Jeder hat mal Stress und für Stress kann es viele Gründe geben. Viel Arbeit im Job, Spagat zwischen Familie und Arbeit oder Ärger in der Beziehung - überall laueren Probleme und Herausforderungen. Auf der einen Seite ist es wichtig, die Ursachen anzugehen und den Kopf frei zu bekommen. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig, etwas für seine Nerven zu tun, um die Folgen des nicht immer vermeidbaren Stress abzumildern.

Es gibt viele Tipps und Tricks, die dir eine große Hilfe dabei sein können, deine Psyche und Nerven zu stärken. Bedenke aber, dass es wichtig ist, die entsprechenden Aktivitäten regelmäßig auszuführen bzw. die Mittel regelmäßig einzunehmen. Deswegen ist es wichtig, eine gesunde tägliche Routine zu entwickeln.

Quellen


Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen Termin mit mir ausmachen, in dem wir unsere Erfahrungen austauschen können.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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