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Oktober 16, 2022

Venlafaxin kann ganz schön fiese Nebenwirkungen verursachen, doch wie lange halten diese an bzw. wann verschwinden sie endlich wieder? Hier erfährst du es.

Venlafaxin ist ein sehr verbreitetes Antidepressivum. Es kommt wie andere Antidepressiva bei Depressionen, aber auch bei der Therapie von Angststörungen und Panikstörungen zum Einsatz.

Der Wirkmechanismus von Venlafaxin beruht wie bei anderen Medikamenten aus der Gruppe der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer darauf, dass die Rezeptoren für Serotonin und Noradrenalin geblockt werden, so dass deren Spiegel in unserem Gehirn ansteigt.

Leider ist auch die Einnahme von Venlafaxin mit teils starken Nebenwirkungen verbunden, die gerade in der Anfangsphase, noch bevor die eigentlich positive Wirkung einsetzt, ziemlich unangenehm sein können. Deswegen fragen viele Patienten zu Rech: wann verschwinden die Nebenwirkungen von Venlafaxin endlich?

Dieser Frage widmen wir uns in diesem Artikel.

Venlafaxin: ein häufig verschriebener Serotonin-Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer

Das Arzneimittel Effexor, der Markenname für den Wirkstoff Venlafaxin, ist ein Medikament, das nur von deinem Arzt verschrieben werden kann. Venlafaxin ist ein Antidepressivum, das zur Klasse der selektiven Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) gehört. Es wird in der Regel bei einer klinischen Depression verschrieben, also bei depressiven Symptomen wie chronischer Müdigkeit, Apathie, Energieverlust und Selbstmordgedanken.

Es kann aber kann auch zur Behandlung einiger Angst- und Panikstörungen und schwerer Panikattacken eingesetzt werden. Die übliche Anfangsdosis beträgt 75 Milligramm, aber das Medikament kann auf bis zu 375 Milligramm erhöht werden, um voll wirksam zu sein. Effexor gibt es sowohl in einer Standardversion, Effexor, als auch in einer zeitverzögert wirksamen Version, Effexor XR.

Nebenwirkungen von dem Antidepressivum Venlafaxin

Alle Medikamente haben gewisse Nebenwirkungen, deren Intensität auch von der Dosierung abhängig ist. Zu den Nebenwirkungen von Venlafaxin gehört eine ganze Palette an Beschwerden:

  • Kopfschmerzen,
  • Übelkeit,
  • Schläfrigkeit und Benommenheit,
  • Mundtrockenheit,
  • Schlaflosigkeit,
  • Schwindel,
  • Nervosität,
  • Appetitlosigkeit,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Knochenschwäche,
  • Schwitzen,
  • Hitzewallungen,
  • Verstopfung,
  • sexuelle Nebenwirkungen wie mangelnder Sexualtrieb und Ejakulationsprobleme,
  • Bluthochdruck,
  • Zittern,
  • Gähnen,
  • Durchfall,
  • Verdauungsstörungen und Verdauungsprobleme,
  • Erbrechen,
  • Schüttelfrost,
  • verschwommenes Sehen
  • und Impotenz.

Diese Nebenwirkungen sind normal und sind in der Fachliteratur gut dokumentiert, sie sind aber auch von Patient zu Patient unterschiedlich bzw. individuell. Eine vollständige Liste findest Du auf dem Beipackzettels des Medikaments.

Du solltest nicht erwarten, dass du alle diese Nebenwirkungen bekommst, aber sei darauf gefasst, dass du ein paar davon bekommst, vor allem, wenn du mit dem Medikament beginnst oder wenn du die Dosis erhöhst oder - beim Absetzen - reduzierst.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen von Venlafaxin bzw. wann verschwinden sie?

Wenn du auf Venlafaxin umsteigst, deine Dosis änderst oder Venlafaxin absetzst, wirst du höchstwahrscheinlich Nebenwirkungen bemerken. Wenn du mehrere Monate nach der Umstellung, dem Beginn oder der Beendigung der Einnahme von Venlafaxin immer noch spürbare Nebenwirkungen hast, die die Vorteile des Medikaments überwiegen, solltest du dich an deinen Arzt wenden.

Im Durchschnitt treten im ersten Monat nach Beginn der Einnahme von Venlafaxin die meisten und stärksten Nebenwirkungen auf. Wenn du nach dem ersten Monat immer noch mit Nebenwirkungen zu kämpfen hast, wende dich an deinen Arzt.

Welche Nebenwirkungen sind bedrohlich?

Etwa einen Monat nach der Umstellung der Dosis und beim Absetzen des Medikaments können ebenfalls Nebenwirkungen auftreten. Die Nebenwirkungen von Venlafaxin sind normalerweise nicht besorgniserregend, es sei denn, sie umfassen

  • einen schnellen Herzschlag,
    Verwirrung,
  • Halluzinationen,
  • Selbstmordgedanken,
  • Blutdruckschwankungen,
  • unregelmäßigen Herzschlag,
    Fieber,
  • Krampfanfälle,
  • Koma,
  • Nesselsucht
  • oder Schwellungen im Gesicht oder Mund.

Wenn du eines dieser Symptome bemerkst, wende dich sofort an deinen Arzt oder deine Ärztin, da sie Anzeichen für eine gefährliche Wechselwirkung oder Reaktion auf Venlafaxin sein können.

Nebenwirkungen abmildern

Das A und O, um Nebenwirkungen (bei Dosissteigerung) oder Absetzsymptome (beim Absetzen von Venlafaxin) zu vermeiden, sind die folgenden beiden Punkte:

  1. Dosierungen sollte nur wenig erhöht oder verringert werden.
  2. Die Abstände zwischen den Dosisänderungen sollten groß genug sein.

Das Nervensystem des Menschen ist sehr sensibel und benötigt einfach seine Zeit, um sich an die höhere oder kleiner Dosis anzupassen. Zum Beispiel muss sich jeder Serotonin-Transporter wieder an die veränderte Venlafaxin- und Serotonin-Konzentration neu justieren.

Mein Fazit

Nebenwirkungen gehören leider zu jedem Antidepressivum dazu, bei Venlafaxin können diese allerdings - das kann ich aufgrund von eigenen Erfahrungen sagen - recht stark sein. Dies kann man eigentlich nur dadurch begegnen, dass man mit Dosisveränderungen sehr vorsichtig ist.

Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen Termin mit mir ausmachen, in dem wir unsere Erfahrungen austauschen können.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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