Die Neurologie ist die Lehre vom Nervensystem und den dazugehörigen Erkrankungen. Erfahre hier, welche Aufgaben ein Neurologe erledigt.

Die Neurologie ist das medizinische Fachgebiet, welches sich mit den Ursachen, der Diagnostik und Therapien von neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, ALS, Parkinson oder sonstigen Erkrankungen des Rückenmarkes oder des Zentralen Nervensystems befasst.

Traditionell besteht in der Medizin eine enge Verbindung zum Fachgebiet der Psychiatrie. So kommt es, dass ein Nervenarzt typischerweise Psychiater und gleichzeitig Neurologe ist. Unter der Nervenheilkunde versteht man also die Lehre (Wissenschaft) der beiden Fachgebiete Psychiatrie und Neurologie.

Beides übrigens nicht zu verwechseln mit der Psychotherapie oder der Psychosomatik. Manchmal wird die Neurologie auch als Teilgebiet der Psychiatrie eingeordnet. Für Kinder und Jugendliche gibt es übrigens eine spezielle Jugendpsychiatrie.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Was bedeutet Neurologie?

Ein Neurologe ist ein Arzt, der sich auf die Behandlung von Krankheiten des Nervensystems und der Muskulatur spezialisiert hat. Er arbeitet entweder in einer Praxis oder in einer Klinik, zum Beispiel in einer Poliklinik.

Das Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem zentralen und dem peripheren Nervensystem. Ein peripheres Nervensystem umfasst das Gehirn, das Rückenmark und die dazugehörigen Nervengeflechte - z.B. den Vagusnerv. Eigentlich sind alle Nervenzellen Teil des Nervensystems.

Krankheiten, Störungen und Verletzungen, die das Nervensystem betreffen, müssen oft von einem Neurologen behandelt werden.

Bevor sie praktizieren können, müssen Neurologen und Neurologinnen:

  • ein Medizinstudium absolvieren
  • ein Praktikum absolvieren (Arzt im Praktikum)
  • eine dreijährige Weiterbildung zum Facharzt der Neurologie absolvieren

Was macht ein Neurologe?

Neurologen kümmern sich um neurologische Erkrankungen oder Probleme mit dem Nervensystem und behandeln sie. Zu den Symptomen, die häufig einen Neurologen erfordern, gehören:

  • Koordinationsprobleme
  • Muskelschwäche (z.B. Arme oder Beinen)
  • veränderte Empfindungen
  • Verwirrung
  • Schwindel

Menschen, die Probleme mit ihren Sinnen haben, wie z.B. mit dem Tastsinn, dem Sehvermögen oder dem Geruchssinn, müssen möglicherweise auch einen Neurologen aufsuchen. Probleme mit den Sinnen werden manchmal durch Störungen des Nervensystems verursacht.

Welche Krankheitsbilder behandelt ein Neurologe?

Neurologen behandeln auch Patienten mit:

  • Anfallsleiden, wie Epilepsie
  • Schlaganfall
  • Multipler Sklerose
  • neuromuskulären Störungen, wie Myasthenia gravis
  • Infektionen des Nervensystems, wie Enzephalitis, Meningitis oder Hirnabszesse
  • neurodegenerative Erkrankungen wie die Lou-Gehrig-Krankheit und die Alzheimer-Krankheit
  • Erkrankungen des Rückenmarks, einschließlich entzündlicher und autoimmuner Erkrankungen
  • Kopfschmerzen, wie z.B. Clusterkopfschmerzen und Migräne
  • Erkrankungen und Entzündungen der Nervenwurzeln
  • Hirnhautentzündung

Psychische Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Psychosen, Schizophrenie oder Hypochondrie etc. gehören nicht zum Bereich der Neurologie, sondern zum Bereich der Psychiatrie. Diese werden oft durch Psychopharmaka, z.B. Antidepressiva, behandelt, die ebenfalls durch den Psychiater verschrieben werden.

Neurologische Fachgebiete

Da das Nervensystem sehr komplex ist, kann sich ein Neurologe auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren. Nach der Facharztausbildung absolvieren sie oft ein Stipendium in diesem Bereich. Subspezialisierungen und Spezialisierungen innerhalb bestimmter Behandlungsmöglichkeiten haben sich entwickelt, um den Fokus eines Arztes einzugrenzen.

Es gibt viele Unterspezialisierungen. Einige Beispiele sind:

  • Kopfschmerzmedizin
  • Neuromuskuläre Medizin
  • Neurokritische Pflege
  • Neuroonkologie
  • Geriatrische Neurologie
  • Autonome Störungen
  • Gefäßmedizin (Schlaganfallbehandlung)
  • Kinderneurologie
  • Interventionelle Neuroradiologie
  • Epilepsie

Typische neurologische Verfahren

Bei deinem ersten Termin bei einem Neurologen wird wahrscheinlich zwecks Diagnostik eine körperliche und eine neurologische Untersuchung durchgeführt. Bei der neurologischen Untersuchung werden Muskelkraft, Reflexe und Koordination getestet.

Da verschiedene Erkrankungen ähnliche Symptome haben können, kann es sein, dass dein Neurologe weitere Tests benötigt, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Neurologen können eine Reihe von Verfahren empfehlen, um eine Krankheit zu diagnostizieren oder zu behandeln. Diese Verfahren können sein:

Lumbalpunktion

Dein Neurologe kann eine Lumbalpunktion durchführen, um deine Rückenmarksflüssigkeit zu untersuchen. Er empfiehlt dieses Verfahren, wenn er glaubt, dass deine Symptome durch ein Problem in deinem Nervensystem verursacht werden, das in deiner Rückenmarksflüssigkeit nachgewiesen werden kann.

Bei dem Verfahren wird eine Nadel in die Wirbelsäule eingeführt, nachdem sie betäubt wurde, und eine Probe der Rückenmarksflüssigkeit entnommen.

Tensilon-Test

Dieses Verfahren kann deinem Neurologen helfen, Myasthenia gravis zu diagnostizieren. Bei diesem Test spritzt dir dein Arzt ein Medikament namens Tensilon. Dann wird alles genau beobachtet, wie es sich auf deine Muskelbewegungen auswirkt.

Elektromyographie (EMG)

Ein EMG misst die elektrische Aktivität zwischen deinem Gehirn oder Rückenmark und einem peripheren Nerv. Dieser Nerv befindet sich in deinen Armen und Beinen und ist für die Muskelkontrolle in Bewegung und Ruhe verantwortlich.

EMGs können deinem Neurologen helfen, Erkrankungen des Rückenmarks sowie allgemeine Muskel- oder Nervenfunktionsstörungen zu diagnostizieren.

Bei dieser Untersuchung setzt dein Neurologie-Techniker kleine Elektroden in deine Muskeln ein, um die Aktivität während der Bewegung und in Ruhephasen zu messen. Diese Aktivität wird von einem Gerät aufgezeichnet, das mit einer Reihe von Drähten an den Elektroden befestigt ist, was etwas unangenehm sein kann.

Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)

Häufig ordnet der Neurologe in Verbindung mit einem EMG eine Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) an. Während das EMG die Muskelaktivität misst, beurteilt die NLG die Fähigkeit deiner Nerven, die notwendigen Signale zur Steuerung der Muskeln zu senden. Wenn dein Neurologe beide Tests empfiehlt, wirst du wahrscheinlich zuerst das EMG machen.

Bei einem NLG-Test werden Elektroden auf dieselben Muskeln geklebt, an denen du zuvor EMG-Elektroden angebracht hast. Dabei werden zwei Elektrodensätze verwendet - einer sendet kleine Impulse, um deine Nerven zu stimulieren, während der andere Satz die Ergebnisse misst.

Insgesamt kann der durchschnittliche EMG/NLG-Kombinationstest etwa eine Stunde oder länger dauern. Du solltest einige Stunden vor dem Test keine aufputschenden Substanzen wie Koffein oder Nikotin zu dir nehmen, da diese sonst deine Ergebnisse verfälschen können.

Dein Neurologe kann dich auch bitten, 24 Stunden vor der EMG-Untersuchung keine blutverdünnenden Medikamente oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) einzunehmen.

Elektroenzephalogramm (EEG)

Mit Hilfe von Elektroden, die auf deiner Kopfhaut angebracht werden, misst ein EEG die elektrische Aktivität im Gehirn. Es wird verwendet, um Erkrankungen des Gehirns zu diagnostizieren, z. B. Entzündungen, Tumore und Verletzungen sowie Krampfanfälle und psychiatrische Störungen - um schließlich auch die passende Therapie daraus abzuleiten.

Im Gegensatz zu einem EMG ist ein EEG normalerweise nicht unangenehm. Vor der Untersuchung platziert ein Techniker Elektroden auf der Kopfhaut, die wie kleine Tassen aussehen. Während kleine Ladungen im Gehirn über die Elektroden gemessen werden, verändert der Techniker die Umgebung, um die Signale des Gehirns zu messen, z. B. durch unterschiedliche Beleuchtung oder Geräusche.

Wie bei einem EMG musst du am Tag vor dem Test auf stimulierende Substanzen verzichten. Außerdem kann das EEG eine Stunde dauern. Manchmal wird der Test auch durchgeführt, während du schläfst, v.a. Schlafstörungen ein Symptom von dir sind.

Weitere Tests

Neurologinnen und Neurologen können auch andere Tests durchführen, um die vorliegende Erkrankung genauer einzugrenzen. Auch wenn Neurologen den Test nicht selbst durchführen, können sie ihn anordnen, überprüfen und die Ergebnisse interpretieren.

Um eine Diagnose zu stellen, kann ein Neurologe bildgebende Untersuchungen durchführen, z. B.:

  • Computertomographie (CT), z.B. um die Lage eines Hirntumors genau einzuordnen
  • Magnetresonanztomographie oder MRI-Scan
  • Positronen-Emissions-Tomographie oder PET-Scan

Andere Diagnoseverfahren sind Schlafstudien und Angiografien. Bei der Angiografie werden Verstopfungen in den Blutgefäßen, die zum Gehirn führen, festgestellt.

Dein Neurologe oder deine Neurologin kann dir helfen, deine Symptome und deine neurologische Störung allein oder zusammen mit deinem Hausarzt und anderen Spezialisten zu behandeln.

Quellen

  1.  AAN position: Definition of neurology subspecialty. (2012). aan.com/policy-and-guidelines/policy/position-statements/definition-of-neurology-subspecialty/
  2. Electromyography (EMG). (n.d.). urmc.rochester.edu/highland/departments-centers/neurology/tests-treatments/emg.aspx
  3. Neurological diagnostic tests and procedures fact sheet. (2018). ninds.nih.gov/Disorders/Patient-Caregiver-Education/Fact-Sheets/Neurological-Diagnostic-Tests-and-Procedures-Fact
  4. What is a neurologist? (n.d.). urmc.rochester.edu/highland/departments-centers/neurology/what-is-a-neurologist.aspx
  5. https://www.healthline.com/find-care/articles/neurologists/neurologist

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Heinz Horst
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12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
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10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
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Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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