Geschrieben von Andreas Humbert

Zuletzt aktualisiert: 04.02.2024

Weinen ohne Grund aus heiterem Himmel kann unterschiedlichen Ursachen haben. Erfahre hier, welche - und was du dagegen tun kannst.

Plötzliches Weinen aus heiterem Himmel kann aus vielen Gründen auftreten. Selbst wenn das Weinen ungewöhnlich erscheint, gibt es wahrscheinlich eine logische Erklärung dafür. Depressionen zum Beispiel können dazu führen, dass du dich traurig und hoffnungslos fühlst und scheinbar aus heiterem Himmel weinen musst.

Selbst für die wahllosesten Anfälle von Weinen und Traurigkeit gibt es normalerweise eine Erklärung. Trauer und Gefühle zeigen sich nicht immer von der gleichen Seite oder in vorhersehbaren Mustern. Wenn sich dein Weinen aber wirklich so anfühlt, als käme es aus heiterem Himmel, könnte es auch das Ergebnis eines zugrunde liegenden Gehirnproblems sein. Sei jedoch versichert, dass diese Erklärung unwahrscheinlich ist.

In diesem Artikel erfährst du alle möglichen Ursachen, welche die Psychologie als Gründe für dein plötzliches Weinen ohne offensichtlichen Grund bieten kann.

Über mich


Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 41 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Was ist die Ursache für das plötzliche Weinen ohne Grund?

Hier sind die zwei der häufigsten Gründe, warum Erwachsene ihren Gefühlen bzw. Emotionen freien Lauf lassen vielleicht mehr weinen als sonst.

Depression

Depressionen können eine Reihe von Symptomen hervorrufen, dazu gehören:

  • Schlechte oder schwankende Stimmung
  • Schlafschwierigkeiten
  • Veränderter Appetit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten
  • Körperliche Beschwerden und Schmerzen
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstmordgedanken

Depressionen sind weit verbreitet, und die Symptome können von Person zu Person unterschiedlich sein. Studie(n) zu Depressionen zeigen: Manche Menschen erleben Episoden von scheinbar unerklärlichem Weinen, andere betroffene Personen weinen mehr als sonst (1).

Ängste

Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention leiden Menschen mit Depressionen häufiger an anderen Krankheiten wie Angststörungen (2).

Angst ist ein komplexer Zustand, der durch ein Gefühl von intensiver Sorge, Panik und Furcht in Erwartung einer wahrgenommenen Gefahr gekennzeichnet ist. Ängste werden oft von anderen körperlichen und kognitiven Symptomen begleitet. Manche Patienten mit Angstzuständen fühlen sich überfordert und neigen dazu, wegen scheinbar- zumindest in ihren Augen - banaler Dinge in ihrem Leben zu weinen.

Bipolare Störung

Menschen mit einer bipolaren Störung haben extreme Hochs und Tiefs. Mit diesen unvorhersehbaren Stimmungsschwankungen können Gefühlsausbrüche einhergehen, die auch heftiges plötzliches Weinen mit einschließen. Nicht jeder Mensch mit bipolarer Störung hat das gleiche Verhältnis von Hochs und Tiefs. Es gibt zwei Haupttypen von Bipolarität:

  • Typ Bipolar I beinhaltet manische Episoden, die mindestens eine Woche andauern und von separaten depressiven Episoden begleitet werden können. Manche Menschen mit dieser Art von Bipolarität erleben auch gleichzeitig manische und depressive Symptome.
  • Typ Bipolar II umfasst Phasen der Depression und Hypomanie, wobei die Hochs nicht so stark ausgeprägt sind wie bei Bipolar I.

Manche Menschen haben Symptome einer bipolaren Störung, lassen sich aber nicht genau in eine dieser Kategorien einordnen (3).

Hormone

Deine Tränen (genauer gesagt deine Tränenflüssigkeit im Auge) bestehen aus mehr als nur Wasser und Salz. Es gibt Hinweise darauf, dass emotionale Tränen (im Gegensatz zu Tränen, die als Reaktion auf Dinge wie Gähnen entstehen) Stoffe wie Hormone und Prolaktin enthalten (4).

Hormonelle Veränderungen können auch erklären, warum manche Menschen, v.a. Frauen, scheinbar ohne Grund zu weinen beginnen. Manchmal sind die Hormonveränderungen zu erwarten. Menschen, die schwanger sind, können zum Beispiel leichter weinen. Die schwangerschaftsbedingte Hormonflut ist typisch für den weiblichen Körper.

In anderen Fällen sind die hormonellen Veränderungen, die zum Weinen führen, Teil einer Grunderkrankung wie der prämenstruellen Dysphorie (PMDD). PMDD kann Folgendes verursachen:

  • Weinen aus heiterem Himmel wie aus dem Nichts
  • Exzessives Weinen
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen und Angstzustände
  • Appetitveränderungen
  • Blähungen, Krämpfe
  • Kopfschmerzen und Gliederschmerzen

Der Beginn der Störung liegt in der Regel etwa eine Woche vor der Menstruation. Die Symptome klingen normalerweise während der Menstruation ab (5).

Manche Menschen fühlen sich während der Menstruation aufgrund der Hormonumstellung auch emotionaler.

Pseudobulbäre Affektstörung (Affektinkontinenz)

Die Wissenschaft hat aber auch herausgefunden, dass neurologische Erkrankungen zu grundlosem Weinen führen können. Wenn das Weinen die Folge einer Hirnstörung ist, gibt es neben der körperlichen Erkrankung keinen Grund dafür. PBA ist ein Symptom vieler neurologischer Krankheiten, darunter (6):

  • Hirnverletzung
  • Hirntumor
  • Demenz
  • Multiple Sklerose
  • Parkinsonsche Krankheit
  • Schlaganfall

Menschen mit PBA können auch andere zufällige Gefühlsausbrüche erleben, z. B. Wut. Auch ein schneller Wechsel der Gefühle ist möglich. Menschen mit PBA können z. B. innerhalb eines Augenblicks von Wut zu Lachen wechseln. Diese emotionalen Episoden sind in der Regel sehr kurzlebig.

Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Die üblicherweise von Ärzten verschriebenen Medikamente gegen Angst sind meist Antidepressiva und/oder Benzodiazepine.Diese wirken jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle und haben zudem oft unerwünschte Nebenwirkungen.Ich möchte Dir darüber berichten, wie mir CBD – meiner Meinung nach das beste pflanzliche Mittel gegen Angst, sehr gut gegen meine Angststörung, Panikattacken und Depression geholfen hat. Weiterer Vorteil: CBD-Öl ist nicht nur pflanzlich, sondern natürlich und rezeptfrei.

Weiterlesen

Wie du Hilfe bekommst

Wenn du den Eindruck hast, dass deine Gefühlsäußerungen nicht der Norm entsprechen oder übermäßig sind, solltest du mit einem Arzt oder einem Psychologen oder einer Psychologin sprechen. Wenn du ohne Grund weinst und merkst, dass es deine normalen Aktivitäten beeinträchtigt, solltest du nicht zögern, Hilfe für deine psychische Gesundheit zu suchen.

Die Behandlung von Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen kann Folgendes umfassen:

  • Psychotherapie
  • Medikamente
  • Selbsthilfegruppen
  • Neurotherapeutische Behandlungen
  • Ergänzende Therapien, einschließlich Achtsamkeit und Bewegung

Oft empfehlen Mediziner eine Kombination von mehreren Behandlungen, um eine maximale Wirkung zu erzielen (7).

Hol dir Hilfe, wenn du in einer Krise steckst

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir selbst oder anderen etwas anzutun, solltest du dir sofort Hilfe suchen. Ruf einen nahestehenden Menschen, einen Freund oder die unter dem Artikel angegebene kostenlose Krisenhotline, die vertraulich und rund um die Uhr Unterstützung bietet. Oder rufe den Notruf 112 an, um Hilfe zu bekommen.

Lesetipp: Innere Traurigkeit loswerden

Wie du damit umgehen kannst

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einer psychischen Erkrankung umzugehen. Sei dir bewusst, dass es nicht deine Schuld ist. Professionelle Hilfe zu suchen ist der erste Schritt. Eine Fachkraft der Krankenkasse kann dir dabei helfen, die beste Behandlungsmethode zu finden - egal ob es sich dabei um Medikamente, eine Therapie, Achtsamkeitstechniken oder eine Kombination aus diesen handelt. Für manche Menschen kann es auch hilfreich sein, sich für die Verarbeitung einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Dort wird du sicherlich ganz viel Verständnis vorfinden.

Wenn du an PBA leidest, hast du vielleicht Schwierigkeiten, mit den Anzeichen und Symptomen deiner Erkrankung umzugehen. Die American Stroke Association empfiehlt die folgenden Bewältigungsmechanismen:

  • Offene Kommunikation: Wenn du anderen, z.B. deinen Begleiter, von deiner PBA erzählst, hilft das, die Verwirrung während eines laufenden Anfalls zu verringern.
  • Ablenkung: Wenn ein Anfall unmittelbar bevorzustehen scheint, kann auch Ablenkung helfen, die Symptome zu minimieren. Schau dir die Nachrichten oder hör dir die aktuellen Musik-Trends an. Was auch immer hilft, ist legitim.
  • Verändere deine Haltung: Wenn du deine Haltung änderst, kann das helfen, die Anfälle zu kontrollieren.
  • Tiefes Atmen: Auch Atemübungen können dir helfen, einen Anfall zu überstehen (8).

Mein Fazit

Menschen weinen selten ohne jeden Grund. Wenn du viel weinst, dich niedergeschlagen fühlst oder feststellst, dass deine Gefühlsausbrüche Probleme in deinem Alltag verursachen, ist es vielleicht an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen.

Ungewöhnliches Weinen kann ein Zeichen für Depressionen, Angstzustände oder andere Erkrankungen sein. Zum Glück lassen sich die meisten Ursachen für unerklärliches Weinen in den Griff bekommen und gut behandeln.

Manche Menschen sind aber einfach emotionaler als andere. Denke daran, dass es in Ordnung ist, zu weinen. Selbst wenn dich etwas Unbedeutendes zum Weinen bringt, muss dir das nicht peinlich sein.

Wenn dein Weinen deinen Tagesablauf stört, dich in Verlegenheit bringt oder mit anderen Symptomen einhergeht, solltest du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sprechen, um eine zugrunde liegende Erkrankung auszuschließen.

Quellen


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Angelika Happ
Angelika Happ
10/02/2024
Andreas antwortet sehr schnell auf meine Fragen zurück😊👍
Sabine Hunziker
Sabine Hunziker
03/02/2024
Ich habe mir das E-Book bestellt, da ich mit Ängsten in einer depressiven Krise konfrontiert war. Viele Informationen waren hilfreich. Vor allem auch der Abschnitt mit "Antidepressiva langsam und sicher reduzieren",da ich selber mit starken Reduktionssymptomen zu kämpfen hatte.
Veronika Draheim
Veronika Draheim
25/01/2024
Hallo, ich fand die Seite sehr gut geschrieben. Wollte eine Email schreiben, aber die angegebene Adresse wurde nicht gefunden. Bitte um die richtige E-Mail Adresse. Danke im voraus
Giuseppe Serra
Giuseppe Serra
24/01/2024
Zum Glück gibt es Menschen wie Andreas. Ich konnte mit ihm über meine Ängste schreiben (er meldet sich schnell zurück auch bei Fragen zu CBD :-) ). Andreas kann (zumindest bei mir) jemanden beruhigen in gewissen akuten Phasen, wenn alles so aussichtslos aussieht. Vielen Dank Andreas! Viele Erfolg euch allen :)
Heinz Horst
Heinz Horst
12/01/2024
ich bin ein alter Hase, was Depressionen und Angststörungen betrifft. Ich habe den Bericht von Andreas erst vor ein paar Tagen gelesen. Daher kann ich keine Erfolgsmeldung machen. Das werde ich später tun. Allerdings hat mit gefallen, wie spontan Andreas auf meine Fragen reagiert hat. Seine Tipps werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch mal sagen kann, der Weg, den Andreas gegangen ist, war auch mein Weg aus der Angst!!! Ein großes Lob und vielen herzlichen Dank
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
Alex pp (FreeCopyrightVideos)
10/08/2023
Der Blog beeindruckt durch seine erstklassigen Inhalte und die tiefe Auseinandersetzung mit den Themen. Jeder Beitrag zeigt eine bemerkenswerte Sorgfalt und Expertise. Es ist immer wieder eine Freude, die neuesten Artikel zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Gut gemacht!
Fiona Utzi
Fiona Utzi
14/09/2022
Andreas und sein Blog ist ein Geschenk des Himmels.alles,was darin steht wirkt auf mich authentisch und sehr aufbauend.ich selber bin zwar von von Angstzuständen und dergleichen verschont ,habe jedoch durch eine eklatante Fehldiagnose nach einem Schlaganfall ,8monate Antidepressiva genommen,die meinen Körper mit seinen Nebenwirkungen ruiniert haben.Das Absetzen dieses Teufelszeugs gab mir den Rest.Durch Zufall bin ich auf Andreas Blog gestoßen und dabei auf das Cbdöl, Was die Initialzündung Für eine Wende in meinem Drama ist.ich bin auf dem Weg wieder in ein normales Leben, und bin dem "Zufalll" Unendlich dankbarund nicht zuletzt dem Autor dieses Blogs,der sehr ernsthaft und vertrauenswürdig den Dingen eine angemessene Bedeutung bemisst. Freut Euch also seinen Blog entdeckt zu haben !!!! Und glaubt daran: Alles ist möglich !!!! Angstzustände Angstzustände
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
Die Film Kitchen Johannes Sandhofer
27/06/2022
diese Seite hat mir sehr sehr viel geholfen!
Aerdna neseig
Aerdna neseig
30/05/2022
Die Seite macht auf mich einen gut recherchierten Eindruck. Ich lese immer mal wieder nach, wenn ich etwas zu bestimmten Medikamenten wissen will. Es hilft mir mehr als ein Besuch beim Arzt, da er auf der Blog aus der Betroffenenschiene drauf schaut. Was mir auch gut gefällt, ist die ganzheitliche Information. Es werden die gängigen Psychopharmaka vorgestellt, aber auch Erfahrungen mit Alternativmitteln bis hin zum Zusammenhang zwischen Vagusnerv und psychischen Erkrankungen Inzwischen bin ich auch in der Facebookgruppe und habe Andreas über Messenger eine Frage zu CBD Öl gestellt, diese wurde zügig beantwortet. Für Betroffene mit Angststörung, aber auch für deren Angehörige ist der Blog sehr hilfreich

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