Wirksame Alternativen zu Benzos

Benzodiazepine (Benzos) sind effektive Angstlöser mit einem erheblichen Nachteil: sie machen extrem schnell abhängig. Deswegen hier wirksame Alternativen.

Für Millionen von Menschen, die in Deutschland, Österreich und Schweiz mit Angststörungen leben, ist die medikamentöse Behandlung Teil ihrer Therapie. Und seit Jahren werden Benzodiazepine gegen Angstzustände, starke innere Unruhe und sogar gegen Schlafstörungen gerne und häufig verschrieben.

Der angstlösende Effekt tritt nach der Einnahme von Benzos schnell ein, doch das Risiko einer Abhängigkeit ist groß, und viele Menschen mit Angstzuständen haben bereits mit einer Benzodiazepin-Abhängigkeit zu kämpfen. Aus diesem Grund ist es wichtig, wirksame Alternativen zu Benzos (Benzodiazepinen) zu kennen.

Doch welches sind also die besten Psychopharmaka gegen Angstzustände, die nicht (non) Benzodiazepine sind und nicht süchtig machen? Und sind Benzodiazepine gegen Ängste sicher in der Anwendung als Beruhigungsmittel oder Schlafmitteln (Hypnotika)?

Lies weiter, um Antworten auf deine Fragen zu nicht abhängig machenden Medikamenten gegen Angstzustände zu erhalten.

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Über mich

Hallo,

mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.

Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Sind Benzodiazepine gegen Angstzustände sicher?

In der Medizin sind einiger der beliebtesten Medikamente gegen Angstzustände die Benzodiazepine, darunter Xanax (Alprazolam), Tavor (Lorazepam) und Valium (Diazepam), um nur einige zu nennen. In vielen Fällen wirken sie gut und können Menschen helfen, ihre Ängste besser in den Griff zu bekommen, wenn sie parallel zu einer Psychotherapie eingenommen werden. Aber in manchen Fällen richten sie mehr Schaden an, als dass sie nützen. Auch die sogenannten Z-Substanzen, die ganz ähnlich wie Benzodiazepine wirken, sind davon betroffen.

Benzos und der Neurotransmitter GABA

Benzodiazepine sind unter anderem deshalb so wirksam bei der Behandlung von Angstzuständen, weil sie hochwirksame Beruhigungsmittel sind, d. h., sie machen es leichter, sich zu entspannen. Ihre Wirkweise beruht darauf, dass sie den GABA (Gamma Aminobuttersäure)-Spiegel in unserem Gehirn erhöhen. GABA ist ein Neurotransmitter, der für die Beruhigung/Dämpfung unseres Zentralen Nervensystems zuständig ist. Wenn sie wie vorgeschrieben eingenommen werden, können ihre beruhigenden Eigenschaften gegen viele Angstsymptome helfen.

Wenn sie jedoch in zu großen Mengen oder zu lange eingenommen werden, vor allem, wenn die Absicht besteht, die Wirkung zu genießen, anstatt die Angstsymptome zu behandeln, können diese Medikamente zur Gewohnheit werden und leicht missbraucht werden. Bereits zwei Wochen reichen aus, damit bei Patienten Abhängigkeiten auftreten können.

Benzo-Entzug

Und der Entzug von Benzodiazepinen, das wissen die wenigsten Ärzte und Apotheker, kann schwer und sehr langwierig sein. Betroffene sind am besten beraten, wenn sie die Wirkstoffe, also die Benzodiazepin-Dosis schrittweise reduzieren, um der Gefahr von starken Absetz-Symptomen möglichst auszuweichen. Man spricht in diesem Falle davon, das Medikament auszuschleichen. Die Benzodiazepin-Einnahme wird also schrittweise verringert. Mehr Infos findest du im Artikel über den Entzug von Benzodiazepinen.

Wenn ein Patient mit Angstzuständen – egal ob Männer, Frauen oder Kinder – eine Vorgeschichte mit Suchtproblemen hat, wird ihr deshalb in der Regel ein Medikament verschrieben, das nicht süchtig macht. Schauen wir uns einmal an, wie einige dieser Optionen aussehen.

Lesetipp: Erfahrungsberichte zu Benzos

Alternativen zu Benzodiazepinen bei Angst und Panik und Probleme mit dem Schlaf

Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten gegen Angstzustände, die nachweislich eine geringere Abhängigkeitsgefahr haben als Benzodiazepine. Dazu gehören folgende Empfehlungen:

  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
  • Selektive Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmer
  • Antikonvulsiva
  • Buspiron

Welche dieser Medikamenten-Gruppe für dich geeignet sind, hängt natürlich von deiner persönlichen psychischen Vorgeschichte und deinem körperlichen Gesundheitszustand ab. Schauen wir uns einmal an, wie jedes dieser Medikamente Menschen mit Angststörungen helfen kann.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) gegen Angstzustände

SSRIs werden häufig zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen eingesetzt und helfen dabei, die Neurotransmitter im Gehirn auszugleichen. Serotonin ist ein chemischer Botenstoff im Gehirn, der es den Nervenzellen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und so bestimmte Emotionen zu vermitteln. Indem sie das Gehirn daran hindern, Serotonin wieder aufzunehmen, steht mehr von diesem Stoff zur Verfügung, was sich beruhigend auf die Stimmung auswirken und in der Praxis auch Angstsymptome verringern kann.

Einige der gängigsten SSRIs gegen Angstzustände sind:

Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) gegen Angstzustände

SNRIs wirken auf die gleiche Weise wie SSRIs, blockieren aber die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. Sie werden in der Regel zur Behandlung von Depressionen verschrieben, können aber in manchen Fällen auch zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt werden, obwohl SSRIs in der Regel die erste Wahl für Ärzte sind. Aus diesem Grund werden SNRI in der Regel verschrieben, nachdem sich SSRI als unwirksam für eine Person erwiesen haben.

Gängige SNRIs gegen Angstzustände sind:

Antikonvulsiva gegen Angstzustände

Antikonvulsiva sind eigentlich Medikamente gegen Krampfanfälle. Sie wirken in der Regel, indem sie Teile des Gehirns, die überaktiv sind, beruhigen. Da die Hyperaktivität des Gehirns aber auch bei Menschen mit Angststörungen auftritt, können Antikonvulsiva auch zur Behandlung von Angstzuständen verschrieben werden, vor allem wenn die Betroffenen Panikattacken oder Angstanfälle haben. Sie gehören zu den am wenigsten verbreiteten alternativen Möglichkeiten zu Benzodiazepinen bei Angstzuständen, sind aber in einigen Fällen dennoch wirksam.

Häufige Arten von Antikonvulsiva gegen Angstzustände sind:

Buspiron

Im Gegensatz zu den anderen Medikamenten gegen Angstzustände auf dieser Liste ist Buspiron ein eigenständiges Medikament und nicht eine Art/Gruppe/Klasse von Medikamenten. Es unterscheidet sich chemisch von anderen Alternativen zu Benzodiazepinen und wirkt, indem es die Rezeptoren für chemische Stoffe wie Serotonin und Dopamin dabei unterstützt, besser zu funktionieren und mehr von diesen Neurotransmittern aufzunehmen.

Buspiron wird meist verschrieben, wenn andere Medikamente nicht gewirkt haben oder unangenehme Nebenwirkungen aufgetreten sind, und es wird fast ausschließlich als nicht-gewohnheitsbildendes Medikament als Hilfe gegen Angstzustände eingesetzt.

Lesetipp: Eine rezeptfreie Tavor-Alternative

Was ich jedem mal raten würde, auszuprobieren
Ein persönlicher Tipp

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Andreas 350
Andreas

Sichere Behandlung von Ängsten

Sucht ist ein häufiges Problem bei Menschen, die mit Angstzuständen leben, da die Betroffenen oft Drogen oder Alkohol als Mittel zur Bewältigung der Angstsymptome verwenden. In diesem Fall werden sowohl die Sucht als auch die Angst als gemeinsam auftretende Störungen oder Doppeldiagnosen eingestuft, bei denen sich beide Probleme gemeinsam entwickeln und gegenseitig verschlimmern.

Doppeldiagnose Sucht und Angst

Ohne eine angemessene Behandlung kann die Verschreibung von Benzodiazepinen zur Behandlung von Angstzuständen die Suchtprobleme verschlimmern. Deshalb arbeitet unser Programm für Doppeldiagnosen mit jedem Einzelnen zusammen, um das richtige Medikament für ihn zu finden, auch wenn es eine Benzo-Alternative ist. Das Medikamentenmanagement ist für viele Menschen ein wichtiger Teil der Behandlung.

Fazit

Benzodiazepine wirken schnell und gut, sollten aber nur im Notfall eingesetzt werden. Denn sie machen extrem schnell abhängig, nicht nur psychisch sondern auch körperlich. Das zeigt schon, dass ein kalter Entzug von Benzodiazepinen tödlich sein kann. Der Begriff „Kalter Entzug“ (engl. cold turkey) beschreibt ein abruptes Absetzen des Suchtmittels von heute auf morgen.

Aber auch ein korrekte Entzug von Benzos kann die Hölle sein und sich sehr lange hinziehen, je nachdem wie hoch die eingenommene Dosis ist und wie lange Benzos eingenommen wurden.

Deswegen ist es besser, von vornherein auf wirksame Alternativen zu Benzos zu greifen. Hierzu kommen Antidepressiva, vor allem SSRIs und SNRIs sowie Antikonvulsiva oder Buspiron in Frage.

Manche Menschen kommen auch mit pflanzlichen Mitteln wie CBD-Öl aus. Einige schwören auf eine Zweier- oder Dreierkombination aus pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Ich rate immer dazu, erstmal CBD-Öl auszuprobieren, da hier die Erfolgsquote erfahrungsgemäß am höchsten ist.

Genauso wichtig wie die Medikamentation ist meiner Meinung aber auch, effektive Strategien gegen Ängste und Panikattacken zu erlernen, damit man nicht Zeit seines Lebens auf die Apotheke angewiesen ist.

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CBD: eine Alternative

Während meiner persönlichen Leidenszeit, als ich noch selbst unter Depressionen und Angststörungen gelitten hatte, probierte ich viele pflanzliche Mittel aus, um von meinen Antidepressiva loszukommen. Ob Lasea (Lavendelöl), Johanniskraut, Baldrian oder homöopathische Mittel wie Neurexan – ich hatte schon alles probiert, bis ich schließlich auf CBD-Öl gestoßen bin, was bei mir letztlich den Durchbruch gebracht hatte.

Meinen Bericht, wie ich auf CBD gestoßen bin und wie es bei mir wirkte, kannst Du hier nachlesen.

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