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Mai 20, 2022

Nicht immer steckt hinter Antriebslosigkeit eine Depression dahinter. Meine Tipps helfen dir, deine Antriebslosigkeit zu überwinden.

Du kennst bestimmt diese Tage, an denen du dich einfach nicht aufraffen kannst. Du lässt den Tag einfach an dir vorbeiziehen und hoffst, dass der nächste Tag besser wird.

Gleichzeitig ärgerst du dich, dass du heute einfach nichts geschafft hast. Manchmal ist es auch völlig in Ordnung, einfach nichts zu tun.

Wenn deine Lustlosigkeit jedoch länger anhält, solltest du etwas dagegen tun. Meine Tipps können dir dabei helfen. Dabei ist es gar nicht so wichtig - von körperlichen Ursachen wie z.B. einer Schwangerschaft mal abgesehen - die Ursachen aufzuspüren. Denn viel wichtiger als die Ursachen zu kennen ist zu wissen, welche Schritte du konkret unternehmen kannst, um deine Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Schlappheit zu überwinden.

Warum du deine Antriebslosigkeit akzeptieren musst

Bevor du mit einer Veränderung beginnen kannst, solltest du zuerst einmal lernen deine momentane Antriebsstörung zu akzeptieren. Denn je mehr du dich über dich selbst ärgerst, desto schlimmer können deine Situation und deine Symptome werden. Du bist derzeit ohnehin unmotiviert. Verschwende also nicht dein letztes bisschen Energie, um über die Dinge zu grübeln - sondern versuche die Situation - zumindest für den Moment - so zu akzeptieren, wie sie nun einmal ist.

Es ist wichtig, dass du zunächst deine Antriebslosigkeit akzeptierst.

Warum das so ist? Das ist ganz einfach. Stell dir vor, dein Akku hat nur noch 5 %. Du kannst natürlich auch mit 5 % weitermachen. Allerdings wirst du damit nicht viel erreichen.

Den Akku aufladen

Also nimm dir ein gutes Buch, lass ein Bad einlaufen, mach dir einen Tee oder meditiere. Was auch immer du tust, genieße die Ruhe und tue dir etwas Gutes. Mach dir auch keine Vorwürfe, wenn du dich jetzt lustlos fühlst.

Jeder braucht eine Pause. Sorge erst einmal dafür, dass dein Akku wieder aufgeladen ist. Dann kannst du alles schaffen.

Im Prinzip geht es um den Faktor Willenskraft. Wenn sie zu sehr beansprucht wird, dann ist sie irgendwann einfach erschöpft.

Die Rolle der Willenskraft

Willenskraft ist vergleichbar mit einem Muskel. Auch wenn sie gerade auf einem Hoch ist, wird dieser Zustand nicht ewig anhalten.

Der beste Weg, den Mangel an Antrieb zu überwinden, ist, an der Willenskraft zu arbeiten.

Genau wie beim Sport ist es auch beim mentalen Training. Du kannst deine Willenskraft langsam und kontinuierlich steigern. Du kannst nicht auf Anhieb eine 200 kg schwere Hantel heben. Und so ist es auch mit der Willenskraft. Wir müssen an ihr arbeiten.

Allerdings merken wir die Überlastung der Willenskraft nicht direkt. Irgendwann merkst du jedoch, dass sie aufgebraucht ist. Dann wirst du wieder lustlos.

Wie du deine Antriebslosigkeit in kleinen Schritten überwinden kannst und mehr Energie bekommst

Du fühlst dich lustlos und antriebslos? Dann bist du hier genau richtig. Ich verrate dir die besten Tipps, mit denen du deine Lustlosigkeit überwinden kannst.

1. Fang mit kleinen Dingen an

Du willst deine Antriebslosigkeit überwinden? Dann ist das bereits der erste Schritt in die richtige Richtung.

Wenn du Angst vor der Größe einer Aufgabe oder anderen vermeintlichen Schwierigkeiten hast, dann fang am besten erst einmal mit einer kleinen Tat an. Denn kleine Dinge fallen uns Menschen immer am leichtesten. Du kannst dir auch eine Uhr dafür stellen.

Setz dich für nur fünf Minuten hin und beginne die Aufgabe. Danach kannst du sie zu Ende bringen. Wenn du nur fünf Minuten anfängst, wirst du wahrscheinlich einfach weitermachen.

2. Achte auf eine gesunde Ernährung

Mit einer gesunden Ernährung kannst du auch deinen inneren Schweinehund überwinden. Vielleicht fehlen dir einfach die wichtigen Nährstoffe. Dann kann dein Körper einfach nicht richtig in Schwung kommen. Ein Vitamin-D-Mangel oder ein Mangel an Vitamin B12 kämen hier in Frage.

Viele Frauen sind außerdem von Eisenmangel betroffen. Zu wenig Eisen macht dich unmotiviert und lustlos im Alltag.

Auch der Darm, der übrigens recht anfällig für Stress ist, beeinträchtigt deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Deshalb ist es wichtig, dass du dich gesund und ausgewogen ernährst. Dann kannst du auch das größte innere Hindernis überwinden.

Mein Tipp: Supplementiere - vor allem im Winter - mit Vitamin-D-Tropfen, da wir in Deutschland fast alle von einem Vitamin-D-Mangel betroffen sind. Nach einer Weile kannst du deinen Vitamin-D-Spiegel kontrollieren lassen, ob deine Dosis ausreicht. Auch eine Ergänzung mit einem Vitamin-B-Komplex halte ich für sinnvoll. Mehr Infos incl. Studie zum Thema Vitamin D und Depression findest du unter folgenden Links: TODO

3. Bewegung hilft, Antriebslosigkeit zu überwinden

Antriebslosigkeit befällt uns alle von Zeit zu Zeit. Aber du kannst sie mit Bewegung bekämpfen. Der Körper ist einfach nicht dafür gemacht, stundenlang zu sitzen.

Um deinen Körper auf Trab zu bringen, braucht er Bewegung. Verabschiede dich von deinem Sofa und zieh deine Turnschuhe an.

Aber es reicht auch hier, klein anzufangen. Schon ein kurzer Spaziergang regt deinen Stoffwechsel und Kreislauf an. Lässt es die Jahreszeit nicht zu, ist es vielleicht auch eine Option, sich im Fitness-Studio anzumelden. Versuche in dich reinzuhören, was die am meisten Spaß bereiten wird. Bitte notfalls dein Umfeld um Mithilfe, dich an dein Vorhaben, dich mehr zu bewegen, zu erinnern.

Plane regelmäßige Bewegung in deinen Tagesablauf ein. Dann wirst du schon bald mehr Tatendrang verspüren.

4. Mit Tageslicht den inneren Schweinehund überwinden

Keine Motivation? Lustlos? Lustlos? Dann geh raus an die frische Luft. Tageslicht ist besonders wichtig für deinen Körper.

Ohne Tageslicht kann dein Körper weder das Glückshormon Serotonin noch Vitamin D produzieren. Du kannst deine Antriebslosigkeit nicht überwinden, wenn dir eines dieser Hormone fehlt.

Tipp: Wenn du wegen deiner Arbeit keine Zeit hast, kannst du dir auch eine Tageslichtlampe kaufen. Besonders im Herbst und Winter wird dich das gleich zu Beginn des Tages in gute Laune versetzen. Eine Tageslichtlampe ist sogar bei leichten depressiven Erkrankungen - besonders im Winter - sehr effektiv.

5. Überwinde die Lustlosigkeit mit Hilfe eines Plans

Wie sehr du dich selbst herausfordern kannst, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Fang immer langsam und mit einfachen Dingen an. Am besten ist es, einen Plan zu machen.

Beginne mit einer extrem kleinen Aufgabe. Wie wäre es, deinen Schreibtisch aufzuräumen? Dann kannst du dein Werk bewundern und mit dir selbst zufrieden sein. Du wirst dir an diesem Tag nichts anderes vornehmen. Überhaupt sind kleine Aktivitäten, bei denen man schnelle Ergebnisse sieht, eine gute Idee, um dich wieder auf einen besseren Kurs zu bringen.

Suche dir vor allem Aufgaben, die dich herausfordern, die du aber trotzdem bewältigen kannst. Wenn es dich überfordert, deinen ganzen Schreibtisch aufzuräumen, fang zuerst mit den Stiften an, die herumliegen. Du wirst merken, wie nach jeder kleinen Aktivität, die du erledigst hast, auch dein Selbstbewusstsein Schritt für Schritt wieder steigt.

Du kannst dieses einfache Prinzip auf alle Bereiche bzw. Herausforderungen deines Lebens anwenden. Es hört sich nicht nach einer großen Sache an. Aber hinterher hast du etwas erreicht. Und das ist für dich eine gute Nachricht.

Am nächsten Tag kannst du dir etwas mehr vornehmen. Aber sei immer realistisch, wenn du eine Aufgabe wählst. Das wird dir helfen, deine innere Schwäche zu überwinden.

6. Antriebslosigkeit? Schlaf kann helfen!

Dein Körper kann nicht richtig in Schwung kommen, wenn es ihm an Schlaf mangelt. Natürlich ist es nicht immer möglich, genug Schlaf zu bekommen.

Es reicht aber schon, wenn du dir fünf Minuten lang eine Auszeit nimmst. Auch ein kurzes Nickerchen zwischendurch kann dir neue Energie geben.

Geh also früher ins Bett oder gönn dir zumindest ein kurzes Power-Nickerchen. So kannst du deinen Antriebsmangel leicht und vermutlich leicht überwinden.

7. Setze dir kleine Ziele

Du hast absolut keine Motivation und weißt nicht, wie du aus diesem Teufelskreis ausbrechen kannst?

Dann solltest du mit kleinen Zielen beginnen. Du solltest sie dann innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erreichen können.

Nimm dir beispielsweise vor, heute das Badezimmer zu putzen. Das ist eine realistische Aufgabe. Wenn du es geschafft hast, kannst du mit dir selbst zufrieden sein. Das wird dich motivieren, weiterzumachen.

Wenn du dir zu hohe Ziele setzt, wie zum Beispiel den Frühjahrsputz der ganzen Wohnung, kann dich das schnell demotivieren.

Die Frustration ist zu groß. Du fühlst dich dann wieder lustlos und antriebslos.

Gehe immer einen Schritt nach dem anderen. Auch mit kleinen Schritten wirst du dein Ziel erreichen!

8. Sei gut zu dir selbst

Im Grunde "musst" du gar nichts tun! Nicht einmal atmen, obwohl die Alternative eigentlich nicht so toll ist 🙂

Mach dir keine Vorwürfe, wenn du es nicht schaffst, etwas zu tun. Je unzufriedener du mit dir selbst bist, desto weniger Energie hast du.

Deshalb ist es manchmal sinnvoll, einfach nichts zu tun und sich noch mehr Erholung zu gönnen. Sei gut zu dir! Verwöhne dich! Einfach so, ohne jeglichen Grund.

9. Stelle eine Sammlung von Motivation zusammen

Du kannst eine kleine Auswahl an Dingen zusammenstellen, die dich motivieren und dir ein gutes Gefühl geben. Ob das nun Urlaubsbilder, lustige Partyfotos oder deine Lieblingsmusik sind. Auch Sprüche oder motivierende Artikel gehören dazu.

Alternativ dazu kannst du auch ein Dankbarkeitstagebuch führen. Dort schreibst du jeden Tag auf, wofür du heute dankbar bist. Egal, wofür du dich entscheidest.

Hol dir dann dieses Motivations-System heraus, wenn du schlecht gelaunt bist und keine Motivation hast. So lässt du dich von deinem Stimmungstief nicht noch weiter runterziehen. Stattdessen wirst du ihr entgegenwirken und deine Antriebslosigkeit überwinden.

Warum große Ziele so wichtig sind

In unserem Leben sind große Ziele die treibende Kraft Nummer eins. Ohne Zielsetzung zieht das Leben an uns vorbei.

Mit einem Plan kannst du lustlosen Tagen vorbeugen - damit deine Antriebslosigkeit kein Dauerzustand wird. Wenn du trotzdem ein Tief hast, kommst du viel schneller wieder heraus.

Ziele im Leben zu finden, ist sehr wichtig. Dafür kannst du dir ruhig etwas Zeit nehmen.

Wofür bist du wirklich leidenschaftlich? Finde ein großes Ziel für dich. Motivationslosigkeit wird dann der Vergangenheit angehören.

Was bei anhaltender Lustlosigkeit hilft

Du fühlst dich schon seit längerer Zeit unmotiviert? Anhaltende Antriebslosigkeit kann auch ein Anzeichen für eine Krankheit wie beispielsweise eine Depression oder ein Burnout-Syndrom sein.

Wenn dir die bisherigen Tipps nicht helfen, dann solltest du dich nicht scheuen, dir professionelle Hilfe holen. Geh zum Arzt deines Vertrauens und sprich offen über deine Antriebslosigkeit. In Deutschland haben wir den Vorteil, dass jede Psychotherapie von der Krankenkasse bezahlt wird. Und für schwere Fälle gibt es auch Medikamente, die helfen können.

Er wird dann gemeinsam mit dir nach der Ursache suchen. Mit seinem medizinischen Rat und der diagnostizierten Ursache kannst du dann gegen die Antriebslosigkeit ankämpfen, um wieder in die Gänge zu kommen.

Mein Fazit

Mit diesen Tipps kannst du das Symptom der Antriebslosigkeit überwinden. Gib den Ratschlägen jedoch Zeit. Befolge die Tipps und schau, ob sich etwas ändert. Fang mit kleinen Schritten an. Früher oder später kannst du deinen inneren Schweinehund überwinden.

Quellen


Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen Termin mit mir ausmachen, in dem wir unsere Erfahrungen austauschen können.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit meiner Frau, unserer Tochter und unserem Hund im Süden Deutschlands. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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