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Juni 30, 2022

Nimmst du Opipramol schon längere Zeit ein und befürchtest nun Langzeitschäden? Hier erfährst du, ob deine Sorgen berechtigt sind.

Kann man Opipramol (Opipramol-Dihydrochlorid) auf Dauer einnehmen - oder muss man dann mit Langzeitschäden rechnen? Diese Frage nach der dauerhaften Einnahme und möglichen Langzeitschäden durch Opipramol möchte ich in diesem Artikel nachgehen.

Was ist Opipramol?

Opipramol ist ein Medikament, welches aufgrund seines Wirkmechanismus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva zugeordnet wird. Antidepressiva sind Medikamente, die normalerweise regelmäßig über einen längeren Zeitraum zur Therapie von Depressionen eingenommen werden. Die Besonderheit des Psychopharmakon Opipramol ist, dass man es auch gelegentlich einnehmen kann - vor allem zur Beruhigung gegen innere Unruhe und zur Angstlinderung bei Angststörungen. Auch die Anwendung als Einschlafhilfe bei Schlaflosigkeit ist sehr häufig.

Das Medikament Opipramol (Wirkstoff: Opipramoldihydrochlorid) hat also mehrere Wirkungen:

  • einen antidepressiven Effekt bei regelmäßiger Einnahme,
  • aber auch einen kurzzeitigen beruhigenden Effekt, dann wirkt Opipramol angstlösend.

Nebenwirkungen von Opipramol

Wie alle Medikamente, die eine gewisse Wirkung aufweisen, kann es auch bei Opipramol zu Nebenwirkungen kommen.

Hier ist ein Überblick über die möglichen Nebenwirkungen von Opipramol:

  • Herz-Kreislauf-Probleme
    • Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
    • Pulsbeschleunigung
    • Herzrasen
    • Herzklopfen
    • Herzrhythmusstörungen
    • Schwindel
    • Benommenheit
    • Müdigkeit
    • Zittern
  • trockene Schleimhäute mit der Folge:
    • Verstopfung
    • Mundtrockenheit
    • Durstgefühl
    • verstopfte Nase
  • Gewichtszunahme
  • Sehstörungen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
  • Störungen beim Wasserlassen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Störungen der Sexualfunktion

Für weitere Symptome, die als Nebenwirkung auftreten können, schaue bitte in den Beipackzettel.

Sind auch Langzeitschäden möglich?

Langzeitschäden ist so ein Begriff, der schwer zu erfassen ist. Prinzipiell sind bei allen Medikamenten Langzeitschäden bei den Patienten möglich - zumindest wenn man diese zu lange und/oder in zu hoher Dosierung nimmt. Die Frage ist also vielmehr, wie wahrscheinlich Langzeitschäden sind und welche Langzeitschäden in Frage kommen.

Leberwerte

Generell ist es bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten wie Opipramol immer wichtig, die Leberwerte regelmäßig zu kontrollieren. Ein Leberschaden oder eine Leberfunktionsstörung tritt nämlich nicht von heute auf morgen auf. Wenn du also regelmäßig mindestens alle 6 Monate deine Leberwerte beim Hausarzt kontrollieren lässt, sollte diesbezüglich nichts passieren.

Opipramol ist ein Medikament, welches schon lange auf dem Markt ist

Opipramol ist ein relativ altes Medikament. Es ist seit 1961 auf dem Markt. Vermutlich ist dies - zusammen mit seiner recht breiten Wirksamkeit (viele Anwendungsgebiete) - auch ein Grund, warum es immer noch eines der am häufigsten (von Hausärzten) verschrieben Präparate ist. Die Ärzte kennen es einfach seit langer Zeit.

Das bedeutet also auch, dass es sei vielen Jahren Erfahrungen mit dem Einsatz des trizyklischen Antidepressivums Opipramol zur Behandlung diverser psychischer Erkrankungen und Beschwerden wie Ängste, Verstimmungszuständen, Schlafstörungen und Panikattacken gibt.

Auch wenn dies auf der einen Seite keine Garantie ist, dass es keine Langzeitschäden gibt, so ist dies doch auf der anderen Seite ein Indikator, dass diese nicht sehr häufig und/oder sehr schwerwiegend sein sollten.

Serotonin-Syndrom

Wenn man über Langzeitschäden spricht, kommt man nicht drum herum, auch das mögliche Serotonin-Syndrom zu erwähnen. Opipramol darf auf keinen Fall mit MAO-Hemmern kombiniert werden. MAO-Hemmer sind ebenfalls Wirkstoffe, die als Antidepressivum zum Einsatz kommen. Sie haben viele starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Von daher ist das Serotonin-Syndrom eher eine Nebenwirkung der MAO-Hemmer als eine Nebenwirkung der Medikamente, die nicht mit MAO-Hemmern kombiniert werden dürfen.

Gibt es Alternativen für Opipramol?

Wer erhebliche Angst vor Langzeitschäden von Medikamenten hat, der kann vielleicht auch einmal an sanftere pflanzliche Alternativen denken. Erfahrungsberichte - auch meine persönliche Erfahrung - zeigen, dass pflanzliche Stimmungsaufheller oder natürliche Beruhigungsmittel bei einigen Patienten sehr gut wirken.

Natürlich muss man sagen, dass pflanzlich nicht automatisch auch ungefährlich bedeutet. Dennoch sind pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel alleine von den Nebenwirkungen her im Allgemeinen schon viel besser verträglich.

Hier ein Überblick über mögliche pflanzliche Alternativen zu Opipramol:

  • Baldrian zur Beruhigung und Schlafförderung
  • Lasea (Lavendel) gegen Angstzustände
  • Johanniskraut zur Stimmungsaufhellung
  • CBD-Öl zur Stimmungsaufhellung, Beruhigung und Linderung von Ängsten.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Wenn du möchtest, kannst du meinen Erfahrungsbericht hier lesen.

Fazit

Opipramol hat wie viele andere Medikamente einige Nebenwirkungen. Wenn man regelmäßig seine Leberwerte im Blick hat, besteht aber kein Grund zur Beunruhigung. Man muss also keine Angst vor Langzeitschäden haben. Dennoch könntest du dir überlegen, ob langfristig nicht auch ein pflanzliches Mittel ausreicht, um deine psychischen Beschwerden in den Griff zu bekommen. 

Quellen


Schnelle Hilfe?
  1. Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/
  2. Falls du ein persönliches Beratungsgespräch mit mir ausmachen möchtest, dann klicke bitte hier.


Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit Frau, Tochter und Hund in der Pfalz. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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