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Mai 13, 2022

Safran ist mehr als ein Gewürz. Es wird nämlich seit langer Zeit als Heilmittel eingesetzt - doch wirkt Safran auch gegen Depressionen?

"Ein Kraut ist ein Freund der Ärzte und ein Lob für die Köche." - Karl der Große

Safran (lat.: Crocus sativus) schmeckt bekanntlich köstlich zu Meeresfrüchten, Reis und Tomaten und passt hervorragend zu viel Knoblauch. Doch das sind bei weitem nicht die einzigen Vorzüge dieser vielseitigen Pflanze: Ursprünglich wurde sie vor allem in der traditionellen Medizin persischer Kulturen verwendet und dient der Menschheit seit Jahrtausenden als kulinarisches Gewürz und wirksames Heilmittel gegen diverse Erkrankungen. Safran ist insbesondere für seine leuchtende Farbe und seinen Geschmack bekannt und auch dafür, dass er das teuerste Gewürz der Welt ist.

Traditionell wird Safran vor allem als Beruhigungsmittel, Antidepressivum und Entzündungshemmer verwendet. Außerdem entspannt diese wunderbare Pflanze nach der Einnahme auch die Muskeln des Verdauungstraktes, reduziert so Krämpfe, fördert die Verdauung und wirkt gleichzeitig appetitanregend (Yarnell, 2008).

In diesem Artikel erfährst du, wie gut Safran gegen Depressionen und depressive Verstimmungen wirkt und was du bei der Einnahme von Safran-Kapseln als Stimmungsaufheller beachten solltest.

Safran als pflanzlicher Stimmungsaufheller

Eine Reihe von Studien weist zusätzlich darauf hin, dass die Narbe des Safrans (sprich, der obere Teil der Pflanze, in dem sich die Pollen befinden und der im Allgemeinen als "Safran" bezeichnet wird) sowie die Blütenblätter eine stimmungsaufhellende Wirkung haben. Tierstudien beispielsweise haben gezeigt, dass die in den Safranfäden der Krokuspflanze enthaltenen Verbindungen Safranal und Crocin antidepressiv wirken können, indem sie den Dopamin-, Noradrenalin- und Serotoninspiegel im Gleichgewicht halten (Hosseinzadeh et al., 2004).

Studie vergleicht die Wirkung von Safran-Extrakt mit dem Antidepressivum Fluoxetin

Studien am Menschen machen außerdem deutlich, dass die Anwendung von Safran sowohl bei Angst als auch bei einer Major Depression von Vorteil ist: In einer randomisierten iranischen Doppelblindstudie zu dieser Thematik haben 40 erwachsene ambulante Depressionspatienten nach dem Zufallsprinzip entweder morgens und abends je eine Kapsel mit 15 mg Blütenblättern der Krokuspflanze oder morgens und abends 10 mg Fluoxetin (Prozac) über 8 Wochen hinweg eingenommen. Am Ende der Studie erwies sich die Krokusblüte dabei als genauso wirksam wie das Medikament. Das Fluoxetin (Prozac) hatte dabei eine 85-prozentige Ansprechrate bei 17 von 20 Patienten, während der Krokus mit 75 Prozent eine ähnlich hohe Rate aufweisen konnte (Basti et al., 2007).

In einem weiteren 6-wöchigen Vergleich mit Imipramin (ein trizyklisches Antidepressivum älteren Typs), beobachteten die Forscher sogar noch deutlich bessere Ergebnisse, wenn die Patienten eine Hamilton-Depressionsskala, also einen bekannten Fragebogen zur Beurteilung der Stimmung, erhielten (Akhondzadeh et al., 2005).

Safran bei Alzheimer-Patienten

Die jüngste Studienübersicht aus dem Jahr 2014 analysierte insgesamt 14 Studien, in denen Safran als Antidepressivum eingesetzt wurde. Dieser Bericht ergab unter anderem, dass Safran bei Alzheimer sogar wirksamer ist als ein Placebo und genauso wirksam wie Donepezil (Aricept), das derzeit wichtigste konventionelle Medikament gegen diese schwer zu behandelnde Alterskrankheit.

Einige dieser Studien haben auch gezeigt, dass Safran bei der Gewichtsabnahme hilft (indem er das Bedürfnis nach Naschereien verringert), während andere das Prämenstruelle Syndrom bei Frauen lindern konnten (Moshiri, 2014).

In einer separaten Übersicht aus dem Jahr 2013, bei der noch strengere Kriterien für die Aufnahme von Studien angewandt wurden, wurde ebenfalls festgestellt, dass eine Safran-Supplementierung die Depressionssymptome im Vergleich zur Placebo-Kontrolle deutlich reduziert (Hausenblas, 2013).

Safran als ergänzende Behandlung für Patienten mit Depressionen und Angstzuständen

Eine Sarfranblüte: gut zu erkennen die roten Safranfäden

Eine noch aktuellere Forschungsarbeit, ebenfalls aus dem Iran, untersuchte in einer 9-monatigen Studie 40 Patienten mit schweren Depressionen, die herkömmliche Psychopharmaka einnahmen. Die eine Hälfte der Teilnehmer nahm dabei ergänzend Crocin, den Hauptbestandteil von Safran, zusammen mit ihren Medikamenten ein, während die andere Hälfte nur ihre Medikamente einnahm. Die Probanden, die die Kombination aus Safranextrakt und Medikamenten einnahmen, wiesen im Vergleich zur Placebo-Gruppe deutlich bessere Werte bei der Linderung von depressiven Störungen und Angstzuständen und eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands auf (Talaei, 2015). Safran hat also erwiesenermaßen eine Vielzahl an positiven Auswirkungen auf die Psyche und mehr.

Linderung von Antidepressiva-Nebenwirkungen

Auch bei sexuellen Nebenwirkungen und Beschwerden durch die Einnahme von Antidepressiva kann Safran ein zuverlässiger Helfer sein. In einer Studie hierzu wurde festgestellt, dass Safran die negativen sexuellen Begleiterscheinungen von Antidepressiva, die bei Männern häufig auftreten, wirksam verringert. Die teilnehmenden männlichen Probanden stellten im Verlauf der Studie fest, dass Safran ihnen unter anderem bei entstandenen Erektionsproblemen half und sich auch ihre sexuelle Befriedigung erhöhte (Modabbernia, 2012). Die Wirkung von Safran ist hier also laut Studie eine sehr positive und kann solche Symptome erfolgreich lindern.
Auch andere Heilpflanzen wie Ginkgo sind bei diesen Problemen übrigens von Vorteil, da sie die Durchblutung fördern.

Erektionsprobleme sind für die meisten Männer ein schwieriges und sensibles Thema und gerade die Einnahme von Antidepressiva kann diese unerwünschte Nebenwirkung häufig noch verstärken oder überhaupt erst verursachen. Daher sind Naturheilmittel wie Safran, die nach aktuellem Stand keine Wechselwirkungen verursachen, hier oft eine gute Ergänzung. Die enthaltenen Substanzen und Wirkstoffe können den Betroffenen deutliche Linderung verschaffen, wie aus der eben beschriebenen Studie hervorgeht und die Lebensqualität dadurch verbessern.

Safran als Gewürz für positive Stimmung

Safran enthält unter anderem große Mengen an antioxidativen Carotinoiden, darunter auch das Hauptantioxidans Crocin, ein Carotinoid, das ihm seine typische feuerrote Farbe verleiht. Auch B-Vitamine sind in der Heilpflanze reichlich vorhanden, die zur Regulation des Nervensystems beitragen. Es wird außerdem angenommen, dass Safran durch seine Zusammensetzung und Inhaltsstoffe den Spiegel von Neurotransmittern wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im Gehirn verändert und positiv beeinflusst. Auch die im Safran enthaltenen Antioxidantien sollen helfen, freie Radikale im Körper zu beseitigen, und so die Gehirnzellen vor oxidativem Stress schützen. Oxidativer Stress ist bekanntermaßen häufig einer der auslösenden Faktoren bei Menschen mit Stimmungsproblemen (Chung, 2013).

Positive Wirkung auf das Bauchhirn?

Vermutlich wirkt sich Safran auch deshalb so gut auf die Stimmung aus, weil er den Verdauungstrakt effektiv unterstützt und dort verspannte Muskeln wieder entspannt. Unser Verdauungstrakt ist sowohl der Sitz unseres Immunsystems als auch ein zentraler Ort für die Bildung von Neurotransmittern.

Wenn dabei die Verdauung aus verschiedensten Gründen nicht stark genug oder gestört ist, erhöht das Immunsystem die Entzündungswerte im ganzen Körper, einschließlich des Gehirns, was zu Stimmungsstörungen beiträgt. Dadurch sind insbesondere Menschen mit Verdauungsproblemen anfälliger für solche Stimmungsschwankungen. Wenn also die Verdauung nicht optimal funktioniert, sind unsere Neurotransmitter (die, wie Dr. Candace Pert es ausdrückt, unsere "Gefühlsmoleküle" sind) nicht im Gleichgewicht, was bedeutet, dass auch unsere Stimmung aus diesem Grund leidet. Nicht ohne Grund bezeichnet man den Darm daher als das 'zweite Gehirn', das vor allem unsere Emotionen und Stimmung beeinflusst.

Hier wirkt Safran erwiesenermaßen regulierend auf die Verdauung ein und damit auch auf die Neurotransmitterbildung und somit letzten Endes deine Stimmung. Die Heilpflanze bewirkt also eine Art Kettenreaktion an positiven Auswirkungen, da unser Körper ein Zusammenspiel all seiner Funktionen und Organe ist.

Verwendung von Safran in deiner Ernährung und als Nahrungsergänzungsmittel

Du kannst natürlich auch wunderbar mit Safran kochen, denn dieser dient bekanntlich als beliebtes Gewürz und ist die perfekte Ergänzung für viele Speisen. Gerade im orientalischen Raum erfreut sich Safran als Würzmittel großer Bekanntheit und auch hierzulande entdecken ihn immer mehr für die heimische Küche. Online findest du dazu eine Menge an Ideen und Rezepten, die du in deinen Speiseplan einbauen kannst. Dabei empfiehlt es sich, einfach ein bisschen zu experimentieren, um herauszufinden, zu welchen Gerichten das Gewürz dir am besten schmeckt. Deine Favoriten kannst du dann regelmäßig mit Safran würzen, um die positiven Effekte auch über deine Ernährung zu erzielen.

Auch wenn Nahrungsergänzungsmittel in beispielsweise Kapsel-oder Tablettenform auf dem Weg zur Heilung von unschätzbarem Wert sein können, hilft es, wenn du eben auch Heilpflanzen wie Safran nutzt, um bestimmte Nährstoffe über den Speiseplan aufzunehmen. Dieser ist durch seine Wirkung sowohl Gewürz als auch Nahrungsergänzung in einem und kann durch seine Einnahme heilsame Prozesse im Körper fördern und in Kombination mit anderen Maßnahmen eine spürbare Verbesserung deiner psychischen Verfassung bewirken.

In vielen Fällen empfehle ich meinen Patienten bei Angstzuständen und Depressionen auch, zweimal täglich eine Kapsel des Produktes Mood Systems Balance.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Produkt ist eine von mir entwickelte Formel und enthält die richtige Dosis Safran sowie weitere unterstützende Nährstoffe wie Chrom (zur Regulierung des Blutzuckerspiegels), Rhodiola (zur Unterstützung des Stresssystems) und Curcumin (ein weiteres Kraut, das dafür bekannt ist, Entzündungen zu senken und die Stimmung zu verbessern). Es kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden und wirkt von innen.

Mein Fazit

Obwohl pflanzliche Arzneimittel in der Regel eine geringere Wirkung haben als die meisten Medikamente, verursachen sie im Vergleich zu Arzneimitteln auch weniger Neben- und Wechselwirkungen (Sarris, 2011). Viele Patienten mit Stimmungsproblemen sind gesundheitsbedingt oft zu empfindlich für Medikamente und gerade in diesen Fällen können entsprechende Heilpflanzen, die man manchmal auch als Arzneidroge bezeichnet, sogar besser helfen. Natürlich ist es dabei aus naturheilkundlicher Sicht wichtig, dass du dich gleichzeitig auch um ausreichend Schlaf und die Reduzierung von Stress kümmerst, dich regelmäßig bewegst, in die Natur gehst und dich gesund ernährst, um langfristig eine gesunde Grundstimmung zu erlangen.

Wenn du dies liest und Safran oder ein anderes Naturheilmittel ausprobieren möchtest, sprich bitte mit deinem Arzt, bevor du etwas veränderst oder etwas Neues ausprobierst. Am besten arbeitest du mit einem Naturheilpraktiker zusammen, der sich mit der Anwendung von Heilpflanzen und Kräutern als Ergänzung zu oder anstatt von Medikamenten auskennt.

Würdest du gerne persönlich mit mir sprechen? Dann kannst du hier einen telefonischen Beratungstermin mit mir ausmachen.

Schnelle Hilfe?

Falls du Selbstmordgedanken hast und akut Hilfe brauchst: Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222) sind rund um die Uhr für dich erreichbar. Weitere Hilfsangebote findest du hier: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/



Über den Author

Andreas

Ich bin Andreas, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit Frau, Tochter und Hund in der Pfalz. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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