Hier erfährst du, welche Erfahrungen Patienten mit der Einnahme von Lamotrigin machen und was sie im Detail berichten.
Wenn du unter einer bipolaren Störung oder Epilepsie leidest, kann es unter Umständen schwierig sein, ein wirkungsvolles, aber möglichst nebenwirkungsfreies Mittel zu finden.
Lamotrigin ist zwar für viele Patienten ein wichtiges Medikament, das ihnen hilft, ihre Lebensqualität zu verbessern (1). Doch da Medikamente bei jedem Patienten unterschiedlich wirken, kann man nicht immer im Voraus wissen, wie es wirkt.
Hier erfährst du, ob und wie Lamotrigin zur Linderung dieser Störungen helfen kann. Du erhältst in diesem Beitrag wertvolle Informationen darüber, wie andere Patienten Wirkung und Nebenwirkung des Wirkstoffs in aktuellen Lamotrigin-Erfahrungen einschätzen.
Das Wichtigste auf einem Blick:
- verhindert bei Epilepsie zu starke Aktivität im Gehirn, die Krämpfe auslösen kann (6)
- Bei bipolarer Störung stabilisiert Lamotrigin die Stimmung und hilft besonders gegen depressive Phasen (6).
- In Studien zeigte Lamotrigin besonders gute Ergebnisse bei der Vorbeugung depressiver Phasen bei Patienten mit bipolarer Störung (7).
- Häufige Nebenwirkungen von Lamotrigin sind Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Hautausschläge, Übelkeit oder Erbrechen und aggressives Verhalten (6).
- In seltenen Fällen kann es zu schweren Reaktionen kommen, die sofortige ärztliche Hilfe erfordern (6).

Über mich
Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.
Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.
Was ist Lamotrigin?
Lamotrigin ist ein Medikament, das als Antiepileptikum der zweiten Generation eine wichtige Rolle in der Behandlung von Epilepsien und bipolaren Störungen spielt (4, 5). Es wirkt, indem es die Übererregbarkeit des Gehirns senkt, was durch die Blockade von bestimmten Ionenkanälen in den Nervenzellen erreicht wird (4). Dadurch trägt es dazu bei, epileptische Anfälle zu verhindern.
Darüber hinaus dient es auch als Stimmungsstabilisator bei der Vorbeugung von Depressionen bei bipolarer Störung (4, 5).
Dosierung
Die Dosierung von Lamotrigin muss sorgfältig angepasst werden, beginnend mit einer niedrigen Tagesdosis von 25 mg pro Tag in den ersten zwei Wochen, die dann schrittweise erhöht wird, um die individuell passende Erhaltungsdosis zu finden (4, 5). Diese vorsichtige Dosierung ist besonders wichtig, da Lamotrigin in Interaktion mit anderen Medikamenten stehen und seine Wirkung sowie Nebenwirkungen dadurch beeinflusst werden können (4, 5).
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen können unter anderem Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizbarkeit umfassen, wobei schwere Hautreaktionen besonders zu Beginn der Behandlung auftreten können (4, 5). Daher ist es wichtig, bei ersten Anzeichen solcher Reaktionen sofort einen Arzt zu konsultieren (4).
Hinweise zur Einnahme
Die Einnahme von Lamotrigin erfordert eine genaue Absprache mit dem behandelnden Arzt, insbesondere bei Schwangeren oder wenn andere Medikamente eingenommen werden (4, 5). Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel verwenden, müssen dies dem Arzt mitteilen, da dies die Dosierung von Lamotrigin beeinflussen kann (4).
Wirkung bei Epilepsie
Die therapeutische Wirkung von Lamotrigin bei Epilepsie zeigt sich in seiner Effektivität, sowohl generalisierte als auch fokale Anfälle zu kontrollieren. Es ist besonders nützlich bei der Behandlung von Epilepsien, die auf traditionelle Medikamente nicht ansprechen. Durch die Stabilisierung der Nervenzellaktivität kann Lamotrigin die Häufigkeit und Schwere von Anfällen signifikant reduzieren. Das führt zu einer verbesserten Lebensqualität für die Betroffenen (4,5).
Wirkung bei bipolaren Störungen
Bei bipolaren Störungen wirkt Lamotrigin als Stimmungsstabilisator, indem es extreme Schwankungen der Stimmungslage abmildert. Es ist besonders wirksam in der Prävention von depressiven Episoden, die ein Kernmerkmal dieser Erkrankung sind.
Im Gegensatz zu anderen Stimmungsstabilisatoren, die vorrangig gegen manische Phasen wirksam sind, bietet Lamotrigin einen einzigartigen Vorteil durch seine Effektivität in der Verhinderung depressiver Zustände. Dies macht es zu einer wertvollen Option für Patienten, bei denen depressive Episoden im Vordergrund stehen (4,5).
Lamotrigin-Erfahrungen und Bewertungen im Überblick
Im Internet auf sanego.de hat Lamotrigin im Durchschnitt eine Bewertung von 7,3von 10 Sternen (=gut) bei zusammen 289 Bewertungen (1).
15 % der Bewertenden gaben an, durch Lamotrigin keine Nebenwirkungen bemerkt zu haben. Des Weiteren berichten die Patienten über diese Nebenwirkungen (1):
- Müdigkeit: 20 %
- Schwindel: 11 %
- Gewichtszunahme: 10 %
- Schlafstörungen: 10 %
Am häufigsten wird dieses Schlafmittel bei Epilepsie (52 %), Bipolarer Störung (21 %), Depression (14 %), Borderline (3 %) und Stimmungsschwankungen (2 %) und darüber hinaus auch bei anderen Krankheiten und Krankheitszeichen angewendet (1).
Was ich jedem mal raten würde, auszuprobieren
Ein persönlicher TippIch habe sehr gute Erfahrungen mit CBD-Öl gemacht. Es entspannt und beruhigt mich und hat mir sogar dabei geholfen, von meinen Antidepressiva loszukommen. Ich habe hierzu auch einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Andreas
Lamotrigin-Erfahrungen verschiedener Patienten
Hier erfährst du, was Benutzer von sanego.de über ihre Erfahrung bezüglich Wirksamkeit und Nebenwirkung von Lamotrigin schreiben (1):
1. Lamotrigin-Erfahrung von anonym · Wegen Epilepsie · 10.02.2024 · Nehme seit 8 Wochen
In den ersten acht Wochen traten folgende Nebenwirkungen auf: Haarausfall, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Nasenbluten, trockene gereizte Haut und eine mentale Abstumpfung.
Bewertung: 5,6/10 (befriedigend)
Geburtsjahr: 1966Größe (cm): 172Gewicht (kg): 85Geschlecht: weiblich
2. Lamotrigin-Erfahrung von anonym · Wegen Epilepsie · 10.02.2024 · Nehme seit 12 Jahren
2012 wurde bei mir Grand-Mal-Epilepsie festgestellt. Ab Mai 2012 begann ich, Lamotrigin schrittweise zu erhöhen, bis zu einer Dosis von 200 mg morgens und abends, aber die Anfälle hielten an. Im August 2013 fügte ich meiner Medikation noch 500 mg Levetiracetam hinzu, ohne Nebenwirkungen zu erleben.
Im Jahr 2020 reduzierte ich die Dosis erstmalig langsam auf 150 mg morgens und abends, ohne auf Probleme zu stoßen. Im Oktober 2023, da die Medikamente heutzutage kaum mehr lieferbar sind und ich mein Ziel von 100 mg morgens und abends erreichen wollte, reduzierte ich langsam auf 150 mg morgens und 125 mg abends.
Nach 8 Tagen erlebte ich morgens für etwa 3 Stunden Kreislaufprobleme, die jedoch nach 5 Tagen verschwanden. Ab November nahm ich dann 125 mg morgens und abends, wieder ohne Probleme. Ab Februar 2024 reduzierte ich auf 125 mg morgens und 100 mg abends. Heute, am zehnten Tag, habe ich ab 14 Uhr starke Kreislaufbeschwerden. Mal sehen, was noch kommt. Mein Ziel ist es, ab Mai 100 mg morgens und abends zu nehmen.
Bewertung: 6,0/10 (gut)
Geburtsjahr: 1998Größe (cm): 170Gewicht (kg): 63Geschlecht: weiblich
3. Lamotrigin-Erfahrung von anonym · Wegen Borderline · 08.12.2023 · Nehme seit 3 Jahren
Ich habe morgens und abends jeweils 50 mg eingenommen und alles ohne bemerkbare Nebenwirkungen gut vertragen. Meine Stimmung war stabil, manchmal sogar zu stabil – ich konnte mich für manche Dinge nicht wirklich freuen und über einen Schicksalsschlag nicht wirklich trauern.
Nach drei Jahren habe ich beschlossen, es abzusetzen. Nach 2-3 Tagen traten Schwindel und Kopfschmerzen auf, aber alles war noch erträglich. Ab dem vierten Tag begann ein unbeschreiblich starker Juckreiz, vor allem im Gesicht unter dem Bart, an den Koteletten usw., jedoch ohne Hautrötung oder Ähnliches.
Meine Haut fühlt sich an den betroffenen Stellen sehr aufgeschwemmt bzw. geschwollen an, ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion.
Bewertung: 7,8/10 (gut)
Geburtsjahr: 1992Größe (cm): 192Gewicht (kg): 75Geschlecht: männlich
4. Lamotrigin-Erfahrung von anonym · Wegen Borderline· 08.12.2023 · Nehme seit 3 Jahren
Ich bin ein Mann und nahm den Wirkstoff morgens und abends jeweils 50 mg und vertrug alles ohne spürbare Nebenwirkungen. Meine Stimmung blieb stabil, teilweise zu stabil, sodass ich mich über manche Dinge nicht richtig freuen konnte und ein Schicksalsschlag mich nicht tief berührte. Nach drei Jahren entschied ich mich für das Absetzen.
Innerhalb von 2-3 Tagen kamen Schwindel und Kopfschmerzen auf, die jedoch erträglich waren. Vom vierten Tag an entwickelte sich ein unbeschreiblich starker Juckreiz, besonders im Gesicht unter dem Bart und an den Koteletten, ohne sichtbare Hautrötung oder Ähnliches. Die Haut an diesen Stellen fühlte sich sehr geschwollen an, ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion.
Bewertung: 7,8/10 (gut)
Geburtsjahr: 1992Größe (cm): 192Gewicht (kg): 75Geschlecht: männlich
5. Lamotrigin-Erfahrung von anonym · Wegen Riesenzellarteriitis (RZA) · 26.11.2023 · Nehme seit 30 Tagen
Bei mir wird Lamotrigin mit steigender Dosis zur Substitution von Levetiracetam eingesetzt. Seit einigen Tagen habe ich bei hoher Dosis einen schwer regulierbaren Bluthochdruck.
Bewertung: 7,8/10 (gut)
Geburtsjahr: 1942Größe (cm): 172Gewicht (kg): 59Geschlecht: weiblich
Fazit
Die Bewertungen für Lamotrigin fallen zwar unterschiedlich aus. Dennoch ist es für viele Patienten ein wichtiges Medikament, das ihnen hilft, ihre Lebensqualität zu verbessern.
Einige Patienten berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome, während andere erhebliche Nebenwirkungen erleben. Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die von den Anwendern gemeldet werden, zählen Müdigkeit, Schwindel und Gewichtszunahme. Einige Nutzer berichten jedoch auch, dass sie gar keine Nebenwirkungen bemerkt haben.
Die Wirksamkeit von Lamotrigin wird insbesondere bei der Behandlung von Epilepsie geschätzt. Bei viele Patienten ist die Häufigkeit der Anfälle zurückgegangen. Auch bei der Behandlung bipolarer Störungen und Depressionen kann Lamotrigin positive Effekte erzielen, indem es Stimmungsschwankungen stabilisiert und depressive Phasen mildert.
Es gibt jedoch auch Berichte über negative Erfahrungen, bei denen Patienten von einer Verschlechterung ihres Zustands sprechen. Teilweise auch über starke Nebenwirkungen wie Depersonalisation, Angstzuständen und kognitive Beeinträchtigungen.
Denke daran, dass die Anwendung von Lamotrigin eine sorgfältige Dosierung und Überwachung durch den behandelnden Arzt erfordert. Das ist wichtig, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren und die bestmögliche therapeutische Wirkung zu erzielen. Die Entscheidung für oder gegen die Einnahme sollte immer in enger Absprache mit einem Facharzt getroffen werden, um eine individuell angepasste Behandlung sicherzustellen (1).
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CBD: eine Alternative
Während meiner persönlichen Leidenszeit, als ich noch selbst unter Depressionen und Angststörungen gelitten hatte, probierte ich viele pflanzliche Mittel aus, um von meinen Antidepressiva loszukommen. Ob Lasea (Lavendelöl), Johanniskraut, Baldrian oder homöopathische Mittel wie Neurexan – ich hatte schon alles probiert, bis ich schließlich auf CBD-Öl gestoßen bin, was bei mir letztlich den Durchbruch gebracht hatte.
Meinen Bericht, wie ich auf CBD gestoßen bin und wie es bei mir wirkte, kannst Du hier nachlesen.

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