Hautausschlag durch Stress: Erkennen und Behandeln

Hautausschlag durch Stress: So kannst Du ihn erkennen und behandeln

Kann man durch Stress Hautausschlag bekommen?

Jeder von unser hat mal mit Stress zu tun, und Stress kann sich nicht nur auf Deine emotionale Gesundheit auswirken. Stress kann auch körperliche Symptome verursachen, wie z. B. einen Ausschlag, der dich dann auch wiederum stressen kann.

Zum Glück ist stressbedingter Ausschlag im Allgemeinen kein Grund zur Sorge. Denn er kann meistens leicht zu Hause behandelt werden.

Wenn Du eine vorbestehende Hauterkrankung hast, z. B. Schuppenflechte oder Rosazea, hast Du vielleicht schon selbst bemerkt, dass Stress Deine Symptome verschlimmern kann. Der Stress ist in diesem Falle Auslöser der Verschlechterung.

Lies weiter, um zu erfahren, wie Du selbst erkennen kannst, ob Dein Hautausschlag von Stress kommt. Und wie Du den Ausschlag am besten behandelst.

Über mich

Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 38 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten


Auf meinem Blog berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen meiner (mittlerweile überwundenen) Erkrankungen. Du findest hier aber auch gut recherchierte objektive Artikel zu den Themen Angst und Unruhe, Panik und Depression.


Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.

Wie sieht Hautausschlag durch Stress aus?

Stressbedingte Hautausschläge treten häufig in Form von Quaddeln oder Pusteln auf. Nesselsucht kann überall am Körper auftreten. Eine eine großflächige Schuppenflechte ist denkbar.

Die vom Ausschlag betroffenen Bereiche sind in der Regel rot, erhaben und geschwollen. Diese Bereiche können so klein wie eine Bleistiftspitze oder so groß wie ein Essteller sein.

Der „Stressauschlag“ kann auch in Form einer Hautschwellung auftreten, die sich an einer Stelle Deines Körpers entwickelt. Dieser Bereich der Schwellung kann auch verschwinden und dann an einer anderen Stelle wieder auftreten.

Die vom Ausschlag betroffenen Bereiche jucken meistens – in manchen Fällen nur ein bisschen, in anderen Fällen sehr stark. Das ist ganz individuell. Es kann auch ein Kribbeln oder Brennen auftreten, wenn Du die betroffenen Hautstellen berührst.

Die Quaddeln bilden sich meist innerhalb von 24 Stunden wieder zurück. Gleichzeitig entstehen jedoch meist neue Quaddeln. Das Ganze kann sich bis zu 6 Wochen hinziehen.

Wenn die Beschwerden größer als 6 Wochen anhalten, spricht man von chronischem Hautausschlag.

Was verursacht einen Hautausschlag (durch Stress)?

Im Allgemeinen ist Hautausschlag meist Folge einer Reaktion Deines Immunsystems auf ein Allergen. Er kann aber auch durch andere Faktoren verursacht werden, wie z. B. eine Virusinfektion, eine andere Krankheit oder einen Umweltauslöser. Stress wird als Umweltauslöser betrachtet.

Zu den häufigsten Lebensmittelallergenen gehören:

  • Nüsse
  • Erdnüsse
  • Kuhmilch
  • Soja
  • Eier
  • Weizen
  • Meeresfrüchte

Andere erwähnenswerte Allergene sind Pollen, Tierhaare und Medikamente wie Penicillin.

Andere umweltbedingte Auslöser sind:

  • heiße und kalte Temperaturen
  • SonnenlichtWasser
  • Sport bzw. körperliche Anstrengung

Wenn Du gestresst bist, ist es nicht ungewöhnlich, dass eine bereits bestehende Hauterkrankung wieder aufflackert. Dies geschieht, weil Dein Körper zusätzliche „Stoffe“, z.B. Neuropeptide und Neurotransmitte, freisetzt, wenn Du gestresst bist. Gemeint sind vor allem Stresshormone.

Diese „Stoffe“ können verändern, wie Dein Körper auf verschiedene Funktionen reagiert. Diese veränderte Reaktion kann zu Entzündungen, Empfindlichkeit und anderen Unannehmlichkeiten der Haut führen.

Wie man einen Hautausschlag durch Stress behandelt

Manchmal verschwindet der Ausschlag von selbst ohne irgendeine Behandlung. Ansonsten kann die Erkrankung in der Regel zu Hause behandelt werden. Die häufigste Behandlung für Hautausschlag ist ein rezeptfreies Antihistaminikum. Antihistaminika können Symptome wie Juckreiz lindern.

Gängige rezeptfreie Antihistaminika sind:

  • Diphenhydramin (Benadryl)
  • Cetirizin (Zyrtec)
  • Fexofenadin (Allegra)
  • Loratadin (Claritin)

Diese kannst Du auch online bestellen.

Auch eine kühle Kompresse auf die betroffenen Stellen verschafft oft Linderung. Ebenso können ein kühles Bad oder eine kühle Dusche helfen.

Wenn sich Deine Symptome verschlimmern oder länger als sechs Wochen andauern, solltest Du jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ausschlag, der länger als sechs Wochen anhält, wird als chronisch angesehen und kann innerhalb eines Jahres von selbst abklingen oder eben auch nicht.

Dein Arzt kann Dir zur Behandlung eines schweren oder chronischen Ausschlags auch eines der folgenden Mittel verschreiben:

  • verschreibungspflichtige Antihistaminika
  • Kortikosteroide, wie Prednison (Deltasone)
  • Antibiotika, wie Dapson (Aczone)
  • eine injizierbare Art von Medikamenten, z.B. Omalizumab (Xolair)
  • andere Medikamente, die Rötungen und Schwellungen bekämpfen

Wenn Du Schwellungen an den Lippen oder im Gesicht, Atembeschwerden oder Keuchen bemerkst, solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen. Dies können lebensbedrohliche Komplikationen zur Folge haben, und Du benötigst möglicherweise eine Epinephrin-Spritze zur Behandlung.

Auch wenn Dein Ausschlag mit einer vorbestehenden Erkrankung zusammenhängt, wie z. B. Schuppenflechte oder Rosazea, sprechst Du besser mit Deinem Arzt. Er kann am besten beurteilen, ob und was Du an deiner momentanen Therapie etwas ändern solltest.

Was könnte der Ausschlag sonst noch sein?

Es ist möglich, einen Hautausschlag durch Stress mit anderen häufigen Hauterkrankungen zu verwechseln. Dazu gehören:

  • Hitzeausschlag
  • Pityriasis rosea
  • Rosazea
  • Kontaktdermatitis
  • Ekzem

Das solltest Du über diese Erkrankungen wissen

Hitzeausschlag

Wenn Du in heißer, feuchter Umgebung lebst oder arbeitst, kann es sein, dass Du einen Hitzeausschlag bekommst. Dies geschieht, wenn Deine Poren verstopfen und der Schweiß nicht mehr entweichen kann.

Die häufigste Form des Hitzeausschlags, Miliaria crystallina, verursacht klare oder weiße Beulen. Miliaria rubra kann kleine rote Beulen verursachen, die ähnlich wie Nesselsucht jucken.

Im Gegensatz zu anderen Fällen von Hautausschlag, verschwindet der Hitzeausschlag fast immer von selbst wieder. Meistens innerhalb weniger Tage. Du solltest Deinen Arzt aufsuchen, wenn Du zusätzlich zum Ausschlag noch eines der folgenden Symptome bemerkst.

  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Schmerzen
  • Eiter, der aus den Beulen austritt

Röschenflechte/Schuppenröschen (Pityriasis rosea)

Pityriasis rosea ist eine häufige Art von Hautausschlag, der ebenfalls oft von selbst wieder verschwindet. Er beginnt typischerweise mit einem großen Fleck roter, erhabener Haut. Dieses sogenannte Primärmedaillon kann von kleinen roten Beulen umgeben sein, die typischerweise eine ovale Form haben.

Es ist unklar, was diesen Ausschlag verursacht, aber er tritt am häufigsten im Frühjahr und Herbst auf. Er kann juckend sein oder auch nicht.

Pityriasis rosea klingt ohne Behandlung in der Regel in sechs bis acht Wochen ab. Während dieser Zeit kannst Du ein rezeptfreies Medikament gegen Juckreiz wie Diphenhydramin (Benadryl) oder Cetirizin (Zyrtec) verwenden, um Deine Symptome zu lindern.

Hier erhältst Du rezeptfreie Medikamente gegen Juckreiz.

Wenn sich Deine Symptome verschlimmern oder anhalten, suchst Du am besten Deinen Arzt auf. Dieser kann Dir möglicherweise ein verschreibungspflichtiges Mittel gegen Juckreiz verschreiben.

Rosacea

Rosazea ist eine weitere häufige Hauterkrankung. Je nach Typ bilden sich oft kleine, rote - manchmal eitrige - Beulen auf der Haut. Die Haut kann sich an diesen Stellen mit der Zeit verdicken.

Der Ausschlag bedeckt typischerweise die Wangen, die Nase und die Stirn, er kann aber auch andere Bereiche des Gesichts betreffen. Diese Flecken können wochen- bis monatelang auftreten, bevor sie wieder verschwinden und zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftreten.

Obwohl Rosazea jeden treffen kann, tritt sie am häufigsten bei Frauen mittleren Alters auf, die helle Haut haben. Es gibt keine Heilung für Rosacea, daher konzentriert sich die Behandlung auf Symptomlinderung. Dazu gehören das Tragen eines Breitspektrum-Sonnenschutzes und häufiges Eincremen mit feuchtigkeitsspendender Cremes.

Wenn Du glaubst, an Rosazea zu leiden, solltest Du Deinen Arzt aufsuchen. Er kann eine Diagnose stellen und Medikamente verschreiben, die helfen, die Rötung zu reduzieren.

Zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten gehören:

Lokal aufgetragene Medikamente, wie:

  • Brimonidin (Mirvaso)
  • Azelainsäure (Azelex)
  • Metronidazol (Metrogel)

Orale Antibiotika, wie:

  • Doxycyclin (Monodox)
  • Tetracyclin (Diabeclin)
  • Minocyclin (Minocin)
  • Isotretinoin (Claravis, Accutane)

Kontaktdermatitis

Kontaktdermatitis ist in der Regel ein akuter Zustand, der einen roten, juckenden Ausschlag auf der Haut hervorruft. Auch Flecken oder Blasen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit sind möglich.

Die genaue Ursache der Kontaktdermatitis variiert von Person zu Person. Aber sie tritt immer nach dem Kontakt mit etwas auf, das eine nicht-allergische Reizung oder eine allergische Reaktion auf Deine Haut auslöst.

Häufige Ursachen sind:

  • Seifen
  • Shampoos
  • Kosmetik
  • Düfte
  • Schmuck
  • Pflanzen, wie z. B. Giftefeu
  • Lotionen
  • Waschmittel

Obwohl es hilfreich ist, die genaue Ursache Deiner Kontaktdermatitis zu identifizieren, gibt es Schritte, die Du unternehmen können, um diesen allgemeinen Ausschlag zu behandeln.

Dies beinhaltet:

  • Auftragen von juckreizstillender Glucocorticosteroid-Creme oder Calamine-Lotion
  • Einnahme von rezeptfreien Medikamenten gegen Juckreiz, wie z. B. Diphenhydramin (Benadryl)
  • Eintauchen in ein kühles Haferflockenbad
  • Vermeiden von Kratzern
  • Verwendung von milden Seifen ohne Farbstoffe und Parfüm

Hier kannst Du Calamine Lotion kaufen.

Wenn Deine Symptome nach ein bis zwei Wochen weiterhin bestehen, solltest Du Deinen Arzt aufsuchen. Dieser kann bei Bedarf eine Diagnose stellen und verschreibungspflichtige Medikamente verschreiben.

Ekzem

Ein Ekzem ist eine chronische Erkrankung, die Deine Haut rot und Juckreiz auslösen kann. Obwohl es am häufigsten bei Kindern beginnt, kann es in jedem Alter auftreten.

Ekzeme beginnen im Allgemeinen als kleine, erhabene Stellen. Aus diesen Stellen kann beim Kratzen Flüssigkeit austreten. Der Ausschlag kann auch verdickte Bereiche der Haut über eine größere Fläche bilden.

Die Ekzeme können auch an folgenden Stellen auftreten:

  • Hände oder Handgelenke
  • Füße oder Knöchel
  • Hals
  • oberer Brustkorb
  • Augenlider
  • Gesicht, insbesondere die Wangen
  • Kopfhaut
  • Ohren
  • Ellenbogenfalte
  • Knie, meist auf dem Rücken

Möglicherweise kannst Du Deine Symptome durch folgende Maßnahmen in den Griff bekommen:

  • Auftragen einer juckreizstillenden Glucocorticosteroid-Creme oder Calamine-Lotion
  • Einnahme eines oralen Anti-Juckreiz-Medikaments, wie z. B. Diphenhydramin (Benadryl)
  • Mindestens zweimal täglich befeuchten
  • ein Haferflockenbad nehmen
  • Verwendung eines Luftbefeuchters

Hier kannst Du einen Luftbefeuchter online kaufen.

Suche auch hier Deinen Arzt auf, wenn Deine Symptome länger als ein bis zwei Wochen anhalten. Er kann eine genaue Diagnose stellen und Medikamente verschreiben.

Wann Du Deinen Arzt aufsuchen solltest

Wenn Du Stellen auf der Haut hast, die jucken, entzündet und geschwollen sind, hast Du wahrscheinlich einen Hautausschlag. Dieser kann oft zu Hause behandelt werden oder verschwindet von selbst ohne Behandlung.

Wenn die betroffenen Stellen hart oder mit Eiter oder etwas anderem als klarer Flüssigkeit gefüllt sind, kann das ein Zeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung sein. Ausschlag, der zusammen mit Schuppenbildung oder Blasenbildung auftritt, kann ein Anzeichen für eine schwere allergische Reaktion sein.

Wenn Du nach der Einnahme eines Medikaments einen Ausschlag oder Nesselsucht entwickelst, solltest Du sofort Deinen Arzt aufsuchen.

Du sollten auch Deinen Arzt konsultieren, wenn Du folgendest merkst:

  • einen Ausschlag am ganzen Körper
  • Fieber
  • Schmerzen
  • Blasen, aus denen gelbe oder grüne Flüssigkeit austritt

Wenn Du vermutest, dass Dein Ausschlag das Ergebnis einer bereits bestehenden Erkrankung ist, die gerade behandelt wird, solltest Du ebenfalls Deinen Arzt aufsuchen. Dein Arzt kann Deinen Verdacht bestätigen und die richtigen nächsten Schritte einleiten.

Wende Dich auch an Deinen Arzt, wenn Du vermutest, dass der Ausschlag durch ein Allergen verursacht wird. Schwere allergische Reaktionen können zu Anaphylaxie (allergischer Schock) führen, die sofortige medizinische Behandlung erfordert.

Ausblick

Stressbedingte Hautausschläge können sich darin unterscheiden, wie Du behandelt werden und wie lange Du andauern. Ein stressbedingter Hautausschlag mit Nesselsucht wird wahrscheinlich mit der Zeit und leichten bis mittleren Behandlungen verschwinden.

Möglicherweise müssen Du einen Arzt aufsuchen, um stressbedingte Hauterkrankungen wie Akne, Dermatitis oder schwere oder lang anhaltende Nesselsucht zu behandeln. Wenn Du unter chronischen Erkrankungen wie Schuppenflechte und Rosazea leiden, sollten Du mit Deinem Arzt zusammenarbeiten, um einen geeigneten Behandlungsplan für die langfristige Anwendung zu entwickeln.

Womit Du sofort zum Stressabbau beginnen solltest

Wenn Dein Ausschlag durch Stress verursacht wird, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Du einige Stressoren in Deinem Leben reduzieren musst.

Es gibt viele Methoden, die Dir helfen, Deinen Geist zu beruhigen und Stress abzubauen, darunter:

  • Meditation oder Yoga praktizieren
  • regelmäßig trainieren
  • Zeit für persönliche Hobbys, wie z. B. Backen, Tanzen oder Kickboxen
  • zur Therapie gehen

Sobald Du passende Techniken gefunden hast, die Dir helfen, Dich zu entspannen und Deine Sichtweise neu zu gestalten, wirst Du vielleicht feststellen, dass sich auch Dein Hautzustand verbessert.

In der Zwischenzeit kannst Du versuchen, rezeptfreie Medikamente zu verwenden, um die Entzündung und Reizung zu lindern. Wenn Deine Symptome anhalten oder wenn Du glaubst, dass sie das Ergebnis einer Grunderkrankung sind, wende Dich bitte an Deinen Arzt. Er kann gemeinsam mit Dir die nächsten Schritte festlegen.

Quellen


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Über den Author/die Authorin Andreas

Ich bin Andreas Humbert, Gründer und Hauptblogger von "Mein Weg aus der Angst". Ich lebe mit Frau, Tochter und Hund in der Pfalz. Mehr Infos über mich kannst du hier nachlesen.

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